Lowie Debou, Fondsmanager bei DPAM, beurteilt die Entwicklung von Preisen und Inflationserwartungen infolge des Irankonflikts:
1. „Unmittelbar nach dem Angriff auf den Iran steuerten viele Anleger sichere Häfen an. Innerhalb kurzer Zeit setzte sich jedoch die Angst von Inflation durch und hinterließ ihre Spuren im Markt.“
2. „Der globale Öl-Schock gehört zu den schlimmsten der letzten Jahrzehnte. Was 2022 noch regional begrenzt blieb, hat diesmal globale Ausmaße.“
3. „Noch nie schlugen höhere Ölpreise so rapide auf die Preise an den Zapfsäulen durch. Europas Verbraucher leiden entsprechend.“
4. „Langsamer wirken sich die Gaspreise auf die Inflationszahlen aus. Allerdings werden sie dort länger ihre Spuren hinterlassen als andere Energiepreise.“
5. „Es geht nicht nur ums Öl. Da Düngemittel aus dem Nahen Osten knapp wird, könnten Nahrungsmittelprise schnell steigen – weltweit.“
6. „Anleger sollten Zweitrundeneffekte im Blick haben – die Expertenerwartungen erhöhen sich erst mit Verzögerung.“
7. „Die Realwirtschaft bereitet sich längst auf die steigenden Inflationserwartungen vor. Unternehmen – die energieintensiven zuerst, andere später – passen die Erwartungen für ihre Verkaufspreise an.“
8. „Auch die Verbraucher erwarten für die kommenden Monate deutlich steigende Preise. Unklar ist, ob sie bereit sein werden, diese zu bezahlen.“
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