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Eine griechische Tragödie: Das Grenzland des Euroraumes behindert den Euro

Saxo Bank Kommentar Februar 2010

John J. Hardy, Mitglied des Strategieteams von Saxo Bank und Währungs-Spezialist, befürchtet wegen der Geschehnisse in Griechenland eine “Ansteckungsgefahr” und warnt vor der Angst vor dem “Niedergang des Euro”:

"Die langfristigen Auswirkungen der Situation in Griechenland sind in Hinsicht auf den Euro extrem Besorgnis erregend. Dies gilt besonders für den Fall, wenn die Wirtschaft im Euroraum sich nicht ausreichend erholt, um den enormen Druck auf die Bilanzen der Euroländer zu mindern. Das “Ansteckungspotential” in einem solchen Szenario ist weitaus größer als das konkrete Problem Griechenland, dessen finanzielle Nöte nur ein Tropfen auf dem heißen Stein für den Euroraum sind. Die langfristige Entwicklung die man betrachten sollte und die Ängste vor dem Niedergang des Euro auslösen könnten, sind politische Bestrebungen, das Joch des Euro abzulegen, durch den ganze Nationen im Euroraum ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Weiter führt Hardy aus, dass Carry Trades einen kräftigen Rückschlag erlitten haben:

 

“Nachdem man sich daran gewöhnt hat, dass die Märkte seit Monaten stetig gestiegen sind, gab es in den vergangen Wochen nur wenig Anzeichen dafür, dass sich daran etwas ändern könnte. Zwei Ereignisse wirkten sich jedoch schnell auf den Risikoappetit von Investoren überall in der Welt aus. Das eine ist der Versuch Chinas, das enorme Kreditwachstum in den Griff zu bekommen und dadurch eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Das andere ist die Situation Griechenlands.

Hardy verweist auf das Carry Trade Model von Saxo Bank, das weitere Schwierigkeiten antizipiert:

"Zuerst veränderten sich die Erwartungen der Leitzinsen, während Credit Spreads und Emerging Markets Spreads negativ wurden. Es ist interessant, die konstant niedrigen Levels bei Credit Spreads zu sehen, trotz des Rückschlags im Risiko, der sich Mitte Februar zeigte. Ist das ein Anzeichen für weitere Schwierigkeiten?”



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