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PGIM-Studie: Allokatoren setzen auf festverzinsliche Wertpapiere in Zeiten anhaltender Unsicherheit

Matt Shafer (Quelle: PGIM)

Aufgrund der prognos­tizierten anhal­tenden wirt­schaft­lichen Unsicher­heit und erhöhten Markt­volatilität in den kommenden zwölf Monaten, planen globale Vermögens­allokatoren, ihre Positionen in festver­zinslichen Wert­papieren und Barmitteln zu erhöhen. Dies geht aus einer Studie von PGIM hervor. PGIM ist der globale Vermögensverwalter der US-amerika­nischen Prudential Financial, Inc. (NYSE: PRU).

Die Ergebnisse sind Teil der aktuellen „Gatekeeper Pulse®“-Studie von PGIM, die Allokationspläne, Anlageüberzeugungen und Managerpräferenzen von 210 britischen, kontinentaleuropäischen und asiatischen Gatekeepern großer globaler Finanzinstitute mit einem verwalteten Vermögen von mindestens 1 Milliarde US-Dollar untersucht. Ziel der mittlerweile sechsten Studie von PGIM ist es, die Themen zu ermitteln, die für Entscheidungsträger bei der Fondsauswahl am wichtigsten sind.

Für globale Gatekeeper sind öffentlich gehandelte festverzinsliche Wertpapiere weiterhin attraktiv: 37% gehen davon aus, dass sie ihre Allokationen in dieser Anlageklasse während des erwarteten Zinssenkungszyklus erhöhen, während 14% eine Reduzierung ihrer Positionen planen. Ein ähnlicher Trend ist bei Private Credit zu beobachten, wo netto 22% der Anleger eine Erhöhung ihres Engagements planen.

Die erhöhte Allokation am Anleihemarkt geht einher mit den Renditeerwartungen für das kommende Jahr: 43% erwarten, dass öffentlich gehandelte festverzinsliche Wertpapiere höhere Renditen als in den letzten zwölf Monaten erzielen werden. 20% rechnen hingegen mit niedrigeren Renditen. Bei Private Credit erwarten 34% der Allokatoren höhere Renditen, während 24% mit schwächeren Renditen rechnen.

Matt Shafer, Head of International Intermediary Distribution bei PGIM, sieht eine anhaltende Attraktivität festverzinslicher Wertpapiere für Anleger. Gründe hierfür sind Zölle, Volatilität an den Aktienmärkten und ein sich verlangsamendes Wirtschaftswachstum, die allesamt für Unsicherheit sorgen.

„In einem von politischer Verunsicherung und Turbulenzen geprägten Markt wenden sich Kunden festverzinslichen Wertpapieren zu, um stabile Erträge zu erzielen und sich wirksam gegen Kursverluste abzusichern“, sagt Shafer. „Angesichts der Marktdynamik verzeichnen Multi-Sector-Strategien, die flexibel auf Basis des relativen Werts zwischen verschiedenen Anleihesegmenten umschichten können, eine besonders starke Nachfrage.“

ERHÖHTE RISIKEN TREIBEN DIE NACHFRAGE NACH CASH UND ALTERNATIVES
Vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten zwischen Risikoaversion und Risikobereitschaft schwankenden Märkte ist es wenig überraschend, dass die Gatekeeper weiterhin unterschiedliche Einstellungen zum Thema Risiko haben. Im Vergleich zum vorangegangenen Zwölfmonatszeitraum rechnen 32% der Gatekeeper damit, ihre Risikopositionierung in der kommenden Zeit zu erhöhen, während 40% einen Rückgang erwarten. In Asien lagen beide Werte bei 37%.

Geopolitische Spannungen, Rezessionsängste und anhaltend hohe Inflation zählen aus Sicht der Entscheidungsträger in Europa und Asien zu den größten Risiken. Auch in Zukunft rechnen viele mit erhöhter Marktvolatilität: Weltweit erwarten 83% der Gatekeeper für das kommende Jahr eine höhere Volatilität der Renditen. In Anbetracht des unsicheren makroökonomischen Umfelds planen 39% der Gatekeeper, ihre Allokationen in Bargeld/Geldmarktinstrumente in den nächsten 12 Monaten zu erhöhen, während 20% einen Rückgang der Bargeldpositionen erwarten.

Die Nachfrage nach alternativen Anlagen wie Private Equity und Private Credit bleibt trotz einer gewissen Abschwächung gegenüber dem Vorjahr robust. Netto 22% aller Befragten erwarten eine Erhöhung ihrer Allokationen in Private Credit und netto 19% wollen ihre Positionen in Private Equity ausbauen. Fondsselektoren bevorzugen den Zugang zu den Private Markets über Direktbeteiligungen und Co-Investments. Der Wunsch nach mehr Kontrolle in einem unsicheren Marktumfeld könnte diese Präferenz erklären. An zweiter Stelle stehen Pooled Vehicles, die den Zugang zu privaten Märkten erleichtern.

Im Bereich Private Credit sehen 58% der Fondsmanager angesichts der begrenzten Kreditvergabe der Großbanken an mittelständische Unternehmen weiterhin Chancen. Allerdings geht die Hälfte der Befragten davon aus, dass man aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs mit geringeren Spreads rechnen muss.

Auch die Anlageklasse Infrastruktur dürfte stärker gefragt sein. In den nächsten 12 Monaten rechnen 45% der Gatekeeper damit, ihre Infrastrukturallokationen aufzustocken, während nur 7% ihre Positionen wahrscheinlich reduzieren werden. Mit einem erwarteten Nettozuwachs von 38 % führen Infrastruktur-Investments die Liste der positiven Allokationserwartungen an.

TRANSFORMATIVE TECHNOLOGIEN BLEIBEN EIN LICHTBLICK AM AKTIENMARKT
Im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren sind die Allokatoren bei Aktien weniger optimistisch. Nur 26% der Gatekeeper prognostizieren für die öffentlichen und privaten Equity-Märkte höhere Renditen als in den letzten zwölf Monaten. Weitaus mehr Allokatoren rechnen hingegen mit niedrigeren Renditen: 45% für Public und 40% für Private Equity. Angesichts der Bedeutung von US-Aktien für die globalen Märkte sind die schwächeren Wachstums- und Gewinnaussichten vermutlich der Hauptgrund für die Zurückhaltung der Gatekeeper.

Die anhaltende Unsicherheit spiegelt sich in divergierenden Allokationsplänen der Gatekeeper wider: 34% erwarten eine Aufstockung ihrer Positionen in Public Equity, während 27% einen Rückgang prognostizieren. Für Gatekeeper, die ihre Allokation in Aktien erhöhen möchten, sind globale Aktienstrategien nach wie vor die erste Wahl. Allerdings rechnen fast zwei Drittel von ihnen mit einer regionalen Fragmentierung der Aktienperformance aufgrund der unterschiedlichen Geldpolitik der einzelnen Staaten. Uneinigkeit besteht unter den Gatekeepern darüber, ob Small und Mid Caps die Performance-Lücke zu den Large Caps schließen können.

Auch wenn die Aktienmärkte in den letzten Monaten zwischen Optimismus und Unsicherheit schwankten, geht Shafer davon aus, dass die Nachfrage der Anleger nach Aktien weiterhin stark bleiben wird – insbesondere in Bereichen, die mit transformativen Technologien verbunden sind.

„Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass generative KI die Weltwirtschaft umgestalten, Geschäftsmodelle transformieren und die Customer Experience verbessern wird“, so Shafer. Aus Investitionssicht gibt es zwar Bedenken, dass der aktuelle Investitionszyklus früher als erwartet seinen Höhepunkt erreichen könnte. Wir gehen jedoch davon aus, dass die nächste bedeutende Wachstumsphase, von der Anleger profitieren können, von einer Welle KI-getriebener Anwendungen ausgehen wird.”

In Bezug auf Immobilien prognostizieren mehr als 50% der Experten für die kommenden zwölf Monate keine Veränderung der Positionierung.  Unter den 20 % der Allokatoren, die eine Aufstockung ihrer Positionen planen, zeigt sich eine klare Präferenz für den heimischen Markt. Europäische Gatekeeper bevorzugen den europäischen Raum, während ihre asiatischen Kollegen den entwickelten asiatischen Raum favorisieren.

Shafer fasst zusammen: „Die aktuelle ‚Gatekeeper Pulse‘-Studie spiegelt die Zwiespältigkeit deutlich wider, mit der Allokatoren derzeit konfrontiert sind. Gatekeeper erkennen die Notwendigkeit, mit erhöhten Risiken umzugehen, ziehen sich jedoch nicht zurück – vielmehr passen sie sich an eine voraussichtlich länger andauernde Phase der Unsicherheit an. Wir beobachten einen selektiveren Ansatz über alle Anlageklassen hinweg. Die Nachfrage nach stabilen Ertragslösungen wie festverzinslichen Wertpapieren und Infrastruktur ist gestiegen. Zudem besteht ein vorsichtiges, aber anhaltendes Interesse an Private Markets und innovativen Aktienthemen. Die Studie hebt zudem die zunehmende Bedeutung von Risikomanagement und Flexibilität hervor – Eigenschaften, die bei unseren Kunden derzeit besonders gefragt sind.“

www.fixed-income.org


 

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