YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

M&G Investments: Bank of England dürfte Unternehmensanleihekaufprogramm umkehren

Im August letzten Jahres beschloss die Bank of England als Reaktion auf das Brexit-Referendum und aus Sorge um einen Zusammenbruch der britischen Wirtschaft ein geldpolitisches Lockerungsprogramm. Dazu zählten Zinssenkungen, Erhöhung der Liquiditätslinien für Banken und erneute Einführung der Kaufprogramme für britische Staatsanleihen und Unternehmensanleihen. Seither ist das Wachstum unverändert positiv und die Arbeitslosigkeit weiterhin niedrig. Die Maßnahmen haben offenbar geholfen.

Richard Woolnough, Fondsmanager des M&G Optimal Income Fund, erwartet daher nun eine Rückabwicklung dieser Krisenmaßnahmen. Ähnlich wie nach der großen Finanzkrise ab 2008 sei die wichtigste Umkehrung der Verkauf von Anleihen nichtstaatlicher Emittenten zurück an den Markt: „Wir befinden uns in einer Situation, in der die Bank of England möglicherweise eine geldpolitische Straffung anstrebt und in der der Bedarf an Notfallkrediten niedrig erscheint“, erläutert Woolnough. „Darüber hinaus stellte die Notenbank unlängst fest, dass die Kreditvergabebedingungen aus aufsichtsrechtlicher Perspektive allmählich zu lax werden. Eine mögliche Lösung könnte sein, Schuldtitel des Unternehmenssektors durch den privaten Sektor finanzieren zu lassen, nachdem dieser zuvor durch das umfangreiche Ankaufprogramm für Unternehmensanleihen der Bank of England aus diesem Segment heraus gedrängt wurde.“

Während der Finanzkrise kaufte die Bank of England ab März 2009 Anleihen, bis April 2013 war der Verkauf zurück an den Markt abgeschlossen. Nach dem Brexit-Votum wurden die Anleihen in einem Zeitfenster von sieben Monaten zwischen September 2016 und April 2017 gekauft. Doch anders als in der Zeit „nach Lehman“ lag der Schwerpunkt diesmal ganz klar auf dem Kauf von Unternehmensanleihen. „Verglichen mit der Finanzkrise ist die quantitative Lockerung auf Unternehmensebene vier Mal so hoch“, stellt Woolnough fest. Grund dafür waren Sorgen, dass sich Unternehmen wegen des Brexit nicht selbst finanzieren und es zu finanziellen Verwerfungen kommen könnte. Tatsächlich blieben die Märkte für Unternehmen aus Großbritannien aber offen, auch im Ausland. „Das ist auch das Ergebnis des Krisenmanagements der Bank of England“, sagt der Fondsmanager.

Nach Woolnoughs Einschätzung nimmt die Notwendigkeit für eine aggressive Geldpolitik und Krisenmaßnahmen in Großbritannien deshalb ab. Insbesondere der Arbeitsmarkt habe sich im letzten Jahr stabil gezeigt. Auch die Spreads auf britische Unternehmensanleihen, die sich durch den Brexit-Schock ausgeweitet hatten, liegen wieder auf deutlich engerem Niveau. So hätten sich auch Mitglieder des britischen Notenbankausschusses kürzlich dafür ausgesprochen, dass die „Krisenzinssenkung“ aus dem Jahr 2016 umgekehrt wird. „Diese Situation bildet einen starken Gegensatz zur gleichen Zeit im letzten Jahr, als die Bank of England in Richtung Lockerung tendierte. Eine Umkehrung der Vorgehensweise scheint an der Tagesordnung zu sein“, erläutert der Anleiheexperte.

Mit Blick auf die Zinsen sei die Aufhebung der Zinssenkung von 0,25%-Punkten nicht allzu dramatisch, da die Marktreaktion darauf letztes Jahr verhalten ausgefallen sei. Der Verkauf von Unternehmensanleihen zurück an den Markt hingegen könne möglicherweise die Wertentwicklung von Unternehmensanleihen in Pfund Sterling belasten, die von der Bank gehalten werden.

http://www.fixed-income.org/   (Foto: Richard Woolnough © M&G)

Investment

von RJ Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes

Die Renditen von Staats­anleihen aus Industrie­ländern sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Ange­trieben wurde diese Ent­wicklung durch den…
Weiterlesen
Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!