Seit Ausbruch des Iran-Krieges sind die Renditen an den globalen Anleihemärkten deutlich gestiegen. In den USA wurde der Anstieg vor allem durch einen kräftigen Zuwachs der Realrenditen getrieben, während im Euroraum gestiegene Inflationserwartungen eine bedeutendere Rolle gespielt haben. Sollten Friedensbemühungen Erfolg haben und die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, würden wir einen ausgeprägten Anstieg der Zinsstrukturkurven erwarten, die vor allem eine Korrektur der Leitzinserwartungen widerspiegelt. Das lange Ende dürfte hingegen weit weniger reagieren, da Verwerfungen an den Energiemärkten selbst im günstigsten Szenario voraussichtlich noch Monate oder Jahre anhalten werden (EZB-Präsidentin Lagarde: „Die Märkte könnten übermäßig optimistisch hinsichtlich der Auswirkungen des Iran-Konflikts sein. Eine Rückkehr zur Normalität könnte Jahre dauern.“) und die Inflation damit erhöht bleiben dürfte.
Ein Eskalationsszenario mit dauerhaft hohen oder weiter steigenden Energiepreisen und Zweitrundeneffekten lässt nach wie vor erhebliche Aufwärtsrisiken für die Inflationserwartungen offen. Trotz des Anstiegs im März liegen die 10-jährigen Breakeven-Inflationsraten mit 2,35 Prozent in den USA und 2,4 Prozent im Euroraum noch deutlich unterhalb der 2022 verzeichneten Höchststände von über 3 Prozent. Angesichts dieser asymmetrischen Risiken empfehlen wir trotz des gestiegenen Renditeniveaus weiterhin eine vorsichtige Positionierung an den Anleihemärkten.
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Asymmetrische Risiken an internationalen Anleihemärkten
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