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Continental erhöht Cashflow-Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Umsatz wächst im ersten Quartal um 3% auf 9,85 Mrd. Euro

Nach einem guten ersten Quartal im Geschäftsjahr 2016 hebt das Technologieunternehmen Continental seinen Ausblick für den Free Cashflow vor Akquisitionen für das Gesamtjahr an: "In den ersten Monaten dieses Jahres gelang es uns erneut, den Free Cashflow vor Akquisitionen deutlich zu steigern. Bis zum Jahresende soll dieser Betrag auf mindestens 2 Mrd. Euro steigen. Bisher hatten wir mit mindestens 1,8 Mrd. Euro gerechnet", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart am Mittwoch bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum ersten Quartal.

Der Umsatz des internationalen Automobilzulieferers, Reifenherstellers und Industriepartners stieg im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 9,85 Mrd. Euro. Gleichzeitig wuchs das Konzernergebnis, das den Anteilseignern zugerechnet wird, um 12 Prozent auf 734 Mio. Euro. Damit stieg das Ergebnis pro Aktie auf 3,67 Euro nach 3,28 Euro im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich zum 31. März im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent auf über 1 Milliarde Euro. Dies entspricht einer Marge von 10,6 Prozent nach 10,2 Prozent im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) stieg gegenüber dem ersten Quartal 2015 um 8,4 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 11,3 Prozent und damit 0,7 Prozentpunkte über dem Niveau der ersten drei Monate des Vorjahres.

"Aufgrund unseres starken Cashflow konnten wir unsere Netto-Finanzschulden im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber dem Jahresende um 459 Mio. Euro auf insgesamt 3,1 Mrd. Euro reduzieren. Der Verschuldungsgrad, die sogenannte Gearing Ratio, liegt damit bei 23,1 Prozent. Unser mittelfristiges Ziel, die Marke von 20 Prozent zu unterschreiten, haben wir damit fast erreicht", erläuterte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrugen die Netto-Finanzschulden sogar 1 Milliarde Euro weniger. Im ersten Quartal 2015 waren die Netto-Finanzschulden im Wesentlichen durch den Zukauf von Veyance Technologies angestiegen. Die Gearing Ratio betrug am Ende des ersten Quartals 2015 noch 33,5 Prozent.

Zum 31. März 2016 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster von 5,45 Mrd. Euro, davon 1,7 Mrd. Euro an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien von knapp 3,8 Mrd. Euro. Die im April 2014 abgeschlossene revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd. Euro (Teil des syndizierten Kredits mit einem ursprünglich zugesagten Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. Euro) wurde im April 2016 um ein weiteres Jahr verlängert. Diese Finanzierungszusage steht Continental nunmehr bis April 2021 zur Verfügung. Das im syndizierten Kredit enthaltene Festdarlehen in Höhe von 1,5 Mrd. Euro wurde vorzeitig bis Ende März 2016 vollständig zurückgezahlt.

Der Zinsaufwand belief sich in den ersten drei Monaten 2016 auf insgesamt 59 Mio. Euro. "Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 34 Mio. Euro um 14 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der wesentliche Anteil entfiel dabei mit 21 Mio. Euro auf den Aufwand aus den begebenen Anleihen", erläuterte Schäfer. Das negative Zinsergebnis verbesserte sich im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Mio. Euro auf 34 Mio. Euro.

In den ersten drei Monaten investierte Continental insgesamt 398 Mio. Euro in Sachanlagen und Software. Damit beträgt die Investitionsquote 4,0 Prozent nach 3,7 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Continental erhöhte den Aufwand für Forschung und Entwicklung zur Unterstützung einer Vielzahl an Projektanläufen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 stieg dieser Betrag um 11,4 Prozent auf 716 Mio. Euro. Das entspricht einer Quote von 7,3 Prozent des Umsatzes nach 6,7 Prozent vor einem Jahr.

Zum Ende des ersten Quartals beschäftigte Continental 212.417 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als 4.500 Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2015. Grund dafür ist vor allem der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten, Vertriebskanälen und des Bereichs Forschung und Entwicklung.

Die Automotive Group erwirtschaftete in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 6,0 Mrd. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 7,6 Prozent.

Die Rubber Group erzielte im ersten Quartal 2016 einen Umsatz von 3,85 Mrd. Euro und konnte die bereinigte EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahresniveau um 3,1 Prozentpunkte auf 17,8 Prozent steigern.


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