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Historische Höchststande bei Geldmarktfonds: Diese drei Faktoren treiben das Wachstum

von Joanne Bartell, Portfolio Manager bei Federated Hermes

Joanne Bartell © Federated Hermes

Die globalen Geld­markt­fonds verzeich­neten Ende 2025 trotz sinkender Zinsen ein Rekord­volumen von 10 Billionen US-Dollar. Dabei wirken drei zentrale Faktoren als treibende Kräfte hinter diesem Anstieg: 

1.  Ein sicherer Hafen:
Geldmarkt­fonds – die in der Regel aus kurzfristigen, hochwertigen Anlagen bestehen – können eine risikoärmere Anlageoption darstellen und sind daher in Phasen erhöhter Marktvolatilität besonders gefragt. In den USA wurde das Verbrauchervertrauen beispielsweise durch einen schwächelnden Arbeitsmarkt, steigende Preise und die anhaltende Unsicherheit über Zölle belastet. Das Anlegervertrauen wurde zudem durch die Sorge erschüttert, dass der KI-Boom an Dynamik verlieren könnte.

2.  Hohe Renditen sichern
Trotz geldpolitischer Lockerungen bleiben die Renditen im historischen Vergleich hoch und eine Rückkehr zu einer Phase mit Zinsen nahe null erscheint unwahrscheinlich. Für 2026 werden zwar weitere Zinssenkungen erwartet, doch Geldmarktfonds verfolgen typischerweise eine „Laddered“-Strategie: Sie investieren in Wertpapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten, die vor den Zinssenkungen zu höheren Zinsen erworben wurden. Dadurch fallen die Renditen dieser Portfolios im Vergleich zum Gesamtmarkt langsamer, sodass Anleger länger von höheren Erträgen profitieren können.

3.  Innovation
Ein weiterer Grund für die steigende Attraktivität von Geldmarktfonds ist die zunehmende Verbreitung der Tokenisierung in dieser Anlageklasse. Dabei werden Eigentumsrechte oder Ansprüche in digitale Token umgewandelt, die auf einer Blockchain gespeichert werden. Dies kann zu niedrigeren Betriebskosten, höherer Liquidität und schnelleren Abwicklungszyklen führen.

www.fixed-income.org

 

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