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Principal Global Investors: US-Aktienmärkte Q1 2019 - Ein Blick hinter die Volatilität

Zwar seien der US-amerikanische ISM-Einkaufsmanagerindex sowie andere Geschäftsklimaumfragen im Dezember eine Enttäuschung gewesen. Auf der anderen Seite habe der US-Beschäftigungsbericht für Dezember einen größeren Beschäftigungszuwachs als erwartet gezeigt sowie einen soliden Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne. „Während sich zwar das Wirtschaftswachstum klar verlangsamt, sollte die Stärke des Arbeitsmarktes das Gerede von einer Rezession verstummen lassen“, macht Shah deutlich. Die Anlagestrategin verweist auch darauf, dass die Diskussionen rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China zuletzt vorangekommen seien, nachdem die letzten Handelsgespräche mit einem Fortschritt geendet hätten. Sollte das in einem Abkommen resultieren, das neue Zollrunden verhindere, würde das die Sorgen hinsichtlich Unsicherheit für Unternehmen, Unterbrechungen der Lieferketten und einem Anstieg der Einfuhrpreise zerstreuen und Ängste um das globale Wachstum reduzieren. „Allerdings hat sich der Fokus im Handelskonflikt in den letzten Monaten von der Leistungsbilanz Chinas auf das Streben Pekings nach technologischer Führerschaft und Dominanz verlagert – und dieser Punkt wird kurzfristig nicht zu lösen sein“, gibt Shah mit Blick auf den Technologiesektor zu bedenken. Weiterer US-Druck über Ausfuhrkontrollen werde wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Technologieunternehmen sowie auf US-Aktien insgesamt haben.

Wirklich besorgniserregend sei eine weitere Verschlechterung der finanziellen Bedingungen. Laut Shah würde das auf dem Vertrauen lasten, ein Abwärtsrisiko für das Wachstum darstellen und dadurch einen negativen Teufelskreislauf auslösen. „In der Tat ist die überwiegend negative Reaktion der Märkte auf die Resultate der Fed-Sitzung im Dezember der Grund dafür, warum der Präsident der Notenbank Jerome Powell sich in der letzten Woche genötigt sah, eine beruhigende Botschaft zu kommunizieren“, so Shah. Eine Leitzinserhöhung im März scheint somit vom Tisch und künftige Entscheidungen würden von der Datenlage abhängen.

Die äußerst positiven Reaktionen auf die neuerlichen Äußerungen Powells deuteten jedenfalls darauf hin, dass er die Flucht an den Aktienmärkten fürs Erste gestoppt haben könnte. Darüber hinaus sieht die Expertin weitere Indikatoren, die eine mögliche Rallye am Aktienmarkt im ersten Quartal denkbar scheinen lassen. Aktienwerte seien zuletzt zu sehr von der Gefahr einer Rezession ausgegangen, was an sich bereits für eine Korrektur nach oben spräche. Hinzu kommt, dass aufgrund der Panikverkäufe am Markt Aktientitel nicht länger überrepräsentiert seien, während die Bewertungen stark an Attraktivität gewonnen hätten.

Langfristig müssten sich die Märkte ohne einen Fiskalstimulus und die lockeren, finanziellen Bedingungen des Jahres 2018 in diesem Jahr auf einen schwächeren wirtschaftlichen Ausblick, anhaltenden Druck auf den Technologiesektor und eine abschwächende Ertragsdynamik einstellen. „Eine gesamtwirtschaftliche Rezession dürfte nicht wahrscheinlich sein, aber eine Ertragsrezession könnte weiterhin verheerende Auswirkungen haben und an den Aktienmärkten dafür sorgen, dass die Tiefpunkte des letzten Monats wiederholt getestet werden“, fasst Shah zusammen.

https://www.fixed-income.org/

(Foto: Seema Shah © Principal Global Investors)

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