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freenet AG: Konzernumsatz steigt im ersten Quartal um 4,3% auf 748,5 Mio. Euro

EBITDA mit 86,0 Mio. Euro leicht steigend im Rahmen der Erwartungen (Vorjahr: 85,4 Mio. Euro)

freenet AG hat ihren Zwischenbericht zum ersten Quartal 2015 veröffentlicht und den Ausblick für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 bestätigt. Im ersten Quartal erwirtschaftete die Gesellschaft einen Konzernumsatz von 748,5 Millionen Euro (Vorjahr: 717,5 Millionen Euro). Diese Entwicklung ist neben dem erhöhten Customer-Ownership-Kundenbestand bei stabilem Postpaid-ARPU insbesondere auf die erhöhte Nachfrage nach attraktiven Produkten und Dienstleistungen im Bereich des mobilen Digital Lifestyle zurückzuführen. Das hat zu einem weiteren Anstieg des Rohertrags um rund 8,9 Millionen Euro auf 191,4 Millionen Euro geführt (Vorjahr: 182,5 Millionen Euro), was einer aktuellen Rohertragsmarge von 25,6 Prozent entspricht. Das Geschäftssegment Mobilfunk blieb mit Umsatzerlösen von 734,6 Millionen Euro (Vorjahr: 704,0 Millionen Euro) weiterhin dominierend im Konzern.

Der Customer-Ownership-Bestand - in dem die Kundengruppen Postpaid und No-frills zusammengefasst sind und der als wichtige Steuerungsgröße im Unternehmen dient - konnte im Vorjahresvergleich um rund 245 Tausend Kunden auf 9,04 Millionen erhöht werden (Vorjahr: 8,79 Millionen), was einer Steigerung von 2,8 Prozent entspricht. Der Anstieg geht mit rund 225 Tausend neuen Kunden maßgeblich auf die Erhöhung des Postpaid-Kundenbestands zurück, in welchem alle im Konzern vertriebenen Mobilfunkverträge mit einer Laufzeit von 24 Monaten zusammengefasst sind. Mit einem Zuwachs von 19 Tausend hat sich das No-frills-Kundensegment, welches sämtliche über Discount-Marken des Konzerns vertriebenen Mobilfunktarife mit weniger als 24 Monaten Laufzeit umfasst, ebenfalls positiv im Vorjahresvergleich entwickelt.

Demnach konnte die freenet Group mit ihrem Geschäftsmodell der kompetenten, bedarfsgerechten und netzunabhängigen Kundenberatung erneut vom anhaltenden Wettbewerb der Netzbetreiber profitieren, ohne dass Preisanpassungen erforderlich waren. Im ersten Quartal 2015 konnte mit 21,1 Euro ein durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Vertragskunde (Postpaid-ARPU) auf dem Niveau des vierten Quartals 2014 erzielt werden (Vorjahr: 21,2 Euro). Der zuletzt anhaltende Wechselprozess bestehender Kunden in aktuelle, preisgünstigere Angebote hat im Berichtsquartal keine nennenswerten Auswirkungen mehr auf den Postpaid-ARPU gehabt.

"Wir haben die gute Marktstimmung der Konsumenten im ersten Quartal mit gezielten Marketingmaßnahmen zum Ausbau unserer führenden Marktposition als kompetenter Digital-Lifestyle-Anbieter genutzt", sagt Christoph Vilanek, Vorstandsvorsitzender der freenet AG, "diese Entwicklung lässt uns positiv in den weiteren Jahresverlauf blicken."

Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen) konnte leicht auf 86,0 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr: 85,4 Millionen Euro) und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Die Abschreibungen und Wertminderungen reduzierten sich im ersten Quartal leicht um 0,5 Millionen Euro auf 15,5 Millionen Euro (Vorjahr: 16,0 Millionen Euro) und entfielen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Vertriebsrechte, immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen aus Unternehmenserwerben sowie auf selbsterstellte Software.

Unter Berücksichtigung der auf 4,8 Millionen Euro gestiegenen Ertragsteuer-Belastung (Vorjahr: 2,6 Millionen Euro) ist das Konzernergebnis im Berichtsquartal um 1,2 Millionen Euro auf 56,2 Millionen Euro gesunken (Vorjahr: 57,4 Millionen Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,44 Euro (Vorjahr: 0,45 Euro).

Der Free Cashflow* stieg im abgelaufenen Quartal um 5,1 Millionen Euro auf 62,2 Millionen Euro (Vorjahr: 57,1 Millionen Euro). Die Steigerung resultiert einerseits aus einem erhöhten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 70,5 Millionen Euro (Vorjahr: 62,9 Millionen Euro), im Wesentlichen bedingt durch eine verbesserte Steuerung des eingesetzten Kapitals (Working Capital Management). Andererseits hat sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit bei auf 8,4 Millionen Euro erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte auf -8,0 Millionen Euro entwickelt, während er im Vorjahresquartal mit -51,9 Millionen Euro wesentlich durch den Erwerb der freenet digital Group gekennzeichnet war. Schließlich entwickelte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtsquartal auf -1,5 Millionen Euro (Vorjahr: -0,5 Millionen Euro), jeweils geprägt durch Zinszahlungen.

"Aufgrund der durchweg guten Geschäftsergebnisse des ersten Quartals bestätigen wir unsere Prognose für die Geschäftsjahre 2015 und 2016", ergänzt Joachim Preisig, Finanzvorstand der freenet AG.

Demnach strebt der Vorstand im Geschäftsjahr 2015 für den Konzern bei einer Stabilisierung des Umsatzes ein EBITDA in Höhe von etwa 370 Millionen Euro und einen Free Cashflow* in Höhe von etwa 280 Millionen Euro an. Für das Geschäftsjahr 2016 strebt der Vorstand bei einem leichten Anstieg des Umsatzes ein EBITDA in Höhe von etwa 375 Millionen Euro und einen Free Cashflow* in Höhe von etwa 285 Millionen Euro an.

Vor dem Hintergrund der im April 2016 fälligen Unternehmensanleihe über 400 Millionen Euro hat die freenet AG heute ein endfälliges Schuldscheindarlehn über insgesamt 100 Millionen Euro unter marktüblichen Bedingungen für Investment-Grade-Bonität begeben. Die von der Commerzbank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, der Bayerischen Landesbank und der HSH Nordbank begleitete Transaktion besteht aus einer fünfjährigen Tranche über 25 Millionen Euro mit einem fixen Coupon von 1,325 Prozent, einer fünfjährigen Tranche über 25 Millionen Euro mit einem variablen Coupon (1,05 Prozent erwartet in den ersten 6 Monaten) und einer siebenjährigen Tranche über 50 Millionen Euro mit einem fixen Coupon von 1,79 Prozent p.a.. Die Auszahlung ist für den 13. Mai 2015 vorgesehen.

Unter www.freenet-group.de/investor-relations steht der vollständige Zwischenbericht zum ersten Quartal 2015 zum Download bereit und der Conference Call wird dort am 7. Mai 2015 ab 14:00 MESZ via Webcast
übertragen.

*Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, zuzüglich der Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

www.fixed-income.org

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