YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Europäische Banken im Aufwind: Solide Bilanzen, attraktive Bewertungen, nachhaltiges Potenzial

© pixabay

Europäische Bank­aktien haben in den ver­gangenen Jahren bemerkens­werte Kurs­anstiege verbucht. Jeroen Knol, Senior Portfolio­manager bei BNP Paribas Asset Manage­ment, sieht sogar weiteres Aufwärts­potenzial: „Nach der Finanzkrise von 2008 hatten die Institute lange Zeit Schwierig­keiten. Doch über ein Jahrzehnt später waren Bilanzen und Aus­schüttungs­fähigkeit wieder solide und die Aktien verhältnis­mäßig sehr günstig zu haben.“ Der jüngste Kursanstieg sei möglicherweise erst ein Teil der Aufhol­bewegung.

Ein wesentlicher Treiber der Erholung sei das Umfeld höherer Zinsen, das den Instituten deutlich verbesserte Margen beschere. Dabei weist Knol allerdings auch auf die regional begrenzte Tätigkeit als mitentscheidender Faktor hin: „Während in Europa viele international ausgerichtete Branchen unter schwachem Wachstum, Handelsunsicherheit und dem Wechselkurs leiden, zeigt sich der Bankensektor von einer sehr stabilen Seite.“ Das habe sich laut Knol auch in den aktuellsten Quartalsberichten bemerkbar gemacht. „Trotz gesunkener Zinsen überraschten viele Institute mit stabilen Einlagen, wirksamen Zinsabsicherungen, ersten Anzeichen von Kreditwachstum und einer besseren Kreditqualität.“

Nach Einschätzung des Experten kamen ungefähr zeitgleich mit dem Anstieg der Zinssätze weitere für europäische Bankenaktien günstigen Faktoren hinzu. Darunter seien etwa das Ausbleiben eines klassischen Kreditzyklus nach Jahren der Entschuldung und staatlicher Pandemiefinanzhilfen sowie Vorteile in der Kostenkontrolle durch Digitalisierung. Auch hätten die Banken in den letzten 17 Jahren viel in die Optimierung ihrer Geschäftsmodelle und Bilanzen investiert, mit Erfolg: „Eine durchschnittliche Dividendenrendite von 7,5 Prozent sucht in anderen europäischen Sektoren derzeit ihresgleichen.“

Trotz der jüngeren Kursgewinne hält Knol die Bewertungen der europäischen Bankaktien weiterhin für attraktiv. „Im Vergleich zu Vorkrisenzeiten, zum europäischen Gesamtmarkt und vor allem zu US-Banken notieren sie weiter mit Abschlägen – und das bei deutlich höheren Kapitalquoten als vor 2008.“ Zudem würden die europäischen Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben über einen längeren Zeitraum die Kreditnachfrage ankurbeln.

Risiken blendet Knol jedoch nicht aus. „Banken bleiben ein zyklischer Sektor, und eine unerwartete Wachstumsabschwächung könnte immer Kurskorrekturen auslösen.“ Weitere Belastungsfaktoren wären eine Rückkehr zu Nullzinsen, stockendes Kreditwachstum, strengere Regulierung oder politische Eingriffe. Auch ein Ausbleiben größerer Fusionen sowie zunehmender Wettbewerb durch digitale Anbieter könnten die Bewertungen dämpfen.

Alles in allem halten sich die Risiken aus Sicht des Investmentexperten derzeit aber in Grenzen. „Das Hauptrisiko für Banken waren historisch betrachtet immer sprunghaft steigende Kreditausfälle – und die sind momentan nicht in Sicht.“

www.fixed-income.org


 

Investment
Der Haushalts­ausschuss des Bundes­tags stimmt in der morgigen Sitzung unter Tages­ordnungs­punkt 21 über die „Options­ausübung zur Beschaffung von…
Weiterlesen
Investment
Die Lage in Frank­reich spitzt sich zuneh­mend zu. Angesichts der weiter steigenden Staats­ver­schuldung richtet sich der Blick der Anleger verstärkt…
Weiterlesen
Investment
Die Renditen von Staats­anleihen sind deut­lich gestiegen. Für Bastian Freitag, Head of Fixed Income bei Roth­schild & Co Wealth Manage­ment…
Weiterlesen
Investment

von David Clewell, Co-Portfoliomanager der Multi-Asset Global Income Strategy bei T. Rowe Price

Die 5-Prozent-Marke bei der Rendite 10-jähriger US-Staats­anleihen war für Anleger eine wichtige psycho­logische Schwelle, da diese seit der Zeit nach…
Weiterlesen
Investment

Hohe Einstiegsrenditen von Anleihen können Inflationsverluste abfedern. Niedrige lassen Anlegern dagegen kaum ein Sicherheitspolster.

In Robert Louis Steven­sons Aben­teuer­roman „Die Schatz­insel“ weist eine Karte den Weg zu Reich­tümern. Doch wer ihr folgt, begibt sich oft in…
Weiterlesen
Investment
Der Kupon eines Syndi­cated Loans passt sich laufend an den Referenz­zins an – anders als bei klassischen Unter­nehmens­anleihen mit festem Kupon.…
Weiterlesen
Investment
Weltweit kommt es zu einem Aus­verkauf langfristiger Anleihen, doch die Schwellen­länder folgen nicht dem üblichen Muster. Höhere globale Renditen…
Weiterlesen
Investment

Barometerwert steigt von -25,97 auf -12,30 Punkte

Die Stimmung unter den gewerb­lichen Immo­bilien­finan­zierern ist im dritten Quartal 2026 besser geworden, bleibt aber weiter im deutlich nega­tiven…
Weiterlesen
Investment
Die US-Hyper­scaler ent­wickeln sich in rasan­tem Tempo zu prägenden Emittenten am Unter­nehmens­anleihe­markt. Die aktuelle Studie des Asset Managers…
Weiterlesen
Investment
Die Kosten der Staats­ver­schul­dung sind in den Schlag­zeilen – nicht nur auf den Wirtschafts­seiten, sondern auch auf den Titel­seiten. Als…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!