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„Die Wärmepumpe wird zur neuen Standardheizung“, Wolfgang Balthasar, B4H Brennstoffzelle4Home GmbH

Die B4H Brennstoffzelle4Home GmbH begibt eine 5-jährige Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 10 Mio. Euro und einem Kupon von 9,00%. Das Unternehmen ist im Vertrieb und in der Installation von Wärmepumpen-, Solar- und Brennstoffzellensystemen tätig. Die zufließenden Anleihemittel dienen in erster Linie der Vorfinanzierung von Solarwärmepumpen-Komplett-Energiesystemen, damit die Gesellschaft günstigere Einkaufskonditionen erzielen kann. Zusätzlich soll auch das Vertriebsteam ausgebaut und in vertriebsunterstützende Maßnahmen investiert werden.

GREEN BONDS: In welchen Bereichen ist die B4H Brennstoffzelle4Home GmbH tätig?

Balthasar: Unsere Expertise liegt im Vertrieb und in der Installation von Wärmepumpen-, Solar- und Brennstoffzellensystemen – hier sind wir Pionier und einer der Marktführer. Unser Fokus gilt neben den führenden Marken im Markt unserer hauseigenen Marke VISSOLAR, die für ein eigenentwickeltes Hybridsolar-Homesystem steht. Unsere VISSOLAR-Produkte tragen die wichtigsten Gütesiegel wie Bureau Veritas, Q-Label, KIWA und European Keymark.

GREEN BONDS: In welcher Form wirken Sie bei der Produktion der VISSOLAR-Produkte mit?

Balthasar: Wir wirken nicht mit, sondern lassen sämtliche Produkte bei renommierten europäischen Herstellern mit jahrzehntelanger Branchenerfahrung unter unserem VISSOLAR-Label produzieren. Konkret geht es dabei um Solarwärmepumpen, Solar-Hybridkollektor-Komplettanlagen, Hygiene-Kombispeicher und Stromspeichersysteme mit Notstromfunktion.

GREEN BONDS: Sie sind also ein Handwerksbetrieb?

Balthasar: Die Installation, die bei uns übrigens deutlich schneller als im Branchendurchschnitt erfolgt, zählt zwar in der Tat zu unseren Kernkompetenzen, doch wird dieser Begriff unserem Geschäftsmodell nicht vollständig gerecht. Denn zu unserer besonderen Expertise gehört auch der Vertrieb über festangestellte Fachberater mit langjähriger Branchenerfahrung. Darüber hinaus können wir dank unseres eigenentwickelten und am Markt einzigartigen Salesmanagers Angebote und Wirtschaftlichkeitsprognosen für potenzielle Kunden innerhalb weniger Minuten automatisch berechnen und grafisch leicht verständlich darstellen. Auf diese Weise erstellen wir im Vergleich zu unseren Mitbewerbern wesentlich mehr Angebote und wir benötigen für die Auftragsabwicklung nur einen Bruchteil an Innendienstpersonal. Zu unserem „Rundum-Sorglos-Paket“ gehören zudem auch die kostenfreie, unverbindlichen Beratung vor Ort und die Beantragung der optimalen staatlichen Fördergelder – auch in Kombination mit günstigen Modernisierungsdarlehen oder Mietlösungen ohne eigene Investition.

GREEN BONDS: Sie sind ein noch recht junges Unternehmen, das auch noch relativ klein ist. Weshalb gibt es über der Emittentin noch eine SE?

Balthasar: Die B4H Green Energy SE vereint unter ihrem Dach verschiedene Geschäftsfelder. Dazu zählen neben den Wärmepumpen-, Solar- und Brennstoffzellensystemen zusätzlich Tiny Houses unter der Marke TinyDomo. Hier werden übrigens auch Synergien mit VISSOLAR genutzt und beispielsweise VISSOLAR-Hybridkollektoren zur Energiegewinnung angeboten.

GREEN BONDS: Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Balthasar: Dank unserer sehr erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne bei Econeers im vergangenen Jahr konnten wir wie geplant u.a. unseren Vertriebsinnendienst personell weiter ausbauen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zahl unserer Mitarbeiter auf aktuell rund 30 erhöht, wobei noch weitere Neueinstellungen geplant sind, um unser erwartetes starkes Wachstum auch personell ausreichend abbilden zu können.

GREEN BONDS: In welcher Form sind Sie vom Fachkräftemangel betroffen?

Balthasar: Der Fachkräftemangel ist auch in unserer Branche ein allgegenwärtiges Thema. Allerdings kommt uns hier zugute, dass wir schon jahrelang – teilweise bereits seit unserer Gründung im Jahr 2015 – sehr erfolgreich und vertrauensvoll mit kompetenten Subunternehmern zusammenarbeiten. Auch sie haben dazu beigetragen, dass wir in den vergangenen Jahren ein derart starkes, profitables Wachstum realisieren konnten.

GREEN BONDS: Sie wollen bis zu 10 Mio. Euro einsammeln. Wie viel benötigen Sie wirklich und wie wollen Sie das Kapital verwenden?

Balthasar: Die zufließenden Anleihemittel dienen in erster Linie der Vorfinanzierung von Solarwärmepumpen-Komplett-Energiesystemen, damit wir günstigere Einkaufskonditionen erzielen können. Zusätzlich wollen wir auch unser Vertriebsteam ausbauen sowie in vertriebsunterstützende Maßnahmen und den allgemeinen Geschäftsbetrieb investieren.

Bei der Platzierung des VISSOLAR Bonds haben wir keinerlei Zeitdruck, denn dass wir weiterwachsen werden, steht außer Frage. Offen ist vielmehr das Tempo. Mit Blick auf das Marktpotenzial in Deutschland und unsere eigene Marktposition war für uns schnell klar: Warum sollen wir nicht gleich ein großes Stück vom Kuchen nehmen? Deshalb haben wir uns für ein Emissionsvolumen von bis zu 10 Mio. Euro entschieden, das innerhalb von zwölf Monaten platziert werden soll.

GREEN BONDS: Wie entwickelt sich Ihr Markt derzeit?

Balthasar: Der deutsche Markt für Wärmepumpen zeichnet sich durch ein starkes Wachstum und glänzende Perspektiven aus. So stieg beispielsweise im Jahr 2022 der Absatz von Heizungswärmepumpen um 53% auf 236.000 Stück. Gleichzeitig nahm der Anteil von Wärmepumpen am Gesamtmarkt der Wärmeerzeuger von 17% auf 25% zu. Für 2024 liegt der Zielwert der Bundesregierung für neu installierte Wärmepumpen bei 500.000 Stück und bis 2030 soll der Wärmepumpenbestand von 1,45 Mio. Stück 2022 auf dann auf 6 Mio. Stück wachsen.

GREEN BONDS: In den Medien ist von deutlichen Umsatzrückgängen in der Branche zu hören, da das Gebäudeenergiegesetz erst greift, wenn eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. Dies dürfte die Umsätze kurzfristig deutlich begrenzen, parallel aber sehr große Herausforderungen an das Personal- und Working Capital-Management stellen. Wie gehen Sie mit diesen Herausforderungen um?

Balthasar: Die Wärmepumpe wird zur neuen Standardheizung – daran führt aus unserer Sicht kein Weg vorbei. Fraglich ist lediglich, ab wann und unter welchen politischen Rahmenbedingungen es dazu kommen wird. Ergänzend können wir bis dahin – wie schon in der Vergangenheit und lange vor den staatlichen Subventionen – auch andere Energiesysteme, die nicht auf einer Wärmepumpe basieren, anbieten und installieren. Attraktive staatliche Förderungen sorgen zwar auch bei uns für zusätzliches Wachstumspotenzial, doch es besteht in unserem Geschäft keine Abhängigkeit. Mit Blick auf unseren aktuellen Auftragsbestand von über 50 Mio. Euro per 20. Juni 2023 erwarten wir keine Eintrübung. Die Perspektiven bleiben intakt und werden mittelfristig sehr sicher nochmals an Dynamik gewinnen.

GREEN BONDS: Hat es die Politik wieder einmal verdummt?

Balthasar: Vielleicht nicht unbedingt verdummt, aber sicherlich alles andere als gut vorbereitet und kommuniziert. Fehlende Planungssicherheit und vor allem auch deutlich eingeschränkte Akzeptanz sind daher eine logische Konsequenz. Es ist sehr bedauerlich, dass das Heizungsgesetz nun erst Anfang September beraten werden kann.

GREEN BONDS: Wo sehen Sie B4H am Laufzeitende der Anleihe?

Balthasar: Wir möchten in den kommenden Jahren weiterhin profitabel wachsen und dadurch unsere Marktposition in Deutschland nachhaltig stärken und ausbauen – idealerweise unter attraktiven, stabilen politischen Rahmenbedingungen. Neben dem bereits stark wachsenden Privatkundengeschäft beim typischen Ein- und Zweifamilienhaus versprechen wir uns auch einen deutlichen Schub durch gewerbliche Kunden, insbesondere Autohäuser und Hotels. Ähnlich attraktiv sehen wir die Opportunitäten im DACH-Raum. Hier führen wir bereits erste Gespräche im B2B-Bereich. Mit Blick auf den Kapitalmarkt möchten wir uns in den nächsten Jahren als verlässlicher Emittent etablieren, um diesen Zugang dauerhaft zu nutzen.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.green-bonds.com

Eckdaten des VISSOLAR Bonds 2023/2028

Emittent

B4H Brennstoffzelle4Home GmbH

Kupon

9,00% p.a.

Status

Unbesichert

Zeichnungsfrist

27.06.2023–26.06.2024

Volumen

bis zu 10 Mio. Euro

ISIN / WKN

DE000A351N89 / A351N8

Laufzeit

25.08.2028

Valuta

25.08.2023

Listing

Open Market

Financial Advisor

Lewisfield Deutschland GmbH

Internet

www.vissolar.com/investor-relations

Mittelstandsanleihen – aktuelle Neuemissionen

Emittent

Zeichnungsfrist

Kupon

Green Bond

LEEF Blattwerk

02.03.2026-26.02.2027

7,250%

nicht formal

Aream Infrastruktur Finance

19.08.2025-18.08.2026

7,250%

ja

ASG EnergieInvest

10.03.2026-09.03.2027

7,000%

nicht formal

reconcept Green Global Energy Bond II

20.11.2025-19.11.2026

7,750%

ja

solmotion holding

08.09.2025-05.09.2026

7,250%

nicht formal

SUNfarming

13.10.2025-25.09.2026

5,250%

nicht formal

reconcept EnergieDepot Deutschland

11.06.2025-10.06.2026

6,750%

nicht formal

Consilium Project Finance

30.04.2025-29.04.2026

7,000%

nicht formal

VOSS Beteiligung

14.03.2025-13.03.2026

7,000%

nicht formal

reconcept CHF Green Energy Bond Canada

25.07.2025-24.07.2026

6,250%

nicht formal

Bioenergiepark Küste

28.03.2025-27.03.2026

7,000%

nicht formal

octopus Group

Q1 2026

n.bek.

nein

Neuemissionen
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Neuemissionen
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Zeichnungsfrist: 02.03.2026-26.02.2027

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Kupon 3,95% p.a., Nachfrage über 5 Mrd. Euro

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Die Deutsche Bank hat ihre erste euro­päische grüne Anleihe (EuGB) erfolg­reich platziert und damit 500 Mio. Euro einge­worben. Die Emission ist die…
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Nettoerlös dient u.a. zur teilweisen Refinanzierung des ausstehenden Wandeldarlehens in Höhe von 275 Mio. CHF an ELM B.V.

Die Swiss Prime Site AG (SPS), Zug / Schweiz, hat durch die Ausgabe einer nicht nachrangigen, unbe­sicherten grünen Wandel­anleihe mit Fälligkeit in…
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