YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Zwischen Eskalation und Entspannung: Energieaktien und Gold bleiben das stabilisierende Element im Portfolio

von Torsten Steinbrinker, Adrian Roestel und Dr. Matthias Ramser, Reichtmuth & Co

© Pixabay

Bei täglich neuen Entwick­lungen im Iran-Krieg bleibt unser Basis­szenario eine mittel­fristige Ent­spannung. Ein Portfolio, das Wert auf Bilanz­qualität und Resilienz legt, kann eine solche Krise gut über­stehen.

Der Krieg geht nun in die vierte Woche und ent­wickelt sich mit den Auswi­rkungen auf die Ölmärkte ähnlich wie beispiels­weise bei der Invasion der USA in Kuweit 1990. Damals korrigierten US-Aktien 14 Prozent und der Ölpreis stieg um 50 Prozent. Ähnliche Krisen in der Vergangenheit haben aber keinen langfristigen Effekt auf die Finanzmärkte gehabt, die Aktienmärkte haben sich jeweils in den folgenden drei bis vier Monaten wieder erholt. Solange jedoch die Energiepreise hoch sind, sind Europa und energieabhängige Schwellenländer im Nachteil.

Mit Blick auf die Midterm-Elections in den USA ist es aus Sicht der Republikaner wichtig, den Krieg schnell zu beenden und den Ölpreis zu senken. Dazu wird Präsident Trump zu Kompromissen bereit sein. Und auch das verbleibende iranische Regime muss sich fragen, wie stark sie bereit sind, ihre wirtschaftliche Basis zu gefährden. 

In fast allen Szenarien, die wir betrachten, profitieren Rohstoffe, Gold und Energieaktien. Im aktuellen Szenario des Energiepreisschocks reagieren Energieaktien am stärksten. Wir glauben, dass diese auch mittelfristig attraktiv sind. Selbst wenn sie bei einer Entspannung korrigieren werden, sind sie kurzfristig eine gute Absicherung gegen eine weitere Eskalation. Gold korrigiert momentan stark, weil nervöse Marktteilnehmen nach den starken Anstiegen im vergangenen Jahr Gewinne mitnehmen. Dennoch bleibt es langfristig attraktiv, auch wegen der ausufernden Staatsverschuldungen. Es zeigt sich aber auch, dass systematisches Rebalancing auch bei Gold wichtig ist. Wer kein Gold im Portfolio hat, kann jetzt schrittweise zukaufen.

Der aktuelle Konflikt verdeutlicht Umwälzungen, die sich schon seit einiger Zeit abzeichnen. Die veränderte Weltordnung wird die Aufrüstung vorantreiben, was die Staatsverschuldungen weiter belasten wird. Langfristige Staatsanleihen in USA und Europa gilt es deshalb zu meiden, liquide Alternativanlagen bieten bessere Diversifikationsmöglichkeiten. Zudem zeigt der Konflikt deutlich, dass sich der globale Kampf um kritische Rohstoffe beschleunigen wird. Rohstoffe und Rohstoffaktien sind damit strukturell attraktiv.

Und nicht zuletzt wird die Welt immer multipolarer. Die Dominanz der USA schwindet und wird somit auch in den Weltmarktindizes zurückgehen. Wir empfehlen bei einer Beruhigung in den Schwellenländern und Europa zuzukaufen.

Torsten Steinbrinker ist CEO, Adrian Roestel Leiter Portfoliomanagement der Reichmuth Integrale Vermögensverwaltung AG. Dr. Matthias Ramser ist Chief Investment Officer (CIO) von Reichmuth & Co Privatbankiers.

www.fixed-income.org

 

Investment

von Sebastien Page, Head of Global Multi-Asset und Chief Investment Officer bei T. Rowe Price

Zwei Bot­schaften an die Anleger zum jetzigen Zeitpunkt: Diese Situation wird vorübergehen, aber es könnte länger dauern, als die Märkte erwarten. Die…
Weiterlesen
Investment

Allianz Global Investors geht Partnerschaft mit der Talanx Versicherungsgruppe für den Ausbau des zweitgrößten deutschen Stromnetzes Amprion ein

Allianz Global Investors (AllianzGI) und Talanx Ver­sicherungs­gruppe haben heute bekannt gegeben, dass AllianzGI im Namen von…
Weiterlesen
Investment
Die jüngsten Ent­wick­lungen in der Welt­politik verändern die Aus­sichten an den Renten­märkten grund­legend, insbeson­dere in Europa. Was jetzt die…
Weiterlesen
Investment
Die rollierende 30-Monats-Korre­lation zwischen den monat­lichen Gesamt­rendite­indizes des S&P und der US-Staats­anleihen ist seit mehr als drei…
Weiterlesen
Investment

von Alexis Renault, Global Head of High Yield bei ODDO BHF AM

Der europä­ische Hoch­zins­markt startete mit be­merkens­werter Stabilität in das Jahr. Die Kredit­spreads bewegten sich in einer relativ engen Spanne…
Weiterlesen
Investment

Wenn Preise sprunghaft steigen, reagieren Haushalte schnell. Ihre Inflationserwartungen kehren jedoch nur langsam zur Normalität zurück

Der Krieg gegen den Iran hat eine alte Sorge zurück­gebracht: dass Störungen am Per­sischen Golf – und insbe­sondere an der Straße von Hormus – die…
Weiterlesen
Investment

von Zachary Gill, Global Equity Research Analyst bei Jennison

Wir befinden uns noch in der Anfangs­phase eines KI-getrie­benen Investi­tions­zyklus, der die Welt­wirtschaft ver­ändern könnte. Google und OpenAI…
Weiterlesen
Investment

von Ulrike Kastens, Senior Economist, DWS

Wie erwartet hat die Europä­ische Zentral­bank (EZB) den Einlagen­zins bei 2,0 Prozent belassen und auch ihre geld­politische Kommu­nikation…
Weiterlesen
Investment

von Konstantin Veit, Portfoliomanager bei PIMCO

Zwar ließ die EZB ihre Leit­zinsen unver­ändert, schlug jedoch vor dem Hinter­grund der Entwick­lungen im Nahen Osten einen restrik­tiveren Ton an.…
Weiterlesen
Investment

von Francesca Fornasari, Head of Currency, Insight Investment

Wir glauben, dass die Phase der Aus­nahme­stellung des US-Dollars sich dem Ende zuneigt. Zwar kann es in Phasen geopoli­tischer Spannungen noch zu…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!