YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Ausblick auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) / EZB ist für eine weitere Zinserhöhung im September bereit

von Ulrike Kastens, Senior Economist Europe, DWS

Ulrike Kastens © DWS

Obwohl sich zuletzt nur wenige EZB-Mitglieder zum geld­poli­tischen Ausblick geäußert haben, rechnen wir weiter­hin mit einer Anhebung des Einlagen­satzes um 25 Basis­punkte auf 2,50 Prozent im Sep­tember, da die Risiken für den Inflations­aus­blick nach wie vor aufwärts­gerichtet bleiben. Darauf deuten auch die heute veröffent­lichten Inflations­daten für die Eurozone hin. Die Ver­braucher­preise stiegen im August um 3,3 Prozent, nachdem die Inflationsrate im Juli noch bei 2,9 Prozent gelegen hatte. Allerdings ist der jüngste Anstieg vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen. Die Kerninflationsrate ging auf 2,4 Prozent zurück, vor allem weil sich der Preisauftrieb bei den Dienstleistungen von 3,3 Prozent im Juli auf 3,0 Prozent verlangsamte. Eine breitere Verfestigung des zugrunde liegenden Inflationsdrucks lässt sich damit derzeit nicht erkennen, was sich auch in den neuen Projektionen der EZB zur Inflationsentwicklung widerspiegeln dürfte. 

Genau darauf wird es in den kommenden Monaten ankommen: Entstehen aus den höheren Energiepreisen indirekte Effekte oder gar Zweitrundeneffekte über Löhne und Preise? Die Signale fallen bislang gemischt aus. Positiv ist, dass sich die Wirtschaft im Euroraum robuster zeigt als noch vor einigen Monaten erwartet. Insbesondere die Stimmungsindikatoren deuten auf eine Belebung im Industriesektor hin. Zudem expandiert die Kreditvergabe an Unternehmen trotz steigender Zinsen weiter. Demgegenüber stehen jedoch Faktoren, die den Inflationsdruck begrenzen dürften. Viele Unternehmen haben angesichts des intensiven Wettbewerbs nur begrenzte Möglichkeiten, höhere Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Gleichzeitig bleibt das Lohnwachstum bislang vergleichsweise moderat, was gegen einen selbstverstärkenden Inflationsprozess spricht. Außerdem sind die Inflationserwartungen nach unserer Einschätzung verankert. Vor diesem Hintergrund erscheint eine deutlich restriktivere Geldpolitik derzeit nicht erforderlich. Doch solange nicht klar ist, dass der Energiepreisschock keine Zweitrundeneffekte auslöst, dürfte die Tendenz zur weiteren Straffung der Geldpolitik bei der EZB anhalten.

www.fixed-income.org

 

Investment

von Daniel Siluk, Global Head of Short Duration & Liquidity und Portfoliomanager, Janus Henderson Investors

Beim Treffen in Jackson Hole ging es weniger darum, Signale für September zu senden, als vielmehr um die Wieder­her­stellung von Trans­parenz und…
Weiterlesen
Investment

von Dr. Thomas Hempell, Head of Macro & Market Research bei Generali Investments

Die Renditen am langen Ende stellen weiterhin eine Schwach­stelle dar, wobei die Risiken eher in Richtung eines erneuten Aufwärts­drucks als in…
Weiterlesen
Investment
Eine schritt­weise Ver­lagerung von Kapital weg aus konzen­trierten US-Dollar-Anlagen könnte Schwellen­länder­anleihen zusätz­lichen Auftrieb geben.…
Weiterlesen
Investment

von Robert Sockin, Chief US Economist bei PGIM

Ange­sichts der jüngsten Maß­nahmen des US-Finanz­minis­teriums und des anhal­tenden Anstiegs der lang­fristigen Renditen richtet sich die…
Weiterlesen
Investment
Als Reaktion auf die hohen Renditen bei langlaufenden US-Staats­anleihen hat das Finanz­ministerium der Ver­einigten Staaten letzte Woche weitere…
Weiterlesen
Investment
Zum Ende der Woche gehen Experten von Fede­rated Hermes auf das aktuelle Ge­schehen an den wichtig­sten Finanz­märkten ein. In dieser Woche…
Weiterlesen
Investment

von Lotfi Karoui, Multi-Asset Credit Strategist bei PIMCO

Im weiteren Verlauf des Kredit­zyklus bleiben Zahlungs­aus­fälle ein zentrales Thema. Für Investoren, die neben den öffent­lichen Märkten auch die…
Weiterlesen
Investment
Die Renditen lang­laufender US-Staats­anleihen erreichten kürzlich ein Rekord­hoch. Daraufhin – und zwar just an dem Tag, als die…
Weiterlesen
Investment

von Daniel Morris, Chief Market Strategist bei BNP Paribas Asset Management

Rekord­ver­dächtig war dieses Jahr der europä­ische Sommer. In Groß­britan­nien wird er wohl der wärmste seit Beginn der Auf­zeich­nungen im Jahr 1884…
Weiterlesen
Investment

US-Regierung spürt den Druck steigender Zinsen / von Eoin Walsh, Portfoliomanager bei TwentyFour Asset Management

Das US-Finanz­minis­terium über­raschte die Märkte gestern Nach­­mittag mit der Ankündigung, seine Rück­kauf­prog­ramme auszu­weiten. Diese sollen vom…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!