YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

US-Zölle: Was sollte die Schweiz jetzt tun?

von André Figueira de Sousa und Lowie Debou, DPAM

André Figueira de Sousa © DPAM

Vergangene Woche kündigte US-Präsident Trump „gegenseitige“ Zölle für Länder an, die noch keine Handels­abkommen mit den USA abge­schlossen haben. André Figueira de Sousa und Lowie Debou, Fonds­manager Fixed Income bei DPAM, skizzieren die Konse­quenzen:

Die Zölle liegen zwischen 10% und 41% und sollen am 7. August in Kraft treten. Besonders überraschend war die Verhängung eines Zolls von 39% gegenüber der Schweiz, wo man mit einem günstigeren Handelsabkommen gerechnet hatte. Schon während der Handelsverhandlungen zwischen den USA und Europa hatte Trump unerwartet mit Zöllen von bis zu 30% auf alle EU-Exporte gedroht. Letztendlich einigte sich die EU mit den USA auf einen Kompromiss, der weitgehend dem mit Japan geschlossenen Abkommen entsprach. Die Schweizer Regierung erklärte, dass sie mit Washington auch über den Zeitpunkt hinaus verhandeln werde, an dem die neuen Zölle in Kraft treten. Zölle in Höhe von 39% dürften es Schweizer Exporteuren schwer machen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

In der EU regte sich viel Widerstand von EU-Politikern gegen das geschlossene Handelsabkommen. Da die USA als weltweit größter Importeur aber die stärkere Position innehaben, würde jedes Handelsabkommen asymmetrisch ausfallen. Für viele Länder wäre der Verlust des Zugangs zum amerikanischen Markt ein Rückschlag, der sich nicht ohne Weiteres ausgleichen lässt. Da der Protektionismus weltweit auf dem Vormarsch zu sein scheint, fallen die Kosten einer Ausgrenzung aus dem US-Markt immer stärker ins Gewicht.

Um günstigere Bedingungen zu erhalten, müssen die Schweiz und andere Länder möglicherweise dem Beispiel der EU und Japans folgen, die sich unter anderem verpflichtet haben, mehr Energie aus den USA zu beziehen und ihre Direktinvestitionen in die US-Wirtschaft zu erhöhen.

Da die Industrieländer derzeit keine Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, dürfte in den betroffenen Ländern keine unmittelbare Inflationsgefahr bestehen. Die Risiken solcher Vergeltungsmaßnahmen wären erheblich. So könnten höhere Zölle auf US-Waren zu weniger Wachstum und steigender Inflation im Inland führen. Dies wäre insbesondere für Länder wie Großbritannien und Japan problematisch, wo die Inflation bereits deutlich über dem Zielwert der Zentralbank liegt.

www.fixed-income.org


 

Investment
Anläss­lich der Fed-Sitzung nächste Woche kommen­tieren Experten von Insight Invest­ment Experten, Teil von BNY Mellon und einer der größten Fixed…
Weiterlesen
Investment
Markt­kommen­tar des BlackRock Invest­ment Institute (BII). Ann-Katrin Petersen, Leiterin Kapital­markt­strategie Deutsch­land, Schweiz, Öster­reich…
Weiterlesen
Investment
Das dritte Quartal 2026 stand im Zeichen geo­politisch getrie­bener Energie­preise und restrik­tiver Noten­banken. Die Kon­junktur blieb über­raschend…
Weiterlesen
Investment

von Richard Bernstein, Global Head of Macro and Customized Investing, Chris Benway, Director of Research, and Michael Talaga, Global Head of Credit…

Anleger neigen dazu, den Zentral­banken viel Aner­kennung für die mehr als 30 Jahre an­dauernde Des­inflation zu zollen, die vor der Pandemie…
Weiterlesen
Investment

von Ken Orchard, CIO Fixed Income, T. Rowe Price

Steigende Anleihe­renditen bedeuten nicht zwangs­läufig, dass die Zentral­banken alle Zinser­höhungen vor­nehmen werden, die die Märkte derzeit…
Weiterlesen
Investment
Europä­ische High-Yield-Anleihen bieten weiterhin attraktive laufende Erträge, während das Durationsrisiko vergleichs­weise begrenzt bleibt. Die…
Weiterlesen
Investment

von Thomas Timmermann, Fondsmanager bei DPAM

Der Markt für Schwellen­länder-Unter­nehmens­anleihen hat heute ein Volumen von 2,6 Billionen US-Dollar und über­trifft sowohl den globalen…
Weiterlesen
Investment
Strategie­wechsel bei BlackRock. Nach fast zwei Jahren der Überge­wichtung werden US-Aktien auf neutral zurück­gestuft und US-Staats­anleihen…
Weiterlesen
Investment

Renditen langlaufender Staatsanleihen sind auf ein Niveau gestiegen, das zuletzt zur Zeit der globalen Finanzkrise zu beobachten war

Der aktuelle Ausver­kauf von lang­lau­fenden Anleihen hat die Argu­mente gestärkt, kurz­laufende Anleihen in Betracht zu ziehen, da stei­gende…
Weiterlesen
Investment
Wer in Bukarest Blut spendet, bekommt als Danke­schön die Chance, Anleihen zu zeichnen. Was wie eine Kuriosität wirkt, steht für einen größeren Trend:…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!