YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

BNY Mellon IM: Wahl in Großbritannien - ein arbeitsunfähiges Parlament?

Die Premierministerin hat keine eindeutige Mehrheit im Parlament hinter sich. Was bedeutet dieses „Hung Parliament“ für die Handlungsfähigkeit der Regierung? Wie werden die Märkte auf dieses Wahlergebnis reagieren? Und was bedeutet es für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen? Die Experten der Boutiquen von BNY Mellon Investment Management IM, dem weltweit größten Multi-Boutique-Asset-Manager, geben ihre Einschätzung.

Paul Hatfield, Global Chief Investment Officer bei Alcentra, einer Boutique von BNY Mellon IM:
„Der Umstand, dass es im Parlament nun keine klaren Mehrheitsverhältnisse mehr gibt, dürfte die sowieso bereits schwierigen Brexit-Verhandlungen noch zusätzlich erschweren, und die daraus resultierende Unsicherheit ist für die Märkte nicht gerade förderlich. Angesichts des unklaren politischen Umfelds, in dem konkrete Veränderungen nur schwer umzusetzen sein werden, gehe ich davon aus, dass die Märkte langsam abwärts tendieren werden. Derweil dürfte das Pfund Sterling von der gerade aktuellen Nachrichtenlage bestimmt werden – je nachdem, mit welchem Ausgang man bei den Verhandlungen über die zukünftigen Handelsbeziehungen rechnet.“

Paul Brain, Leiter Anleihen bei Newton Investment Management, einer Boutique von BNY Mellon IM:
„Ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse könnten die Märkte wegen der damit verbundenen Unsicherheit zwar zum Schwanken bringen, doch auch eine solche Entwicklung dürfte lediglich vorübergehender Natur sein. Wir können ein Ringen um die politische Führung und auch eine weitere Wahl nicht ausschließen. Dies verlängert die Unsicherheit. Weitere Sparmaßnahmen sind wahrscheinlich, da die Konservativen nicht in der Lage sein werden weitere Einsparungen durchzusetzen. Das wird sich negativ auf den Markt für britische Staatsanleihen (Gilts) auswirken und die Renditen könnten steigen.

Darüber hinaus wird es vermutlich zu einer Abwertung des Pfund Sterling kommen. Diesem Trend widerspricht allerdings die Tatsache, dass das britische Pfund relativ günstig ist. Zudem könnte sich der Glaube, dass die Regierung einen sanfteren Ansatz bei den Brexit-Verhandlungen wählt, als Irrtum erweisen.“

Howard Cunningham, Anleihen-Portfoliomanager bei Newton Investment Management, einer Boutique von BNY Mellon IM:
„Ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse wird vermutlich eine relativ heftige Reaktion des Marktes auslösen, weil dieses Szenario in den Kursen momentan nicht berücksichtigt wird. Dadurch würde die Unsicherheit nämlich noch zunehmen, wodurch das Pfund Sterling beeinträchtigt werden würde. Parallel dazu würden britische Staatenleihen (Gilts) von der daraus resultierenden „Flucht in Qualität“ (im Hinblick auf britische Vermögenswerte und Investoren) zunächst profitieren. Mit der Wahrscheinlichkeit einer von den Konservativen angeführten Regierung könnten zumindest einige Zugeständnisse bei den Staatsausgaben notwendig werden, um auf diese Weise eine andere Partei als Juniorpartner für eine Regierungskoalition zu gewinnen. Dadurch jedoch würden die Gilt-Renditen sowie das Emissionsvolumen britischer Staatsanleihen dann ebenfalls nach oben getrieben werden. Außerdem würde eine eher instabile Koalitionsregierung dazu führen, dass die Investoren höhere Risikoaufgelder einfordern, so dass sich die Zinskurve britischer Staatsanleihen versteilen sollte.

Falls sich eine Labour-geführte Koalition abzeichnen sollte, würden die Gilt-Renditen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ansteigen. In diesem Fall hätten steigende Staatsausgaben nämlich ein höheres Emissionsvolumen britischer Staatspapiere zur Folge. Gleichzeitig würde ein rasanterer Anstieg der Mindestlöhne, der Lebenshaltungskosten sowie der Gehälter im öffentlichen Dienst auch für eine höhere Inflation sprechen (beides wäre für Anleihen negativ). Indexgebundene Gilts könnten sich vor diesem Hintergrund zwar besser entwickeln als konventionelle britische Staatsanleihen, würden Anlegern aber vermutlich trotzdem Verluste bescheren.

Was den Brexit betrifft, der die Wechselkurse sowie die Renditen britischer Staatsanleihen auf längere Sicht ja nach wie vor maßgeblich bestimmt, so wäre die Verhandlungsposition Großbritanniens ohne eindeutige Mehrheitsverhältnisse im Parlament wahrscheinlich nicht mehr so entschlossen wie zuletzt noch. Dann nämlich dürfte die interne Verständigung auf eine gemeinsame Verhandlungsposition länger dauern, so dass für die letztendlichen Verhandlungen mit der EU noch weniger Zeit bliebe. Dadurch aber würden die Chancen auf ein (für alle Beteiligten) optimales Ergebnis geschmälert werden. Obwohl eine weniger geschlossene (und nicht so gut vorbereitete) britische Delegation am Verhandlungstisch durchaus im Sinne der EU-Institutionen sein könnte, dürften sich die Staats- und Notenbankchefs auf beiden Seiten des Ärmelkanals vor den potenziellen Auswirkungen dieser größeren Unsicherheit auf Volkswirtschaften und Märkte aber trotzdem eher fürchten.“

Rowena Geraghty, Staatsanleihen-Analystin bei Standish Mellon, einer Boutique von BNY Mellon IM:
„Dieser Wahlausgang hat eine instabile Regierung zur Folge, welche die schwierigen Brexit-Verhandlungen möglicherweise nicht überstehen wird. Deshalb könnten Ende 2018/ Anfang 2019 – wenn die finalen Rahmenbedingungen für den Brexit feststehen – erneut vorgezogene Neuwahlen angesetzt werden. Die geringe Mehrheit der Konservativen wird wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Parteiposition von Premierministerin May haben, die sich nun vermutlich mit euroskeptischen Parlamentariern auseinandersetzen muss. Letztendlich könnte es sogar dazu kommen, dass die Konservativen einen neuen Parteivorsitzenden ernennen. Außerdem sorgt dieser Wahlausgang für große Unsicherheit um die zukünftige Haushaltspolitik. Aufgrund der Besorgnisse, dass Großbritannien aus der EU austreten könnte, ohne dass zuvor eine Einigung über die künftigen Beziehungen ausgehandelt worden ist, rechnen wir ferner mit einer Abwertung des Pfund Sterling. Gleichzeitig sollten britische Staatsanleihen (Gilts) durch mögliche Schwankungen der Stimmungslage unter Druck bleiben.“

http://www.fixed-income.org/  (Foto: Rowena Geraghty © Standish Mellon/BNY Mellon IM)
------------------------------------------------------------------------
FINANZIERUNGSTAG für Immobilienunternehmen

Namhafte Referenten u.a. von Börse München, BVT, Dentons, Exporo, JLL, LEG Immobilien, Quirin Privatbank und sparendo stellen Ihnen die wichtigsten Trends rund um alternative Finanzierungen für Immobilienunternehmen vor. Die diesjährigen Themenschwerpunkte sind:

-
Mezzanine-Finanzierung
- Schuldscheindarlehen
- Crowdfunding
- Unternehmensanleihe
- IPO


http://www.finanzierungstag.com/
------------------------------------------------------------------------


Investment
Die aktuelle Zins­ent­schei­dung der EZB kom­mentiert Jill Hirzel, Senior Invest­ment Specialist bei Insight Invest­ment:Die EZB hat die Zinssätze in…
Weiterlesen
Investment
Die Europä­ische Zentral­bank hat den Einlagen­zins auf ihrer gestrigen Sitzung unver­ändert bei 2,25% belassen. Konstantin Veit, Port­folio­manager…
Weiterlesen
Investment
BlackRock ver­öffent­licht heute seinen Fixed Income Outlook für das dritte Quartal 2026. In einem Umfeld, das weiterhin von geo­poli­tischen…
Weiterlesen
Investment
Die morgigen Sitzung der Europä­ischen Zentral­bank (EZB) kommen­tiert Claudia Fontanive-Wyss, Portfolio­managerin bei Vontobel:Wir erwarten, dass die…
Weiterlesen
Investment

Kommentar von Ophelie Mortier, Chief Sustainable Investment Officer bei DPAM

Am 24. Juni hat der EU-Rat seinen Vor­schlag für die Reform der Nach­haltig­keits-Offen­legungs­ver­ord­nung SFDR vorgelegt. Ab vor­aus­sicht­lich…
Weiterlesen
Investment

Finanzsektor war weltweit die größte Quelle sowohl für Dividenden als auch für Aktienrückkäufe

Laut der ersten Aus­gabe des „Janus Henderson Global Dividend and Buyback Index“ stiegen die welt­weiten Divi­denden im ersten Quartal 2026 auf 424,5…
Weiterlesen
Investment
Die Renten­märkte sind gestützt durch eine wider­stands­fähige Kon­junktur, solide Unter­nehmens- und Ver­braucher­bilanzen sowie günstige…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die allge­meine Ab­schwä­chung der Inflation – die Gesamt­inflation ist im Juni wieder unter 3% gesunken – spricht dafür, dass die Europä­ische…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Zölle könnten in den kom­menden Monaten erneut zu einem zentralen Markt­thema werden. Obwohl sie nach den starken Markt­tur­bulenzen, die Donald…
Weiterlesen
Investment

von John Kerschner, Global Head of Securitised Products, Janus Henderson Investors

Die jüngste Out­per­for­mance der CLO-Sektoren ist kein Aus­reißer: BBB-CLOs waren nicht nur seit Jahres­beginn (YTD) 2026 der Fixed-Income-Sektor mit…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!