YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Ausblick EZB und Eurozone - Privater Konsum Hauptmotor für Wirtschaftswachstum 2024

Zwei-Prozent-Inflationsziel der EZB voraussichtlich Mitte 2025 erreicht - Italienische Rekordemissionen bereiten EZB Sorgen

Kommentar von Hugo Le Damany, Economist und François Cabau, Senior Eurozone Economist, bei AXA Investment Managers, mit einem Ausblick auf die Geldpolitik der EZB in den nächsten Jahren sowie der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone.

Enttäuschendes Wirtschaftswachstum und schwächere Nachfrage – Privater Konsum als Hauptmotor für Wirtschaftswachstum

Wir gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Jahr 2024 enttäuschende 0,3 Prozent betragen und im Jahr 2025 auf 0,8 Prozent steigen wird – und damit hinter seinem Potenzial zurückbleibt.

Eine schwächere Nachfrage steht im Einklang mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote, die von durchschnittlich 6,5 Prozent 2023 auf 6,9 Prozent im Jahr 2024 und 7,3 Prozent im Jahr 2025 ansteigen dürfte.

Der private Konsum dürfte in den nächsten Jahren der Hauptmotor für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone sein.

Zwei-Prozent-Ziel wird 2025 erreicht – EZB wird wachsam bleiben

Die Desinflation bei Lebensmitteln und den Kernpreisen dürfte sich fortsetzen, wenn auch langsamer. Wir gehen davon aus, dass die Gesamtinflation im Jahr 2024 zwischen 2,5 und drei Prozent schwanken wird. Einen weiteren Abwärtstrend erwarten wir nicht vor Anfang 2025, wenn sie auf das schwächere Lohnwachstum und die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt reagieren wird. Das Zwei-Prozent-Ziel der EZB sollte Mitte 2025 erreicht werden.

Wir gehen davon aus, dass die Gesamtinflation im Euroraum von 5,5 Prozent 2023 auf 2,7 Prozent und 2,2 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 zurückgehen wird. Die Abschwächung der Kerninflation dürfte geringer ausfallen und von 5,0 Prozent 2023 auf drei Prozent im Jahr 2024 sinken. Nach unserer Prognose dürfte sie auch im Jahr 2025 mit durchschnittlich 2,3 Prozent über der Zwei-Prozent-Marke bleiben und die EZB voraussichtlich wachsam halten.

PEPP wird 2024 in den Fokus rücken – EZB wird Entscheidung der Fed genau beobachten

Bei geldpolitischen Entscheidungen wird als nächstes die Bilanz der EZB ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken, insbesondere die Reinvestitionen im Rahmen des Pandemischen Notkaufprogramms (PEPP). Dies dürfte ein schwieriges Thema sein, da diese Reinvestitionen die erste Verteidigungslinie gegen eine Fragmentierung der Finanzmärkte darstellen und die Bruttoemissionen von Staatsanleihen im nächsten Jahr voraussichtlich (erneut) sehr hoch ausfallen werden.

Da unsere Wachstumsprognosen unter den Erwartungen der EZB liegen, rechnen wir mit dem Beginn der EZB-Zinssenkungen im kommenden Juni – 25 BP pro Quartal bis Juni 2025 auf 2,75 Prozent. Allerdings wird die EZB wahrscheinlich wie schon während des Erhöhungszyklus auf die Federal Reserve (Fed) reagieren. Die historischen Daten deuten auf eine geringfügige Verzögerung von mindestens vier Monaten hin. Auch unser Juni-Basisszenarios für die Fed lässt eine Zinssenkung im September als sehr vernünftige Option erscheinen.

Rekordemissionen aus Italien als eine Herausforderung für die EZB – Produktionsprobleme in Deutschland und schwaches Wachstum

Ein weiteres Jahr mit Rekordemissionen aus Italien wird die EZB vor weitere Herausforderungen stellen.

Wir gehen davon aus, dass Italien mit einem Wachstum von 0/0,5 Prozent in den Jahren 2024/2025 hinter den vier großen Ländern der Eurozone zurückbleiben wird – maßgeblich beeinflusst durch rückläufige Investitionen infolge der restriktiven Geldpolitik, aber auch durch einen früheren Aufschwung im Bausektor. Gleichwohl ist es schwierig, diese Entwicklung getrennt von den Produktionsproblemen in Deutschland und dem allgemein schwachen globalen Wachstum zu betrachten. Unsere Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Italien liegen deutlich unter den Annahmen der Regierung (1,2 / 1,4 Prozent) und deuten auf mögliche Haushaltsabweichungen bei einer ohnehin schon herausfordernden Entwicklung der Staatsverschuldung hin.

www.fixed-income.org
Foto: Hugo Le Damany © AXA Investment Managers

 

Investment
Das dritte Quartal 2026 stand im Zeichen geo­politisch getrie­bener Energie­preise und restrik­tiver Noten­banken. Die Kon­junktur blieb über­raschend…
Weiterlesen
Investment

von Richard Bernstein, Global Head of Macro and Customized Investing, Chris Benway, Director of Research, and Michael Talaga, Global Head of Credit…

Anleger neigen dazu, den Zentral­banken viel Aner­kennung für die mehr als 30 Jahre an­dauernde Des­inflation zu zollen, die vor der Pandemie…
Weiterlesen
Investment

von Ken Orchard, CIO Fixed Income, T. Rowe Price

Steigende Anleihe­renditen bedeuten nicht zwangs­läufig, dass die Zentral­banken alle Zinser­höhungen vor­nehmen werden, die die Märkte derzeit…
Weiterlesen
Investment
Europä­ische High-Yield-Anleihen bieten weiterhin attraktive laufende Erträge, während das Durationsrisiko vergleichs­weise begrenzt bleibt. Die…
Weiterlesen
Investment

von Thomas Timmermann, Fondsmanager bei DPAM

Der Markt für Schwellen­länder-Unter­nehmens­anleihen hat heute ein Volumen von 2,6 Billionen US-Dollar und über­trifft sowohl den globalen…
Weiterlesen
Investment
Strategie­wechsel bei BlackRock. Nach fast zwei Jahren der Überge­wichtung werden US-Aktien auf neutral zurück­gestuft und US-Staats­anleihen…
Weiterlesen
Investment

Renditen langlaufender Staatsanleihen sind auf ein Niveau gestiegen, das zuletzt zur Zeit der globalen Finanzkrise zu beobachten war

Der aktuelle Ausver­kauf von lang­lau­fenden Anleihen hat die Argu­mente gestärkt, kurz­laufende Anleihen in Betracht zu ziehen, da stei­gende…
Weiterlesen
Investment
Wer in Bukarest Blut spendet, bekommt als Danke­schön die Chance, Anleihen zu zeichnen. Was wie eine Kuriosität wirkt, steht für einen größeren Trend:…
Weiterlesen
Investment
Anleger richten ihren Blick derzeit zu stark auf steigende Renditen und geopo­litische Risiken und unter­schätzen dabei die verbesserten…
Weiterlesen
Investment
Viele Analysten gehen davon aus, dass die Cash­flows der Hyper­scaler in den kommenden Jahren negativ werden. Grund dafür ist der beispiellos hohe…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!