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„Das Kaufinteresse an unseren neuen Projekte in Deutschland ist groß“ Dr. Michael Müller, EYEMAXX Real Estate AG

Die EYEMAXX Real Estate AG hat im September ihre vierte Anleihe emittiert. Die Mittel werden insbesondere für Projektentwicklungen in den Bereichen Wohnen und Pflege investiert. Die Gesellschaft hat, wie CEO Dr. Michael Müller gegenüber dem BOND MAGAZINE erläutert, bereits vor Baubeginn Interessensbekundungen von Investoren für alle neuen Projekte.

BOND MAGAZINE: Die Kurse ihrer Anleihen sind in den vergangenen Tagen deutlich gefallen. Können Sie sich das erklären?
Dr. Michael Müller: Die jüngsten Kursrückgänge sind für uns überhaupt nicht nachvollziehbar. Der Anleihemarkt ist nach den zahlreichen Insolvenzen der letzten Wochen verständlicherweise nervös. Nach unserer Information gab es bei mehreren Emittenten – auch bei uns – größere, unlimitierte Verkaufsorders. Wir gehen fest davon aus, dass sich der Markt wieder beruhigen und uns wieder das Vertrauen entgegenbringt, das wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet haben.

BOND MAGAZINE: Sie haben ihre jüngste Anleihe nicht voll platziert. Was bedeutet dies für ihr operatives Geschäft?
Dr. Michael Müller: Wir haben seit der ersten Anleihe 2011 stets unsere Ziele erreicht, 
entwickeln uns derzeit sehr erfolgreich weiter und hatten auf der Roadshow viel positives Feedback. Daher hatten wir mit einer Vollplatzierung gerechnet. Die Finanzierung über die Anleihe hat den Vorteil, dass wir die Mittel schnell und flexibel für die Umsetzung unserer Pipeline einsetzen können. Die Umsetzung unserer Projektpipeline ist dennoch durch andere Finanzierungsalternativen gesichert.

BOND MAGAZINE: Die Anleihe-Ratings Ihrer ersten beiden Anleihen sowie Ihr Unternehmensrating wurden kürzlich von Creditreform leicht nach unten angepasst? Könnte das ein Grund für die negativen Kursentwicklungen sein?
Dr. Michael Müller: Das glaube ich nicht. Die Anpassung der beiden Anleihe-Ratings von BBB auf BBB- sowie des Unternehmensrating von BB auf BB- erfolgte ausschließlich aufgrund der Begebung der vierten Unternehmensanleihe und damit unserer Neuverschuldung in Höhe von rund 8 Mio. Euro. Nicht berücksichtigt wurde dabei, dass wir hierdurch unseren gut planbaren Finanzierungsrahmen für weiteres Wachstum stärken konnten und den Mittelzufluss schon kurzfristig für die Realisierung von  attraktiven Wohn- und Pflegeheimimmobilien einsetzen können. Zudem verfügen wir nach wie vor über eine sehr solide Finanzierungs­struktur mit einer Eigenkapitalquote von knapp 30 %.

BOND MAGAZINE: Ihr aktuelles Geschäftsjahr endet bereits in Kürze, genauer gesagt am 31. Oktober. Können Sie uns bereits sagen, was wir zu erwarten haben?
Dr. Michael Müller: Unser Geschäftsjahr ist von einem erfolgreichen Spagat zwischen operativem Wachstum und dem Aufbau von zwei attraktiven neuen Geschäftsbereichen gekennzeichnet. Derzeit befinden sich das Fachmarktzentrum im polnischen Namslau und das Logistikzentrum bei Belgrad im Bau. Beide Projekte werden zu einem erneuten Gewinnwachstum im Gesamtjahr 2013/2014 beitragen. Zu Beginn des vierten Quartals erfolgte zudem der Verkauf der Mehrheit am Fachmarktzentrum im österreichischen Kittsee, wobei die geplante Bewertung realsisiert werden konnte. Wir liegen damit operativ voll im Plan und erwarten eine erneute  Steigerung des Konzernergebnisses, das im Vorjahr bei 3,1 Mio. Euro lag. Ab dem Geschäftsjahr 2014/15 wird es dank der neuen Geschäftsbereiche weiteres Wachstum geben.

BOND MAGAZINE: Bitte erläutern Sie die aktuelle Entwicklung in Ihren beiden neuen Geschäftsbereichen genauer.
Dr. Michael Müller: Wir haben in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Projektentwicklungen in unseren neuen Geschäftsfeldern, der Entwicklung von Pflege- und Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich, angestoßen. Diese setzen wir nun konsequent umsetzen. So befinden sich bereits zwei Wohnimmobilienprojekte in Potsdam und Wien in der Realisierung. Zudem haben wir kürzlich den Startschuss für ein medizinisches Versorgungs- und Rehabilitationszentrum mit zusätzlichen Wohn- und Gewerbeflächen in Leipzig gesetzt. Dafür gibt es bereits einen Vorvermietungsgrad von über 80%. Und im Bereich Pflegeimmobilien wollen wir bis 2016 mindestens neun Projekte entwickeln, in Rheinland-Pfalz haben wir gerade unser erstes Pflegeheim mit angeschlossener Wohnanlage für betreutes Wohnen gestartet. Betreiber dafür ist der renommierte Evangelische Verein für innere Mission (EVfiM). Dass wir schon vor Baubeginn Interessensbekundungen von Investoren bekommen haben, bestätigt das große Kaufinteresse für alle unsere neuen Projekte.

Das Interview führte Christian Schiffmacher.

www.fixed-income.org
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