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Rudolf Wöhrl AG kann Ergebnis deutlich verbessern, Wöhrl-Anleihe notiert bei 110%

Das traditionsreiche Familienunternehmen WÖHRL veröffentlichte heute sein Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2013/14. Im Zeitraum 01.08.2013 bis 31.07.2014 konnte die Rudolf Wöhrl AG die Verkaufserlöse gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 324,3 Mio. Euro auf 332,0 Mio. Euro steigern. Der Nettoumsatz blieb konstant bei 270,1 Mio. Euro. Dahingegen verbesserte sich der Rohertrag um 6,5 Mio. Euro auf 131,7 Mio. Euro ebenso wie die Rohertragsmarge von 46,4 % auf 48,8 %. Diese Steigerung ist wesentlich auf die optimierten Kostenstrukturen und die Hebung der Synergien mit dem Kooperationspartner SinnLeffers zurückzuführen. Das EBITDA nahm von 5,0 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro zu, das EBIT betrug 6,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mio. Euro). Damit lag das Konzernergebnis mit 1,4 Mio. Euro deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert von -5,1 Mio. Euro "Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres ist für uns ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg nach vorne. Als Etappenziel sind wir damit auch zufrieden, doch wir können mehr und werden alles daran setzen, in den kommenden Jahren weiter zuzulegen", kommentiert Olivier Wöhrl, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl AG, die Entwicklung des Unternehmens.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr haben WÖHRL und SinnLeffers administrative Bereiche wie Einkauf, Marketing, Kommunikation, Rechnungswesen, Personal, und IT fachlich enger zusammengefasst. Seit dem 01.01.2015 werden diese Aufgaben durch eine gemeinsame Dienstleistungszentrale 
für WÖHRL und SinnLeffers ausgeführt. So konnten beide Unternehmen effizienter aufgestellt, die Fachkompetenzen und das Know-how gebündelt und die Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld gestärkt werden. Die SinnLeffers GmbH bleibt jedoch weiterhin als eigenständiges Unternehmen und Marke bestehen.

Im Rahmen der Kooperation mit SinnLeffers werden im laufenden Geschäftsjahr weitere wichtige Projekte umgesetzt. Dabei wird unter anderem die Vereinheitlichung der IT zwischen allen Geschäftsbereichen fortgeführt. So werden etwa Einkauf und Logistik ihre Prozesse für WÖHRL und SinnLeffers ab dem Frühjahr 2015 über eine einheitliche Warenwirtschaft abwickeln. Ziel ist die einfachere, effizientere Planung, Beschaffung und Steuerung der Warenbestände. Auch in den Bereichen Rechnungswesen und Personal, die bereits für WÖHRL und SinnLeffers in nur noch einem IT-System (SAP) arbeiten, sind weitere Optimierungen vorgesehen. Darüber hinaus erfolgte zum Jahresbeginn auch die Zusammenführung der Logistikcenter von WÖHRL und SinnLeffers in einer zentralen Logistikgesellschaft. Die volle Wirkung der Einkaufs- und Kostensynergien wird sich voraussichtlich ab Mitte des laufenden Geschäftsjahres einstellen.

Darüber hinaus hat WÖHRL im Geschäftsjahr 2013/14 erneut umfangreiche Investitionen zur Modernisierung seiner Modehäuser und Verkaufsflächen getätigt. So wurde zum Beispiel das Modehaus in Dresden mit einem großzügigen Raumkonzept in heller und freundlicher Atmosphäre ausgestattet. Hinzu kommt die Neueröffnung des Hauses in Bamberg mit einer Gesamtfläche von 3.800 Quadratmetern im September 2013. Vergleichbare Maßnahmen wurden im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 für die Filialen in München (im Olympia-Einkaufszentrum "OEZ") und Schweinfurt umgesetzt. Ebenfalls wird derzeit das WÖHRL Stammhaus am Weißen Turm (Nürnberg City) modernisiert. Insgesamt werden die Investitionen im laufenden Geschäftsjahr geringer ausfallen. Der Fashionretailer prüft aber stets die Erweiterung des Filialportfolios an strategisch wichtigen Standorten. So ist WÖHRL etwa seit Dezember 2014 mit einem Pop-Up-Store in Aschaffenburg, der Geburtsstadt des Firmengründers Rudolf Wöhrl, vertreten. Im März 2015 wird dann ein WÖHRL Modehaus mit einer Fläche von 3.000 Quadratmetern seine Türen öffnen.

Auch das Geschäftsmodell von WÖHRL wird konsequent weiterentwickelt. Dazu zählt beispielsweise die kontinuierliche Verzahnung von stationärem Handel mit Online-Angeboten. Im Rahmen eines Multichannel-Projekts werden aktuell Maßnahmen erarbeitet, um die WÖHRL Kunden mit einer zielgruppenspezifischeren Ansprache zu bedienen. Dies geschieht einerseits über ein verbessertes CRM-System, andererseits über eine stärkere "Lokalität" der Filialen in Bezug auf Sortiment, Marketing und Logistik, so dass noch besser auf örtliche Gegebenheiten reagiert werden kann.

"Ein wichtiger Bestandteil unseres Geschäftsmodells ist unsere Marke und die Werte, die wir auch nach über 80-jähriger, traditionsreicher Unternehmensgeschichte leben und nach außen transportieren. Auch hier haben wir einige wichtige Investitionen wie Schulungen der Mitarbeiter oder die Anpassung des Corporate Designs vorgenommen, um das Markenbild und die damit verbundenen Werte auch für die nächsten 80 Jahre zu formen und zu festigen", so Olivier Wöhrl.

Der Vorstand der Rudolf Wöhrl AG ist mit den erreichten Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres sehr zufrieden.  Da im laufenden Geschäftsjahr die Investitionen geringer ausfallen werden, wird sich dies auch positiv auf den Gesamtcashflow auswirken. Bei gleichbleibenden Nettoumsätzen und aufgrund der genannten Synergien geht das Management davon aus, im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis mindestens in Höhe des Vorjahreswerts zu erreichen. Das größte Risiko hierfür stellen die anhaltend rückläufigen Frequenzen im Einzelhandel sowie außergewöhnliche Witterungsverhältnisse dar, die sich aktuell in einer schwächeren Branchenentwicklung widerspiegeln.

www.fixed-income.org


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