YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

STADA-Anleihe2015/22: Gläubigerversammlung am 18.09., Anleihegläubigern droht nach Meinung der SdK eine Schlechterstellung

Anleihegläubiger sollten jetzt handeln

Die STADA Arzneimittel AG hat die Inhaber der 300 Mio. Euro 1,750% Schuldverschreibungen 2015/2022 (ISIN: XS1213831362 / WKN: A14KJP) für Dienstag, den 18. September 2018, um 10:30 Uhr im Kultur- und Sportforum Dortelweil (Halle), Dortelweiler Platz 1, 61118 Bad Vilbel zu einer Gläubigerversammlung zwecks erneuter Beschlussfassung eingeladen (Einlass ab 8:30 Uhr). Die One Square Advisory Services GmbH wird in ihrer Eigenschaft als gemeinsamer Vertreter aller Anleihegläubiger an der Gläubigerversammlung teilnehmen.

Im Rahmen der Gläubigerversammlung sollen die Anleiheinhaber über den Beitritt zu einer Gläubigervereinbarung vom 17. August 2017, dem sogenannten "Intercreditor Agreement", zustimmen. Ferner soll auch der Änderung der Anleihebedingungen zugestimmt werden. Beide Änderungen seien auch Sicht der Gesellschaft für die Anleiheinhaber vorteilhaft, da die Anleihe bei einer Zustimmung zu den Beschlussvorschlägen zukünftig mit Vermögenswerten der STADA besichert sei. Aus Sicht der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. könnte durch eine Zustimmung zu den Beschlussvorschlägen jedoch die wirtschaftliche Position der Anleiheinhaber deutlich verschlechtert werden. Die SdK hält daher eine Zustimmung nur dann für angemessen, wenn im Gegenzug die Verzinsung der Anleihe angehoben wird und die Gesellschaft verkaufswilligen Anleiheinhaber ein Rückkaufsangebot unterbreitet.

Die SdK fordert daher alle STADA-Anleiheinhaber auf, sich dem gemeinsamen Vorgehen der SdK anzuschließen, um eine Kompensation für die drohenden wirtschaftlichen Nachteile zu erhalten.

Zum Hintergrund:
Im Jahr 2017 hat die Nidda Healthcare Holding AG ("Nidda"), ein Investitionsvehikel der beiden Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven, die Mehrheit der Aktien an STADA Arzneimittel AG erworben. Zur Finanzierung des Erwerbs haben die beiden Finanzinvestoren verschiedene Kredite aufgenommen und unter anderem eine besicherte Anleihe begeben. Diese Finanzierungen wurden im Wesentlichen auf der Ebene der Holdinggesellschaft Nidda aufgenommen, und sollen u.a. mit dinglichen Sicherheiten von operativen Tochtergesellschaften der Nidda besichert werden.

Die Anleihebedingungen der STADA-Anleihe 2015/2022 enthalten jedoch eine sogenannte Negativverpflichtung, welche vorsehen, dass STADA keine Sicherheiten zu Gunsten anderer Kapitalmarktverbindlichkeiten bestellen kann, sofern nicht auch zu Gunsten der Gläubiger der STADA-Anleihe 2015/2022 gleichrangige Sicherheiten bestellt oder ein vergleichbares Sicherungsrecht gewährt wird. Daher bietet die STADA nun den Inhabern der STADA-Anleihe an, im Wege der für den 18. September 2018 einberufenen Gläubigerversammlung dem Beitritt zum "Intercreditor Agreement" zuzustimmen und entsprechende Änderungen der Anleihebedingungen zu beschießen. Auf diesem Wege würden die STADA-Anleihen gleichrangige Sicherheiten erlangen. Ohne die Zustimmung der Anleiheinhaber kann STADA aus Sicht der SdK den Gläubigern der Nidda keine Sicherheiten gewähren, ohne gleichzeitig gegen die Anleihebedingungen der STADA-Anleihe zu verstoßen.

Für die STADA-Anleiheinhaber stellt sich die Frage, ob sie den Änderungen der Anleihebedingungen und dem Beitritt zum "Intercreditor Agreement" zustimmen sollen, um somit den Weg für die Besicherung der Gläubiger der Nidda frei zu machen. Aus Sicht der SdK wäre eine Zustimmung im Gegensatz zu den Darstellungen der Gesellschaft nicht vorteilhaft für die STADA-Anleiheinhaber. Denn aktuell weist STADA kaum Verbindlichkeiten auf. Im Falle einer Insolvenz der STADA während der Laufzeit der Anleihe würden die Anleiheinhaber mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer vollständigen Rückzahlung der Anleihe rechnen können. Aufgrund dieser bisher geringen Ausfallwahrscheinlichkeit konnte die STADA-Anleihe auch nur mit einer geringen Verzinsung von 1,75 % p.a. emittiert werden.

Würde man nun jedoch den Gläubigern der Nidda im Falle einer Insolvenz der STADA den Zugriff auf die Vermögenswerte der STADA ermöglichen, so müssten die STADA-Anleiheinhaber die vorhandenen Vermögenswerte im Falle der Insolvenz mit den Nidda-Gläubigern, die in das "Intercreditor Agreement" einbezogen werden sollen, teilen. Damit würde die Wahrscheinlichkeit, dass die STADA-Anleiheinhaber im Falle einer Insolvenz der Gesellschaft voll befriedigt würden, aus Sicht der SdK drastisch sinken. Aufgrund dieses erhöhten Ausfallrisikos muss Nidda seinen Gläubigern auch deutlich höhere Zinsen zwischen 3,5 % und 5,0 % p.a. zahlen.

Sollten die STADA-Anleiheinhaber also dem Beitritt zum "Intercreditor Agreement" und den Änderungen der Anleihebedingungen zustimmen, würde das mit der Anleihe verbundene Risiko deutlich steigen, ohne hierfür eine marktübliche Verzinsung zu erhalten. Dies würde aus Sicht der SdK einen zukünftig deutlich fallenden Kurs der Anleihe mit sich bringen. Aus Sicht der SdK ist daher eine Zustimmung nur dann denkbar, wenn die Verzinsung der Anleihe angehoben würde. Ferner müsste aufgrund des deutlich erhöhten Risikoprofils der Anleihe ausstiegswilligen Anleiheinhabern ein Rückkaufangebot unterbreitet werden.

Die SdK wird auf der Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber am 18. September 2018 teilnehmen und im Interesse der Anleiheinhaber der STADA eine Kompensation für die mit dem Beitritt zum "Intercreditor Agreement" verbundenen Risiken fordern. Betroffene STADA-Anleiheinhaber können sich dem Vorgehen der SdK anschließen, indem diese einem von der SdK beauftragten Anwalt Vollmacht zur Vertretung auf der Gläubigerversammlung erteilen. Kosten hierfür entstehen nicht. Details bezüglich der Vertretung auf der Gläubigerversammlung und weitere Informationen erhalten interessierte Investoren im Wege eines kostenlosen Newsletterservices. Eine Registrierung hierfür ist unter www.sdk.org/stada möglich.

Ihren betroffenen Mitgliedern steht die SdK darüber hinaus bei Fragen gerne auch per E-Mail unter info(at)sdk.org oder unter der Telefonnummer 089 /2020846-0 zur Verfügung.


https://www.fixed-income.org/
(Foto: © STADA Arzneimittel AG)


Investment

von Amanda Stitt, Portfolio Specialist bei T. Rowe Price

Die Renditen bleiben im Vergleich zum letzten Jahr­zehnt auf einem hohen Niveau, was auf die anhal­tende Inflation, steigende Haus­halts­defizite und…
Weiterlesen
Investment
Das Jahr 2026 bietet aktuell ein konstruk­tives Makro­umfeld, beurteilt Jörg Held, Head of Portfolio Manage­ment bei ETHENEA Indepen­dent Inves­tors…
Weiterlesen
Investment

von Svein Aage Aanes, Head Fixed Income bei DNB Asset Management

Während sich die Risiko­prämien im europä­ischen und amerika­nischen High-Yield-Markt nahe histo­rischen Tief­ständen bewegen, bleibt der Norden ein…
Weiterlesen
Investment

von RJ Gallo, Deputy CIO Fixed Income bei Federated Hermes

Vor der Eska­lation im Per­sischen Golf signa­lisierten die Wirt­schafts­daten für den Beginn des Jahres 2026 eine Beschleu­nigung der US-Kon­junktur,…
Weiterlesen
Investment

von Serge Nussbaumer, Head Public Solutions und Kapitalmarktexperte bei Maverix Securities

Der Krieg rund um den Iran sorgt an den Finanz­märkten inzwischen nicht nur für hohe Nervo­sität, sondern für einen spür­baren Preis­schock an den…
Weiterlesen
Investment

Gestiegene Risikoaversion und Volatilität nach der Offensive der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran

Die an diesem Wochen­ende von den Ver­einigten Staaten und Israel gestartete Offensive hat zu Beginn dieser Woche zu einer deutlich erhöhten…
Weiterlesen
Investment
Die Mittel­zuflüsse in aktiv ver­waltete Fonds für globale Unter­nehmens­anleihen über­treffen bei Weitem das Wachs­tum passiver Fonds. Karen Wright,…
Weiterlesen
Investment
Im Markt für Green, Social und Sustai­nability (GSS)-Anleihen war 2025 viel Bewegung und das Emissions­volumen mal wieder fast auf Rekord­niveau.…
Weiterlesen
Investment

von April LaRusse, Leiterin Investment Specialists bei Insight Investment

Viele Anleger gehen davon aus, dass aktive Manager selten ihre Bench­marks über­treffen, und übertragen diese Über­zeugung oft auf alle…
Weiterlesen
Investment

von Noah Barrett, Research Analyst, Janus Henderson Investors

Aufgrund des Beginns einer möglicher­weise anhal­tenden gemein­samen Luft­offensive der USA und Israels gegen den Iran müssen sich Inves­toren erneut…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!