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Gute Rendite-Aussichten bei Schwellenländeranleihen

Während die Kapitalmärkte unter den Auswirkungen der Coronakrise leiden, suchen Investoren nach Assetklassen, die derzeit gute Rendite-Aussichten bieten. Denise Simon, Co-Head und Portfoliomanagerin/Analystin im Emerging Markets Debt-Team bei Lazard Asset Management, sieht Chancen bei Schwellenländeranleihen. Ihrer Meinung nach dürfte die Assetklasse in den nächsten zwölf Monaten zumindest in Teilen hohe einstellige Renditen ermöglichen.

Nach den Schocks durch die Coronapandemie sind Schwellenländeranleihen aus Sicht der Expertin derzeit attraktiv – sowohl aus historischer Sicht als auch im Vergleich zu anderen Fixed-Income-Investments. Der jüngste Abverkauf habe die Bewertungen auf Niveaus gedrückt, die den zugrundeliegenden Fundamentaldaten nicht länger entsprechen. „Zu Beginn der Krise waren die Bilanzen vieler Schwellenländer in recht guter Verfassung. Die Verschuldung in Relation zum BIP lag durchschnittlich bei etwa 50 Prozent. Trotz des Schocks der Coronapandemie, der zu einem starken Wachstumsrückgang und einer Ausweitung der Haushaltsdefizite führen dürfte, waren höherwertige Länder mit Marktzugang und robusten Bilanzen in der Lage, auf die Krise zu reagieren und unterstützende Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Denise Simon. Zudem sind die Währungsabsicherungskosten deutlich gesunken, was Schwellenländeranleihen für Euro-Investoren zusätzlich attraktiv macht. Insgesamt erwartet die Expertin bei Schwellenländeranleihen in den nächsten zwölf Monaten hohe einstellige Renditen.

Differenzierung ist entscheidend

Die Auswirkungen der Pandemie dürften sich zwar über verschiedene Wege negativ auf die Fundamentaldaten aller Schwellenländer auswirken, aber die Stärken und Schwachstellen seien innerhalb des Anlageuniversums sehr unterschiedlich verteilt. „Wir sehen zum Beispiel nach wie vor interessante Perspektiven bei Staats- und Unternehmensanleihen in Hartwährung“, sagt die Portfoliomanagerin.

Einige Länder seien gut positioniert, um einen globalen Konjunkturabschwung zu überstehen, und hätten strenge politische Maßnahmen ergriffen, um die Pandemie einzudämmen. Andere Länder hingegen seien aufgrund der Krise von einem Liquiditätsengpass bedroht. „Länder, in denen wir ein bedeutendes Ausfallrisiko sehen, machen allerdings weniger als drei Prozent des EMBIGD-Index aus. Das ist etwa die Hälfte weniger als das, was die aktuellen Marktpreise implizieren“, so Denise Simon.

Die Emittenten von Unternehmensanleihen in den Emerging Markets würden zudem in der Regel eine geringere Verschuldung aufweisen als ihre Pendants in den Industrieländern. „Auch wenn wir einen leichten Anstieg in der Ausfallrate bei den High-Yield-Emittenten aus den Emerging Markets beobachten können – die aktuellen Prognosen liegen hier bei fünf Prozent –, erscheint dies im Vergleich zu der zehnprozentigen Ausfallprognose für High-Yield-Emittenten aus den USA verhältnismäßig gering“, erklärt Denise Simon.

Trotz der positiven Aussichten für Schwellenländeranleihen in den kommenden Monaten betont die Expertin, dass nicht alle Titel innerhalb der Anlageklasse die gleichen Renditeaussichten böten. Dies spreche für ein aktives Anlagenmanagement. „Wir sehen derzeit sehr attraktive Chancen“, so Frau Simon. „Dies ist jedoch kein Beta-Handel. Eine intensive Bottom-up-Fundamentalanalyse ist essenziell, um Investmentgelegenheiten ergreifen zu können und in diesem herausfordernden Marktumfeld die Gewinner von den Verlierern zu unterscheiden.“

Als indirekte Tochtergesellschaft von Lazard Ltd (NYSE: LAZ) bietet Lazard Asset Management (LAM) weltweit eine breite Palette von Aktien-, Anleihen- und Alternativen Investmentprodukten. LAM und verbundene Vermögensverwaltungsgesellschaften der Lazard-Gruppe verwalten ein Kundenvermögen in der Höhe von 176 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2020).

https://www.fixed-income.org/
Foto: Denise Simon
© Lazard


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