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Ekotechnika: Creditreform senkt Rating auf CCC

Die Creditreform Rating AG hat das Unternehmensrating der Ekotechnika GmbH, deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der Ekoniva-Technika Gruppe, auf CCC gesenkt (bisher B). Als Gründe wurden neben der Entwicklung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2013/14, (31.3.2014) die Finanzierungssituation auf dem russischen Markt sowie das aktuelle politische Umfeld angeführt.

„Mit Blick auf das aktuelle Marktumfeld sind wir mit unserer operativen Entwicklung recht zufrieden“, so Stefan Dürr, Gründer und Mehrheitsgesellschafter der Ekotechnika-Gruppe. „Wir sind davon überzeugt, dass wir als Marktführer aus dem aktuell schwierigen Umfeld mit einer noch besseren Marktpositionierung hervorgehen werden.“

Ekotechnika hatte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 einen Umsatz von 65,1 Mio. Euro (Vj. 71,2 Mio. Euro) erzielt. Die Verringerung des Konzernumsatzes im saisonal schwächeren ersten Halbjahr war allein auf Währungseinflüsse zurückzuführen. Im Berichtszeitraum von Oktober 2013 bis März 2014 setzte die Gesellschaft in Rubel rund 5 % mehr um. Mit einem Wachstum um 56 % auf 13,4 Mio. Euro (Umsatzanteil von 21 %) entwickelten sich die Erlöse aus dem Ersatzteilgeschäft sehr positiv. Die Service Sparte und die Sonstigen Erlöse wuchsen von 2,1 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro (Umsatzanteil von 5 %). Bei der Ergebnisentwicklung machten sich die Währungsverluste negativ bemerkbar. Das EBITDA lag bei 0,5 Mio. Euro gegenüber 1,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Periodenfehlbetrag lag bei -10,6 Mio. Euro (Vj. -5,3 Mio. Euro) (siehe ausführliche Meldung vom 30. Juni 2014).

Landmaschinenmarkt in Russland derzeit herausfordernd

Der Absatz importierter Landtechnik in Russland ist in der aktuellen Saison teilweise deutlich geringer, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwar gibt die ertragreiche Erntesaison bei einem guten Preisniveau Landwirten die Möglichkeit, weiter in moderne Technik zu investieren, allerdings ergab sich aus der im Mai 2013 begonnenen Abwertung des Rubels im Vergleich zu EUR und USD ein zwischenzeitlicher Preisanstieg der Maschinen um über 25 % für die russischen Landwirte. Inzwischen hat sich der Rubelkurs zwar wieder etwas erholt, die Unsicherheit bleibt jedoch vorerst. Zudem haben sich die Finanzierungsmöglichkeiten der Agrarunternehmen verschlechtert – einerseits aufgrund eingeschränkter staatlicher Förderung, andererseits aufgrund der teilweisen Zurückhaltung russischer Banken bei der Finanzierung der Agrarbranche.

Ausblick: Weiteres Wachstum im After-Sales und positiver Cashflow

Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres von April bis September 2014 erwartet Ekotechnika eine positive operative Entwicklung im Vergleich zum saisonal schwächeren ersten Halbjahr. Dies wird durch die guten Maschinenverkäufe in den wichtigen Monaten April bis Juni bestätigt. Die Verkaufszahlen von Ekotechnika liegen in ihren Verkaufsregionen weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das margenstarke After-Sales-Geschäft wird weiter zulegen und den Anteil am Konzernumsatz erhöhen. „Wir arbeiten seit geraumer Zeit intensiv an der Verbesserung unserer operativen Effizienz sowie der Reduzierung von Beständen und Forderungen. Wenngleich das aktuelle Marktumfeld hierfür nicht förderlich ist, haben wir bereits erkennbare Fortschritte erzielt“, sagt Wolfgang Bläsi, Geschäftsführer der Ekotechnika GmbH. Nach dem Zahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit nach Steuern und Zinsen in Höhe von 20,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr sollte der Cashflow auch im Gesamtjahr positiv sein.


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