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SiC Processing meldet negatives Halbjahresergebnis, Anleihekurs bricht ein

Der Kurs der Unternehmensanleihe der SiC Processing GmbH (ISIN DE000A1H3HQ1, WKN A1H3HQ) ist im gestrigen Handel um 24% auf 54,90 gefallen.

Aufgrund der schwierigen Branchen-Entwicklung hat die SiC Processing das erste Halbjahr 2012 mit 25% weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum abgeschlossen. Der Konzernumsatz (vorläufig) betrug im ersten Halbjahr 2012 ca. 68 Mio. EUR im Vergleich zu 91 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das Konzern-EBITDA (vorläufig) betrug im ersten Halbjahr 21,9 Mio. EUR im Vergleich zu 30,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum; von dem Konzern-EBITDA im ersten Halbjahr 2012 entfielen 11,4 Mio. EUR auf die im ersten Halbjahr 2012 stillgelegten, von einer norwegischen Tochtergesellschaft der SiC Processing, der SiC Processing AS, zur Belieferung der REC Wafer Norway AS betriebenen Standorte Herøya und Glomfjord in Norwegen. Das Konzernhalbjahresergebnis 2012 (vorläufig) lag bei -6,8 Mio. EUR im Vergleich zu 9,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum; hierin ist ein Halbjahresverlust in Höhe von 6,1 Mio. EUR der norwegischen Tochtergesellschaft SiC Processing AS (inkl. ihrer Tochtergesellschaft SiC Processing Property AS) enthalten, der durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf die stillgelegten technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 12,8 Mio. EUR bedingt ist.

Der Rückgang im Konzernumsatz im Vergleich zu 2011 beruht vorrangig auf der rückläufigen Auftragslage am Standort Bautzen, die durch die schwierige Marktlage der Solarbranche in Europa bedingt ist. Erheblichen Anteil hatte zudem die im ersten Halbjahr 2012 erfolgte komplette Stilllegung der Standorte in Norwegen. Nach Ablauf der Kurzarbeit am Standort Bautzen zum 30. Sept. 2012 wird die Mitarbeiterzahl der niedrigeren Auslastung angepasst; an den Standorten Herøya und Glomfjord wurde bereits Ende April 2012 allen Mitarbeitern zum 31. August 2012 gekündigt.

Am 13. August 2012 hat der Vorstand der REC ASA beschlossen, seine Tochtergesellschaft REC Wafer Norway AS nicht mehr finanziell zu unterstützen. Das Management der REC Wafer Norway AS, die der einzige Kunde der SiC Processing AS war, hat daraufhin am 14. August 2012 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Porsgrunn / Norwegen gestellt. Die zwischen der SiC Processing AS und der REC Wafer Norway AS bestehende Vereinbarung sieht vor, dass die REC Wafer Norway AS der SiC Processing AS über die gesamte Vertragslaufzeit (je nach Standort bis zum Jahr 2018 bzw. 2019) sämtliche Kosten der dort errichteten Aufbereitungsanlagen erstattet und zusätzlich eine bestimmte Marge auf die dort aufbereitete Sägesuspension zahlt. Die von der REC Wafer Norway AS über die Gesamtlaufzeit zu erstattenden Kosten betragen (gerechnet seit der letzten von REC Norway AS erhaltenen Zahlung Ende Juli 2012) rund 1.000 Mio. NOK (rund 137 Mio. Euro). Ob und in welcher Höhe die SiC Processing AS in Zukunft Zahlungen von der REC Wafer Norway AS erhalten wird, ist derzeit ungewiss. Ein Zahlungsausfall der REC Wafer Norway AS kann dazu führen, dass auch die SiC Processing AS einen Insolvenzantrag stellen muss und sämtliche liquiden Mittel der SiC Processing AS in Höhe von derzeit rund 247 Mio. NOK (rund 34 Mio. Euro) zur teilweisen Bedienung bestehender langfristiger Miet- und Leasingverträge verbraucht werden. Darüber hinaus könnte in diesem Fall ein Vermieter die SiC Processing GmbH, Hirschau, aus einer Mietausfallbürgschaft in Höhe von ca. 54 Mio. NOK (rund 7,4 Mio. Euro) in Anspruch nehmen. Weitere finanzielle Auswirkungen auf die SiC Processing GmbH, deren Gläubiger oder Gläubiger ihrer übrigen Tochtergesellschaften sind derzeit nicht zu erkennen.

Insgesamt wird sich der Konzernumsatz aufgrund gesteigerter Expansionstätigkeit im asiatischen Raum weiter Richtung Asien verschieben. Trotz der schwierigen Marktbedingungen verfolgt SiC Processing die Expansionspläne im asiatischen Raum nachhaltig und planmäßig weiter: Nach Inbetriebnahme der Produktionslinien 5 und 6 im Juni und Juli 2012 steht am Standort Zhenjiang nun eine jährliche Produktionskapazität von 90.000 Tonnen zur Verfügung. In Baoding wurde im Mai 2012 die Produktionslinie 6 in Betrieb genommen. Somit steht dem Standort Baoding ebenfalls eine Jahreskapazität von 90.000 Tonnen zur Verfügung. Nach Fertigstellung der beiden Aufbereitungslinien am neuen Standort Jingdezhen im zweiten Halbjahr 2012 stehen damit in China insgesamt 234.000 Tonnen Jahreskapazität zur Verfügung. Die Gesamtjahreskapazität der SiC Processing wird dann rund 290.000 Tonnen erreichen, ohne Berücksichtigung der stillgelegten Werke in Norwegen mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen.

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Veranstaltungshinweis:
Unternehmer-Workshop „Unternehmensanleihen - Finanzierungsalternative für den Mittelstand“
am 19.09. in Frankfurt
www.bond-conference.com
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Mittelstandsanleihen – aktuelle Neuemissionen

Emittent

Zeichnungsfrist

Kupon

Green Bond

Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig (NZWL)

23.09.-22.10.2026 (Zeichnung), 23.09.-21.10.2026 (Umtausch)

9,875%

nein

UBM Development

beendet

7,000%

ja

reconcept BatterieSpeicher Global

08.10.2026-28.09.2027

7,000%

nicht formal

Aream Infrastruktur Finance

bis 21.08.2027

7,250%

ja

GEPVOLT

bis 02.12.2026

8,000%

nicht formal

reconcept Windenergie Deutschland

21.05.2026-20.05.2027

7,250%

nicht formal

Arteus Energy

12.06.2026-11.06.2027

7,750%

nicht formal

European Space Ventures

n.bek.

n.bek.

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