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Makroökonomische Ungleichgewichte als langfristige Treiber

Von Ursina Kubli, Ökonomin bei der Bank Sarasin & Cie AG

Den makroökonomischen Ungleichgewichten wurde in Euroland viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Die Korrektur dieser Exzessive hat den Grundstein für die Große Finanzkrise gelegt, brachte die Banken ins Taumeln und führte zu einem rasanten Anstieg der Staatsschulden. Um die Ungleichgewichte künftig frühzeitig zu erkennen, wurde in Euroland ein neues Verfahren eingeführt. Die Grundlage für dieses Verfahren ist ein Frühwarnsystem mit verschiedenen Indikatoren zu den wichtigsten internen und externen Ungleichgewichten: Überschreitet ein Land zu viele Schwellenwerte, wird das jeweilige Euromitgliedsland aufgefordert diese zu korrigieren. Bei Nichteinhaltung drohen Sanktionen.

Dieses Verfahren ist keinesfalls ein Konzept, welches einzig auf Euroland angewendet werden kann. Aus Währungssicht ist die Erkennung von makroökonomischen Ungleichgewichten bei Nicht-Euro-Ländern sogar umso bedeutender, da die Wechselkurse im Gegensatz zu den einzelnen Ländern in Euroland als Korrekturmechanismus fungieren.

Die Bank Sarasin hat die verschiedenen makroökonomischen Variablen berechnet. Es zeigt sich dabei, dass bei den Hauptwährungen ein umfassendes Risikomanagement erforderlich ist. In Großbritannien, Japan und Kanada bestehen hohe Ungleichgewichte. Dabei ist das Ausmaß der Ungleichgewichte in diesen beiden Ländern sogar mit der Situation der europäischen Peripherie vergleichbar. Bei den Hauptwährungen Schweizer Franken, Euro und US-Dollar zeigen sich hingegen keine übermäßigen Ungleichgewichte.

Die schwedische und norwegische Krone sowie der australische und neuseeländische Dollar haben von der Eskalation der europäischen Schuldenkrise profitiert. Aufgrund ihrer tiefen Staatsschulden wurden diese Währungen als Alternativen zum Euro gefragt. Bei einer ganzheitlichen Betrachtung des makroökonomischen Gleichgewichts offenbaren sich allerdings deutliche Unterschiede. Während die skandinavischen Währungen extern kaum Ungleichgewichte verzeichnen, weisen Australien und Neuseeland hohe Auslandschulden sowie eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit auf.

Auch die Währungen der Schwellenländer dürfen nicht über den gleichen Kamm geschoren werden. Die asiatischen Schwellenländer stechen durch äußerst solide Fundamentaldaten hervor. Bei den europäischen Schwellenländern zeigen sich hingegen einige Ungleichgewichte.

Ein Backtesting kann bestätigen, dass sich in der Vergangenheit die Berücksichtigung der makroökonomischen Gleichgewichte gelohnt hätte. Die Währungen, welche im Jahr 2007 die höchsten Ungleichgewichte aufwiesen, haben sich bis 2012 in der Regel deutlich abgewertet. Währungen mit soliden Fundamentaldaten sind jedoch gestiegen. Dementsprechend empfiehlt die Bank Sarasin für langfristig orientierte Anlagen die asiatischen Schwellenländerwährungen sowie die skandinavischen Währungen, d.h. die Regionen mit den geringsten Ungleichgewichten.
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bis 02.12.2026

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02.04.2026-30.03.2027

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EVERYIELD

01.06.-26.06.2026

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12.06.2026-11.06.2027

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