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Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds: Interview mit Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand, KFM Deutsche Mittelstand AG

Seit 7. November kann der neue Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds via Börsenorder an der Börse Frankfurt geordert werden. Im Gespräch mit fixed-income.org erläutert KFM-Vorstand Hans-Jürgen Friedrich die Investmentstrategie.

fixed-income.org:
Was hat Sie zur Gründung des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds bewogen?

Friedrich: Wir haben den Fonds zusammen mit der Warburg Invest initiiert, weil wir erkannt haben, dass viele institutionelle und private Investoren sich mit dem attraktiven und wachsenden Marktsegment der Mittelstandsanleihen beschäftigen. Jedoch scheuen viele Investoren das Klumpenrisiko eines einzelnen Investments. Unser erfahrenes und professionelles Fondsmanagement ist besser in der Lage, sich mit jedem Einzelinvestment zu beschäftigen und hier für seine Anleger eine größere Transparenz zu schaffen. Wir sind mit dem Ziel angetreten, dem Anleger eine sichere und renditestarke Geldanlage im deutschen Mittelstand zu ermöglichen.

fixed-income.org: In welche Werte investiert der Fonds und wie ist Ihre Strategie?

Friedrich: Die Investmentstrategie des Fonds basiert auf den Anforderungen der Anleger nach Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Mit dem Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds partizipiert der Investor an den attraktiven Renditen für Mittelstandsanleihen in Höhe von 5 bis 11%, ohne das Risiko eines Einzelinvestments eingehen zu müssen. Der Fonds investiert in ein Bündel von Mittelstandsanleihen und strebt bis zu 100 verschiedene Investments in Mittelstandsanleihen in seinem Portfolio an. Kernstück der Fondsauswahl ist das umfassende KFM-Scoring-Modell, mit dem vielfältige qualitative und quantitative Kennzahlen und Faktoren bewertet und anschließend zu einem Gesamturteil zusammengefasst werden. Das Fondsmanagement investiert nur in die Anleihen, die den Analyseprozess des KFM-Scoring-Modells, das exklusiv dem Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds zur Verfügung steht, erfolgreich bestehen. Die Verfügbarkeit der durch den Investor angelegten Gelder wird durch die Einführung des Liquiditätsportfolios im Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds erhöht. Das Liquiditätsportfolio soll bis zu 25% des Fondsvolumens in börsennotierte festverzinsliche Wertpapiere investieren, die nach Möglichkeit zu den Top-500-Familienunternehmen in Deutschland zählen.

fixed-income.org: Wie lauten die Anlageregularien?

Friedrich: Die Höchstgrenze der Anlage in Wertpapiere desselben Emittenten darf gemäß Prospekt bei maximal 10% liegen. In Zukunft wird der Fonds die Investments noch breiter streuen und strebt eine Begrenzung pro Titel auf 1% an.

fixed-income.org: In welche Risikoklasse ist der Fonds eingruppiert?

Friedrich: Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds ist aufgrund seiner Diversifikation und geringeren Schwankungsbreite in die Risikoklasse 3 eingestuft worden (Skala 1 – 7; wobei 1 = geringeres Risiko und 7 = höheres Risiko).

fixed-income.org: Es gibt viel Kritik an Mittelstandsanleihen. Wie stehen Sie dazu?

Friedrich: Kritik an einzelnen Anleihen zu äußern, ist sicherlich im Einzelfall wichtig und richtig. Wir wissen auch, dass das Marktsegment noch jung ist und sich aktuell erst in seiner Reifephase befindet. Auch wir haben unsere Kritik an einzelnen Emittenten geäußert. Insbesondere dann, wenn wir dem Unternehmen die Kapitalmarktfähigkeit aberkennen oder Unternehmen es mit der gebotenen Transparenz nicht so ernst meinen. Jedoch das gesamte Segment zu verdammen, halten wir für überzogen. Bestes Beispiel für das Erwachsenwerden ist die Entwicklung in den letzten Wochen. Wir sehen Emissionen von bonitätsstarken oder wachstumsstarken Unternehmen, die sind in wenigen Stunden platziert. Bei anderen, die die Usancen und Regelwerke des Kapitalmarktes nicht ernst nehmen, schlägt das Emissionsvorhaben fehl. Das halten wir für einen gesunden Prozess, der die Spreu schon früh vom Weizen trennt. Es kommt auch hier auf eine tiefe und fundierte Analyse der Einzeltitel an.

fixed-income.org: Welches Zielvolumen streben Sie mit dem Fonds an?

Friedrich: Im ersten Schritt peilt der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds ein Volumen von 20 Mio. Euro an, das sukzessive auf über 100 Mio. Euro anwachsen soll. Wir gehen davon aus, dass der Markt für Mittelstandsanleihen weiter wachsen wird. Gleichzeitig wird die Nachfrage der Investoren nach Zinsanlagen, welche über der Inflationsrate liegen, zunehmen.

fixed-income.org: Welche Kostenstruktur hat der Fonds?

Friedrich: Die Verwaltungsaufwendungen betragen 1,5% p.a.

fixed-income.org: Was unterscheidet den Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds von anderen Mittelstandsanleihenfonds?

Friedrich: Die Fondsstruktur, bestehend aus dem Liquiditätsportfolio und dem Kernportfolio, ist nach unserer Analyse einzigartig. Mit dieser Struktur soll zu jeder Zeit eine hohe Liquidität des Fonds gewährleistet werden. Externe Ratings finden bei der Unternehmensanalyse nur eine untergeordnete 
Verwendung. Die Anleihen, in die investiert wird, werden von uns permanent und intensiv analysiert. Dabei geben die Ergebnisse nach dem KFM-Scoring Modell die Kaufs- und Verkaufsempfehlungen. Ferner ist der Fonds völlig unabhängig und nicht verpflichtet, Anleihen von Emittenten zu kaufen, zu denen die Warburg Gruppe oder wir in Geschäftsbeziehungen stehen. Künftig werden wir den Investoren jedes getätigte Investment auf der Homepage des Fonds anschaulich darstellen. Wir wollen dem Anleger die gewünschte Transparenz liefern und ihm aufzeigen, wie sein Geld investiert ist und welche Erträge erwirtschaftet werden.

fixed-income.org: Welche Zielrendite streben Sie an?

Friedrich: Die Zielrendite liegt in einem Korridor von 5% bis 6%. Mit dem seit dem 15. September 2010 geführten Musterdepot wurde im Kernportfolio – ohne Berücksichtigung des auf Sicherheit ausgerichteten Liquiditätsportfolios – eine Rendite von 8,09% p.a. erreicht. In den letzten beiden Jahren lag diese Rendite im Musterdepot bei durchschnittlich über 10% p.a.

Eckdaten des Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds:

ISIN

LU0974225590

Zeichnungsfrist

07.11.-25.11.2013
Zeichnung am Börsenplatz Frankfurt via Börsenorder möglich

Notierungsaufnahme

02.12.2013

Internet

www.kfmag.de


www.fixed-income.org

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