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Hörmann Finance: Ergebnis im ersten Halbjahr 2015 verbessert

Konzern-EBIT steigt von 0,7 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro

Die Hörmann Finance GmbH erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Konzernumsatz von 198,1 Mio. Euro und blieb damit um 7,6 % weniger als geplant unter dem entsprechenden Vorjahreswert (Vorjahr: 214,5 Mio. Euro). Vor allem im größten Geschäftsfeld Automotive konnten die Planungen übertroffen werden. Hier wurde im zweiten Halbjahr 2014 ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm initiiert, durch das sich insbesondere das Ergebnis verbesserte: Konzernweit erhöhte sich das EBIT im Halbjahresvergleich von 0,7 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro.

An den Automotive-Standorten Gustavsburg und Penzberg wurden im ersten Halbjahr 2015 unter anderem die Logistik neu strukturiert und die Automatisierung verschiedener Anlagen vorangetrieben, um die Kosten nachhaltig zu optimieren. Die Umsatzentwicklung im Bereich Lkw wurde bis Ende Juni durch Neuaufträge von Bestands- und Neukunden unterstützt. Die Nachfrage im Produktsegment Landmaschinen blieb dagegen zurückhaltend, hauptsächlich wegen der Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes sowie der allgemeinen Investitionszurückhaltung infolge des niedrigen Weizenpreises. In Summe lag der Umsatz im Geschäftsbereich Automotive nach sechs Monaten bei 172,0 Mio. Euro gegenüber 175,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Segment-EBIT profitierte von den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen und verbesserte sich auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro).

Im Geschäftsfeld Engineering lag der Umsatz von Januar bis Juni 2015 mit 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 26,8 Mio. Euro) noch deutlich unter dem Vorjahresniveau, was wesentlich auf verschobene Projektabrechnungen im Berichtszeitraum zurückzuführen war. Der gute Auftragsbestand und die aktuelle Projektentwicklung sprechen allerdings dafür, dass der bestehende Rückstand bis zum Jahresende 2015 aufgeholt werden kann. Das EBIT stieg in den ersten sechs Monaten 2015 von 0,9 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro.

Der Bereich Dienstleistung Kommunikation wies im Berichtszeitraum einen Umsatz von 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro) und ein EBIT von -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) aus. Hier haben vor allem der lang anhaltende Winter und die damit einhergehenden Projektverschiebungen sowie die schwache Nachfrage im Freileitungsbau zur Umsatz- und Ergebnisreduzierung beigetragen. Auf Basis der guten Auftragsentwicklung wird dennoch damit gerechnet, dass im Gesamtjahr das 2014er Niveau erreicht werden kann.

Zur Ergebnisverbesserung der Hörmann Finance Gruppe, die zum Stichtag 30. Juni 2015 insgesamt 2.276 (30.06.2014: 2.409) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigte, trugen insbesondere die Reduzierung der Materialquote sowie Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei. Per saldo wurde in den ersten zwei Quartalen ein EBITDA von 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) und ein EBIT von 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) erwirtschaftet. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei -1,4 Mio. Euro und damit 1,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (Vorjahr: -3,3 Mio. Euro). Das Finanzergebnis, das sich auf -4,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,6 Mio. Euro) belief, war geprägt von der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und vom stichtagsbezogen negativen Beteiligungsergebnis der assoziierten Unternehmen.

Das Eigenkapital der Hörmann Finance GmbH beträgt zum Berichtsstichtag 68,5 Mio. Euro (31.12.2014: 70,7 Mio. Euro). Im Verhältnis zu der auf 224,8 Mio. Euro (31.12.2014: 221,2 Mio. Euro) gestiegenen Konzernbilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Stichtag auf 30,5 % (31.12.2014: 32,0 %). Der Nettofinanzmittelbestand belief sich auf 17,2 Mio. Euro (31.12.2014: 32,4 Mio. Euro), die liquiden Mittel auf 69,3 Mio. Euro (31.12.2014: 87,9 Mio. Euro).

Auf Basis der aktuell positiven Geschäftsentwicklung insbesondere im Geschäftsfeld Automotive hat die Hörmann Finance GmbH ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2015 leicht nach oben korrigiert und rechnet nun mit einem Konzernumsatz von etwa 445 Mio. Euro (bisherige Prognose: 415 bis 425 Mio. Euro; Vorjahr: 418,0 Mio. Euro), wovon rund 335 Mio. Euro (Vorjahr: 348,4 Mio. Euro) auf den Bereich Automotive entfallen. Das in dem Geschäftsfeld umgesetzte Restrukturierungsprogramm wird im laufenden Jahr bereits zu einer Kostenentlastung führen, sodass das Segment-EBIT 2015 trotz des niedrigeren Geschäftsvolumens auf einen Wert von etwa 5 Mio. Euro (bisherige Prognose: 3,5 Mio. EUR; Vorjahr: -4,4 Mio. Euro) steigen dürfte. Für den gesamten Hörmann Finance Konzern wurde die EBIT-Prognose von 8 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro angehoben (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro).


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