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Volatilität als Normalzustand: Wo sich jetzt Chancen bei Hochzinsanleihen bieten

von Andrea Villani, Head of High Income bei Eurizon

Andrea Villani © Eurizon

Die Änder­ungen in der US-Politik, insbeson­dere hinsicht­lich Zölle und der Geld­politik, haben sich auf den euro­päischen Anleihe­markt ausgewirkt, so zum Beispiel auf die Spreads und die Risiko­bereit­schaft der Anleger. Die Kredit­spreads haben sich stark ausge­weitet, vorwiegend bei Emittenten mit B-Rating. Im Worst-Case-Szenario betrug die Aus­weitung rund 120 Basis­punkte gegenüber Ende März. Als die US-Regierung jedoch begann, einige dieser handels­politischen Maß­nahmen zurück­zunehmen, beruhigten sich die Märkte, und rund 85% der Ausweitung gingen wieder zurück. 

Eine ähnliche Entwicklung war bei den Anlegern zu beobachten. Die erste Reaktion des Marktes erfolgte schnell und war heftig. Es gab sehr große Abflüsse aus den ETFs, was den Druck auf den Markt erhöhte. Wenn solch ein Druck auf dem Markt steigt, verschlechtert sich im Grunde die Liquiditätslage, die Bid-Ask-Spreads weiten sich aus und der private Markt friert für mehrere Wochen ein. Ende April begann sich die Stimmung jedoch wieder zu drehen, und aktuell sehen wir wieder Zuflüsse. Sogar Emittenten mit einem B-Rating haben ihren Weg zurück an den Markt gefunden.

Fundamentaldaten, Fälligkeiten, Ausfallraten: Warum High Yield überzeugt

Wir haben unsere Allokationsstrategie an diese Stärken angepasst. Unsere aktuelle Positionierung hat sich nicht wesentlich geändert. Wir sind uns bewusst, dass die jüngste Verschiebung der Kapitalströme europäische Anleger zurückhaltender werden lässt, insbesondere, wenn es um exportabhängige Unternehmen geht. Dennoch bleiben wir für diese Anlageklasse optimistisch und konstruktiv, und zwar aus drei Gründen:

Erstens: starke Fundamentaldaten. Die Unternehmen weisen einen rückläufigen Verschuldungsgrad auf, und ihre Cash-Positionen sind selbst aus historischer Sicht äußerst solide. 

Zweitens ist die Fälligkeitsstruktur („Maturity Wall“) überschaubar. Viele Emittenten haben ihre fälligen Verbindlichkeiten bereits bedient, sodass der Markt entlastet ist. 

Und drittens: niedrige Ausfallraten. Dank dieses Faktors prognostizieren die Ratingagenturen, dass die Ausfallraten niedrig bleiben werden. Das ist äußerst positiv. 

Kurz gesagt: Da Marktunsicherheit zum Normalzustand geworden ist, konzentrieren sich Anleger zunehmend auf den Peak der Kreditvergabe. Sie setzen auf Unternehmen mit soliden Bilanzen, stabilen Cashflows und überschaubaren Fälligkeiten. Dadurch sind sie auch gut diversifiziert.

www.fixed-income.org 


 

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