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Ruhe bewahren, Zinsen senken / von André Figueira de Sousa, DPAM

André Figueira de Sousa © DPAM

Dank nach­lassender Inflation und sinkender Inflations­erwar­tungen begann die EZB im Juni 2024, die Zinsen zu senken. Jetzt hat sie die finan­ziellen Bedin­gungen – wie vom Markt erwartet – weiter gelockert. Insgesamt liegt der Leitzins inzwischen 150 Basispunkte unter dem Stand von vor neun Monaten. Ist es jetzt an der Zeit für die EZB, das Tempo der Senkungen zu drosseln? André Figueira de Sousa, Renten­fonds­manager von DPAM, wagt einen Blick voraus:

Der Disinflationsprozess ist laut EZB auf einem guten Weg. Mittelfristig dürfte sich die Inflation um das 2%-Ziel der EZB einpendeln. Die Inflation bei Dienstleistungen ist zwar immer noch hoch; das Lohnwachstum dürfte sich aber im Laufe des Jahres abschwächen. Der EZB-Rat sollte den vorausschauenden Lohn-Tracker der EZB stärker berücksichtigen. Zuletzt hat die EZB die Inflation aufgrund der Energiepreise nach oben korrigiert, während sie ihre Wachstumsprognosen für das laufende und das kommende Jahr wegen „höherer handelspolitischer Unsicherheit“ senkte.

Schneller wäre möglich gewesen

Die bisherigen Zinssenkungen der EZB hätten schneller umgesetzt werden können. Der europäische Fertigungssektor befindet sich nach wie vor in einer Rezession. Die Äußerung, die Geldpolitik werde „deutlich weniger restriktiv“, zeigt, dass der EZB-Rat den Leitzins weiterhin für restriktiv hält. Zuletzt hatte nur ein Gouverneur der Zinssenkung nicht zugestimmt.

Ausgaben für Europas Verteidigung und Deutschlands Infrastruktur verschärfen Finanzbedingungen

Aus Deutschland und von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gab es letzte Woche umfangreiche Ankündigungen zur europäischen Verteidigung. Deutschland hat zudem höhere Infrastrukturausgaben verkündet. Beides ist angesichts der jüngsten Erfahrungen mit der US-Führung zu begrüßen. Die längst überfällige Erneuerung der deutschen Infrastruktur, die für die Produktivität des Landes unerlässlich ist, ist von ebenso entscheidender Bedeutung wie starke Volkswirtschaften in der europäischen Peripherie. Nach den deutschen Ankündigungen sind die finanziellen Bedingungen jetzt sogar strenger als zuvor, da die Märkte ein Worst-Case-Szenario eingepreist haben.

Die Märkte preisen ein höchstmögliches Emissionsniveau ein. Die tatsächlichen Emissionen dürften niedriger ausfallen. Wir sind zuversichtlich, dass das erhöhte Angebot auch im Jahr 2025 gut nachgefragt werden wird. In Deutschland sind Veränderungen zwar unvermeidlich, aber vieles wird von politischen Entscheidungen abhängen. Die EZB sollte von diesen Diskussionen unabhängig bleiben und sich weiterhin auf ihr Hauptmandat konzentrieren: die Preisstabilität.

www.fixed-income.org 


 

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