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Meyer Burger schließt Kooperationsvertrag mit Clean-Tech-Start-up zum Recycling von Solarmodulen

Gemeinsam mit Meyer Burger legt LuxChemtech aus Freiberg Grundlagen für Solarrecycling im industriellen Maßstab

Um Solarmodule künftig im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu recyceln, hat die Meyer Burger Technology AG einen Kooperationsvertrag mit der LuxChemtech GmbH geschlossen. Dieser sieht vor, dass künftig ein Grossteil der in der PV-Produktion anfallenden Abfälle recycelt und dem Stoffkreislauf wieder zugeführt wird. Dafür wird heute (25. Oktober 2023) im Beisein von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei LuxChemtech in Freiberg eine neue Anlage in Betrieb genommen. Diese ist auch zum vollständigen Zerlegen von Solarmodulen und Zellen geeignet. Für 2024 ist die Inbetriebnahme einer Demonstrationsanlage zur Verarbeitung von Solarmodulen in Tangermünde, Sachsen-Anhalt, geplant.

„Meyer Burger hat sich zu nachhaltigem Unternehmertum verpflichtet und hat hohe Ziele hin zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft“, sagt Katja Tavernaro, Chief Sustainability Officer (CSO) bei Meyer Burger. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir nicht nur bei unseren Solarprodukten selbst auf Innovation und Effizienz fokussieren, sondern die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nehmen und die stoffliche Verwertung von Anfang an mitdenken. Mit LuxChemtech haben wir in Sachsen und Sachsen-Anhalt eine verlässliche Verbindung für die Zukunft geschaffen.“

Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass Meyer Burger Reste aus der PV-Produktion wie Glas, Folien, Aluminium und Zellbruch zur Verfügung stellt. Diese verarbeitet LuxChemtech und gewinnt wertvolle Materialien wie Silizium und Silber zurück. Diese werden dann wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt.

„Wenn ich Hightech produzieren will, brauche ich auch die passenden Zutaten", sagt Dr. Ingo Röver, CEO und Mitgründer von LuxChemtech. „In Deutschland haben wir kaum nennenswerte Rohstoffe dafür und müssen daher importieren. Hier braucht es unser Recycling 4.0. – mit ausgeklügelter Technologie wollen wir die kostbaren Rohstoffe, wie beispielsweise Silizium und Silber aus Solarmodulen vor dem Wegwerfen bewahren und idealerweise wiederverwerten.“

LuxChemtech ist ein Clean-Tech-Start-up aus Freiberg, welches auf dem Gebiet der Be- und Verarbeitung von Silizium, dessen Recycling und des Recyclings von anderen seltenen und kritischen Stoffen mit strategischer Bedeutung spezialisiert ist. „Solarmodule produzieren und sie später vernünftig recyceln zu können, ist aus vielen Perspektiven sinnvoll. Hier suchen wir nach immer neuen Lösungen und bauen Schritt für Schritt ein End-of-Life-Modulrecycling auf. Dazu brauchen wir starke Produktionspartner wie Meyer Burger“, sagt Dr. Ingo Röver anlässlich der neuen Kooperationsvereinbarung mit dem PV-Produzenten, der seit 2021 in Freiberg eine Solarmodulproduktion betreibt.

Das Thema Recycling ist für beide Unternehmen auch in einem grösseren Kontext von höchster Relevanz. So setzt die Neue Sächsische Rohstoffstrategie in Bezug auf die Leitlinie „Sachsen als Sekundärrohstoffland weiter ausbauen“ auf das Schliessen der Stoffkreisläufe für Zukunftstechnologien der Energiewende als einen ganz konkreten Handlungsschwerpunkt. Für die Zukunftstechnologien steigt mittelfristig der Bedarf an bestimmten, auch kritischen oder kostenintensiven Rohstoffen. Umso wichtiger ist hier Materialeffizienz und stoffliches Recycling sowie alternative Geschäftsmodelle. Hier weiter in Innovation, Forschung und Lösungen zu investieren, auch darauf zielt die Kooperation von Meyer Burger und LuxChemtech ab.

Über Meyer Burger Technology AG
Meyer Burger hat mit der Produktion von Hochleistungs-Solarzellen und -Solarmodulen im Jahr 2021 gestartet. Seine proprietäre Heterojunction/SmartWire-Technologie ermöglicht es dem Unternehmen, neue Standards in Bezug auf Energieertrag zu setzen. Mit Solarzellen und -modulen, die in der Schweiz entwickelt und in Deutschland unter nachhaltigen Bedingungen gefertigt werden, will Meyer Burger zu einem führenden europäischen Photovoltaik-Unternehmen wachsen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 1300 Mitarbeitende an Forschungsstätten in der Schweiz, Entwicklungs- und Fertigungsstätten in Deutschland und an Vertriebsstandorten in Europa, den USA, Australien und Asien. Meyer Burger wurde 1953 in der Schweiz gegründet und hat in den letzten Jahrzehnten als Anbieter von Produktionssystemen die Entwicklung der globalen Photovoltaik-Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette geprägt und wesentliche Standards der Industrie gesetzt. Ein grosser Teil der heute weltweit produzierten Solarmodule basiert auf Technologien, die von Meyer Burger entwickelt wurden. Die Namenaktien der Meyer Burger Technology AG sind an der SIX Swiss Exchange gelistet (Ticker: MBTN).

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Foto: © pixabay


 

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