YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

EMD-Hartwährung trotz jüngster Rallye attraktiv

Die Credit-Spreads der Schwellenländer bieten immer noch Investitionsmöglichkeiten

Seit ihrem Zehnjahreshoch im März und April 2020 haben sich die Credit Spreads der Schwellenländer wieder deutlich verengt. Die schnelle Trendwende wurde durch das Erreichen des Tiefpunkts bei den Fundamentaldaten, die unterstützenden Maßnahmen der Fed und die äußerst attraktiven Bewertungen ausgelöst. NN Investment Partners (NN IP) ist davon überzeugt, dass selbst nach der starken Erholung Hartwährungsanleihen von Schwellenländern bei den derzeitigen Spread-Niveaus eine interessante Investitionsmöglichkeit bieten. Die Entwicklungsländer werden von unterstützenden Kreditprogrammen und Zinssätzen nahe Null in den entwickelten Märkten profitieren. Außerdem könnte vor dem Hintergrund der historischen Renditeentwicklungen die Zeit der Spread-Einengung noch lange nicht vorbei sein.

Die Corona-Krise war für die weitesten Credit-Spreads in den Schwellenländern seit der globalen Finanzkrise verantwortlich. Wie NN IP seinerzeit anmerkte, stellte diese Spread-Ausweitung für Emerging Market Debt Investoren eine bedeutende Investmentgelegenheit dar. Trotz rekordverdächtiger Emissionen stiegen die Spreads rasant an. Zwar befinden sie sich nicht mehr auf extremen Niveaus, orientieren sich aber an dem Niveau kleinerer Krisen wie der griechischen Schuldenkrise 2011. Auch im derzeitigen Umfeld glaubt NN IP, dass aus dieser Anlageklasse noch immer Wert zu schöpfen ist.

Vergangenheitswerte zeigen, dass sich die Spreads wahrscheinlich weiter verengen werden. "Während der globalen Finanzkrise, in dem Jahr, das acht Wochen nach dem Höchststand der Spreads begann, lagen die Renditen von Staatsanleihen aus Schwellenländern bei fast 30 %", sagt Leo Hu, Co-Lead Portfolio Manager EMD HC bei NN IP. "Ähnliche Trends lassen sich nach weniger schwerwiegenden Ausverkäufen wie der griechischen Schuldenkrise beobachten." Angesichts des attraktiven Risiko-Ertrags-Verhältnisses sollte man in den Kreditmärkten der Schwellenländer investiert bleiben, da ein richtiger Zeitpunkt schwer vorherzusagen ist und die Liquidität schwanken kann. Emerging Market Credit wird in einer Welt, in der die Zinssätze in den entwickelten Märkten über einen längeren Zeitraum nahe Null liegen, auch weiterhin einen bedeutenden Carry generieren.

Die Schwellenländer sind noch weit von einer wirtschaftlichen Erholung entfernt. Die Erdölexporteure haben nach wie vor mit den negativen Auswirkungen gesunkener Preise und Mengen zu kämpfen - die Brent-Rohöl-Futures für das bisherige Jahr sind um 30,9 % gesunken, während Urlaubsreisen zu beliebten Destinationen vor 2021 wahrscheinlich nicht wesentlich zunehmen werden. Zudem sind die Schwellenländer durch potenzielle "Tail-Risks", wie ein Wiederanstieg von Virusinfektionen, gefährdet. Viele Menschen in ärmeren Volkswirtschaften müssen sich dem Virus aussetzen, um zu überleben, was eine Ausbreitung erleichtert. Weitere Lockdowns könnten verheerende soziale und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. "Nichtsdestotrotz entwickelt sich die Gesamtlage allmählich positiv", sagt Hu. "Die Länder verzeichnen Fortschritte bei der Behandlung, den Testmöglichkeiten, den Lieferketten für medizinische Ausrüstung, der sozialen Distanzierung und dem Tragen von Masken. Diese kleinen Fortschritte tragen zur Konsolidierung der Märkte bei."

Die Schwellenländer profitieren auch von der Unterstützung durch den IWF und andere multilaterale Organisationen, die ihnen durch die Krise helfen dürften. Der IWF setzt erhebliche finanzielle Mittel ein, um den Ländern in dieser Notlage beizustehen. Die G20-Debt Service Suspension Initiative (DSSI) hat sogar die Rückzahlungen für die ärmsten Mitgliedstaaten der Internationalen Entwicklungsorganisation bis Ende 2020 ausgesetzt. Dieser Aufschub bedeutet, dass diese Länder nicht auf die Eurobond-Märkte zurückgreifen müssen und die bestehenden Schulden besser bewältigen können. NN IP hat Angola, Kamerun und Mosambik als Eurobond-Emittenten identifiziert, die von dieser Initiative profitieren könnten.

China - der größte bilaterale Kreditgeber für die Schwellenländer - zeigt ebenfalls ermutigende Anzeichen für mehr Transparenz und Entspannung. Das Land schloss sich der DSSI-Initiative der G20 an, um den ärmsten Ländern eine Erleichterung zu verschaffen. Präsident Xi Jinping sprach sich dafür aus, unverzinsliche Staatsdarlehen zu streichen und einige Handelsverpflichtungen der afrikanischen Länder zu überarbeiten. Angola ist ein erster Kandidat für diese Initiative. "Angolas Wirtschaft steht wegen Covid-19 und des Ölpreiseinbruchs unter Druck. Außerdem sind etwa 50 % seiner gesamten Auslandsschulden gegenüber China geschuldet", erklärt Hu. "Lokalen Presseberichten zufolge hat sich China auf ein dreijähriges Schuldenmoratorium geeinigt, was dazu beiträgt, den Liquiditätsdruck zu mindern und Barmittel freizumachen."

Die vielleicht größte Unterstützung für die Schwellenländer kam von der US-Notenbank, die die Zinssätze schnell auf Null senkte und ein offensives Kaufprogramm einleitete. Dies trug zur Stabilisierung der globalen Kreditmärkte bei und verhalf den US-Primärkreditmärkten zu einer Wiedereröffnung. Dies trug wiederum zur Öffnung der Schwellenländer-Primärmärkte bei und bot ihnen eine dringend benötigte Finanzierungsquelle. "Wenn die kurzfristigen US-Zinsen auf Null gesetzt sind, können bestimmte Schwellenländer-Zentralbanken ihre eigenen lokalen Zinssätze deutlich senken, um zur Wiederbelebung ihrer Volkswirtschaften beizutragen", sagt Hu. "Nachdem die Fed das Modell des groß angelegten Anleihekaufs eingeführt hat, war es für die Schwellenländer leichter, die Monetisierung zu nutzen, um sich in dieser Krise selbst zu finanzieren und ihre heimische Wirtschaft zu schützen."

NN IP hat folgende "Tail Risks" für die Schwellenländer ausgemacht: ein Wiederanstieg der Virusinfektionen, Spannungen zwischen den USA und China sowie politische Verwerfungen in den USA. Dennoch stimmen starke technische Faktoren und attraktive Bewertungen den Vermögensverwalter auf kurze Sicht positiv gegenüber der EMD-Hartwährungsanleihen. Darüber hinaus zeigen die historischen Renditeentwicklungen, dass die EMD-Hartwährungsanlageklasse auch mehrere Monate nach einer Krise weiterhin positiv überraschen kann.

www.fixed-income.org
Foto: Leo Hu
© NN IP


Investment

von Daniel Morris, Chief Market Strategist bei BNP Paribas Asset Management

Rekord­ver­dächtig war dieses Jahr der europä­ische Sommer. In Groß­britan­nien wird er wohl der wärmste seit Beginn der Auf­zeich­nungen im Jahr 1884…
Weiterlesen
Investment

US-Regierung spürt den Druck steigender Zinsen / von Eoin Walsh, Portfoliomanager bei TwentyFour Asset Management

Das US-Finanz­minis­terium über­raschte die Märkte gestern Nach­­mittag mit der Ankündigung, seine Rück­kauf­prog­ramme auszu­weiten. Diese sollen vom…
Weiterlesen
Investment

von Bertrand Lecourt, Senior Fondsmanager bei J O Hambro

Nach Hitze und Trocken­heit wird in vielen Teilen Europas wieder über Wasser gespro­chen, eine Ressource, die lange als selbst­ver­ständ­lich galt.…
Weiterlesen
Investment

von Marcio Costa, Senior Portfoliomanager, BANTLEON

Nach dem jüngsten massiven Rendite­anstieg ist das markt­tech­nische Bild für deutsche Bundes­anleihen und US-Treasuries weiterhin moderat negativ zu…
Weiterlesen
Investment

von John Lloyd, Global Head of Multi-Sector and Corporate Credit, und Tom Ross, Global Head of High Yield, Janus Henderson Investors

Die Ver­engung der Credit Spreads (die Rendite­differenz zwischen einer Unter­nehmens­anleihe und einer Staats­anleihe mit ähnlicher Laufzeit) ist…
Weiterlesen
Investment

von Chris Iggo, Chair of the Investment Institute bei BNP Paribas Asset Management

Heiß ist’s, und Aktien stiegen im Sommer auf neue Allzeit­hochs. Trotz aller Konjunktur­risiken wächst die Welt­wirtschaft. Die Unter­nehmens­gewinne…
Weiterlesen
Investment

von Sandy Pei, Senior Portfolio Manager bei Federated Hermes

Bei Invest­ments in China klaffen Wahr­nehmung und Realität derzeit oft aus­einander. Trotz Markt­unsicher­heiten zeigen sich die makro­öko­no­mischen…
Weiterlesen
Investment

von Rick de los Reyes, Leiter des Bereichs Rohstoffe und Portfoliomanager in der Global Equity Division bei T. Rowe Price

Historisch ge­sehen entwickelte sich der Gold­preis tenden­ziell umge­kehrt zu den Real­zinsen: Höhere Real­zinsen gingen in der Regel mit…
Weiterlesen
Investment

von Thomas Hanson, Portfoliomanager bei Aegon Asset Management

Das Ausmaß der Anleihe­emis­sionen großer Techno­logie­unter­nehmen und der Aufbau der dafür erforder­lichen Infras­truktur sind in den letzten zwei…
Weiterlesen
Investment
Portfolio-ETFs ge­winnen unter deut­schen Privat­anlegern zu­nehmend an Be­deutung, da die Nach­frage nach ein­fachen, breit gestreuten…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!