YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

„Im Hinblick auf Anleihen sind wir für Schwellenländeranleihen optimistischer als für Staatsanleihen aus den Industrienationen“

Léon Cornelissen, Chefvolkswirt, Robeco

Léon Cornelissen, der Chefvolkswirt der Robeco Gruppe, kommt in seinem aktuellen Halbjahresausblick für den Finanzmarkt zu dem Schluss, dass die Weltwirtschaft sich im zweiten Halbjahr 2012 zunächst weiter abschwächen wird. Cornelissen geht jedoch nicht von einer globalen Rezession aus. Er erwartet vielmehr, dass die Weltwirtschaft bereits im vierten Quartal gestärkt aus der Krise hervorgehen könnte. Gute Perspektiven sieht Robeco für Schwellenländeranleihen in lokalen Währungen.

„Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft erst im vierten Quartal 2012 wieder stärker wächst. Zuvor dürfte sich das globale Wachstum im dritten Quartal 2012 jedoch weiter abschwächen “, so Léon Cornelissen. Der sinkende Ölpreis verringert seiner Ansicht nach den Inflationsdruck und ebnet den Weg für weitere geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen. In diesem Szenario besteht Grund zu der Annahme, dass das inflationsbereinigte, reale Einkommen in den Industrienationen steigen könnte. „Was die europäische Schuldenkrise betrifft, spielen Europas Politiker weiter auf Zeit. Das verringert – wenigstens vorübergehend – die Spannungen in der Eurozone“, so Cornelissen.

Auch in den Schwellenländern sieht der Robeco-Experte Anzeichen für eine weitere Abkühlung des
Wachstums. „Die chinesische Wirtschaft leidet unter sinkenden Exporten als Folge der eskalierenden europäischen Schuldenkrise“, so Cornelissen. „Aber auch die chinesische Wirtschaftspolitik hat dazu beigetragen, dass sich der Export abgeschwächt hat. China ist bestrebt den Wohnungsmarkt in den Griff zu bekommen und will Überkapazitäten in bestimmten Sektoren abbauen, wie zum Beispiel in der Stahlindustrie.“ Auch Indien musste im ersten Quartal 2012 einen deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 5,6 Prozent hinnehmen, was für indische Verhältnisse ein sehr niedriges Niveau ist. Die brasilianische Regierung wird nach Ansicht von Cornelissen weiterhin gemeinsam mit der brasilianischen Notenbank eine sehr aktive Rolle in der Wirtschaftspolitik spielen. „Für die russische Wirtschaft ist der sinkende Ölpreis eine schlechte Nachricht, die zuvor durch die Erhöhung der Staatsausgaben vor den Wahlen im März einen Schub erfahren hatte. Jetzt ist das Wachstum rückläufig“, so Cornelissen. Was bedeuten diese Aussichten für einzelne Anlageklassen?

Schwellenländeranleihen in lokalen Währungen attraktiv
„Im Hinblick auf Anleihen sind wir für Schwellenländeranleihen optimistischer als für Staatsanleihen aus den Industrienationen“, so Cornelissen. Schwellenländer zeichnen sich – im Vergleich zu Industrienationen – durch eine weiterhin wesentlich geringere Staatsverschuldung und durch niedrigere Haushaltsdefizite aus. „Unser langfristiger Ausblick für Schwellenländerwährungen ist positiv. Derzeit bieten Schwellenländeranleihen, die in Lokalwährungen notiert sind, durchschnittlich 6,1% Rendite, was im Vergleich zu Staatsanleihen aus den Industrieländern attraktiv ist. Allerdings bevorzugen wirjedoch weiterhin Investment-Grade-Credits vor Schwellenländer-Anleihen, da diese ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis aufweisen.“

Bei Aktien zögert Cornelissen weiter, seine immer noch etwas negative Einschätzung in Bezug auf Finanz-Titel anzupassen. „Außerhalb des Finanzsektors präferieren wir weiterhin ausgewählte zyklische Sektoren, IT-Aktien und Verbrauchsgüter. Bis vor kurzem haben sich diese Sektoren besser entwickelt als der Gesamtmarkt und die Revision der Gewinnerwartungen liegt immer noch über dem Marktdurchschnitt. Allerdings erfordern die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen einen zurückhaltenderen Ansatz.“
--------------------------------------------------------
Veranstaltungshinweis:
Unternehmer-Workshop „Unternehmensanleihen - Finanzierungsalternative für den Mittelstand“
19.09. in Frankfurt
http://www.bond-conference.com/
--------------------------------------------------------

Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Investment

von Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Auch wenn derzeit ein brüchiger Waffen­still­stand herrscht, gibt es keine ein­deutigen oder unmittel­baren Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts…
Weiterlesen
Investment

Anteil von US-Treasuries sinkt um mehr als 10%, alle anderen 9 der Top 10-Emittenten steigen teils sehr deutlich

Institu­tionelle Anleger inves­tieren weiter weltweit in Staats­anleihen und legen einen starken Fokus auf Europa und die USA. Das Volumen ist im 1.…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!