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BOOSTER Precision Components GmbH: Umsatz und Ergebnis unter den Erwartungen

Umsatz in H1 2024 mit 88,3 Mio. Euro um 6,3% unter Vorjahr, rückläufiges EBITDA von 7,7 Mio. Euro in H1 2024 vs. 11,2 Mio. Euro in H1 2023

Die BOOSTER Precision Com­ponents GmbH (Anleihe: WKN A30V3Z) hat die unge­prüften Konzern­ergeb­nisse für die ersten sechs Monate 2024 veröffentlicht.

H1 2024 beeinflusst durch geringer als erwartet ausgefallene Nachfrage, einmalige Beratungs­kosten und negative Währungseffekte

BOOSTER verzeich­nete in der ersten Jahreshälfte 2024 eine unter den Erwartungen liegende Nachfrage, was im Einklang mit der derzeit gedämpften Branchenentwicklung steht und zu einem Umsatzrückgang um 6,3% auf 88,3 Mio. Euro (H1 2023: 94,3 Mio. Euro) führte.

Das EBITDA des Unternehmens ging um 31,3% zurück und belief sich auf 7,7 Mio. Euro (H1 2023: 11,2 Mio. Euro). Bereinigt um die einmaligen Kosten für die Folgeemission der Anleihe in Höhe von 0,6 Mio. Euro liegt das EBITDA bei 8,3 Mio. Euro, was einem Rückgang von 25,9% entspricht. Das EBITDA wurde darüber hinaus durch einen ungünstigen Produktmix und einen negativen Währungseffekt aufgrund des schwächeren mexikanischen Pesos erheblich beeinträchtigt. BOOSTERs EBIT belief sich in den ersten sechs Monaten auf 3,4 Mio. Euro, verglichen mit 7,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das Nettoergebnis der Gruppe war mit -2,0 Mio. Euro negativ (H1 2023: 1,9 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme der BOOSTER Gruppe belief sich zum 30. Juni 2024 auf 109,6 Mio. Euro (31.12.2023: 114,5 Mio. Euro). Das Anlagevermögen lag mit 42,4 Mio. Euro um 2,2% niedriger als zum 31. Dezember 2023 (43,4 Mio. Euro) und das Umlaufvermögen sank um 5,4% auf 66,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2024. Der Rückgang des Umlaufvermögens ist vor allem auf den Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 5,1 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro zurückzuführen.

Das Eigenkapital verringerte sich um 18,2% auf 12,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2024 (31.12.2023: 14,8 Mio. Euro) aufgrund des negativen Konzernergebnisses und negativer Währungseffekte aus dem mexikanischen Peso. Neben einem leichten Rückgang der Gesamtverbindlichkeiten um 3,1 Mio. Euro auf 89,7 Mio. Euro im Vergleich zum Jahresende 2023 kam es zu einer Umschichtung in den Verbindlichkeiten: Durch die Folgeemission der Anleihe zur Refinanzierung langfristiger Investitionskredite in Höhe von 17,7 Mio. Euro inklusive Zinsen in Höhe von 4,0 Mio. Euro erhöhten sich die Anleihen um 15,5 Mio. Euro.

Dr. Ralph Wagner, CFO von BOOSTER Precision Components: „Die aktuelle Situation in der Automobilindustrie, die von einer rückläufigen Nachfrage seitens der Automobilhersteller und damit auch der Zulieferer geprägt ist, stellt uns vor große Herausforderungen. Unser oberstes Ziel ist es, unsere finanzielle Stabilität in diesem schwierigen Umfeld langfristig zu sichern. Wir setzen daher auf strikte Kostendisziplin durch Reduzierung der Investitionen auf das notwendige Maß, Senkung der betrieblichen Aufwendungen, Einstellungsstopp und Reduzierung des Personalbestands entsprechend der gesunkenen Nachfrage.“

Q2 2024

Im zweiten Quartal 2024 sank der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um -4,3% auf 44,9 Mio. Euro (Q2 2023: 46,9 Mio. Euro). Das EBITDA verringerte sich um 43,3% und betrug 3,2 Mio. Euro, verglichen mit 5,6 Mio. Euro in Q2 2023. Bereinigt um einmalige Beratungskosten für die Folgeemission der Anleihe beträgt das EBITDA in Q2 2024 3,8 Mio. Euro. Das EBIT war rückläufig und betrug in Q2 2024 1,0 Mio. Euro (Q2 2023: 3,6 Mio. Euro) und der Konzernjahresüberschuss lag bei -1,6 Mio. Euro (Q2 2023: 0,5 Mio. Euro).

„Nach einem unerwartet starken Nachfrageeinbruch in der ersten Jahreshälfte sehen wir positive Anzeichen dafür, dass der Markt die Talsohle erreicht hat und bis zum Jahresende keine weiteren Rückgänge zu erwarten sind“, sagt Jerko Bartolić, Geschäftsführer und CEO von Booster Precision Components.

Ausblick für das Gesamtjahr angepasst

Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung wurde die ursprüngliche Gesamtjahresprognose von Booster angepasst. Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 6. August 2024 verkündet, geht Booster nun von einem Umsatzrückgang von bis zu 10% (2023: 183,6 Mio. Euro) und einem Ergebnisrückgang von bis zu 20% (ohne Sondereffekte) aus (EBITDA 2023: 21,3 Mio. Euro). Die ursprüngliche Prognose sah einen moderaten Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich (2023: 183,6 Mio. Euro) und einen moderaten Ergebnisanstieg (EBITDA 2023: 21,1 Mio. Euro) vor. Das Management wird im Rahmen der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2025 und folgende mögliche Auswirkungen signifikanter Veränderungen im aktuellen Marktumfeld prüfen und berücksichtigen.

Der ungeprüfte Konzernabschluss der BOOSTER Precision Components GmbH für das erste Halbjahr 2024 wird unter booster-precision.com/en/investor-relations/financial-reports.html verfügbar sein.

www.fixed-income.org
Foto: © Booster Precision Components GmbH


 

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