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EZB-Sitzung: Was passiert mit dem PEPP-Programm?

von Guillermo Felices, Global Investment Strategist bei PGIM Fixed Income

Wir gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung die Zinssätze stabil halten wird. Die EZB sollte die Zinserhöhungen vorerst abgeschlossen haben und auf absehbare Zeit beim aktuellen Zinssatz bleiben. Obwohl sich die Wirtschaft der Eurozone verlangsamt, besteht weiterhin ein Inflationsproblem. Als inflationsorientierte Zentralbank hat die EZB allerdings nicht viel Spielraum, die Zinssätze in nächster Zeit zu senken, auch wenn die in dieser Woche veröffentlichten Daten zum Einkaufsmanagerindex in Europa eindeutig darauf hinwiesen, dass sich der Druck auf das Wachstum eher noch verschärfen wird, bevor er sich bessert und die Finanzierungsbedingungen in ganz Europa bereits zunehmend restriktiver sind.

Das Wichtigste, worauf Anleger am Donnerstag achten sollten, ist, ob die EZB Ankündigungen zur Bilanzpolitik macht. Es besteht das Risiko, dass sie ihren Bilanzabbau beschleunigt, indem sie ein früheres Ende der Reinvestitionen ihres PEPP-Programms ankündigt als bisher geplant (bis mindestens Ende 2024). Der Markt ist derzeit aufgrund verschiedener konkurrierender Themen beunruhigt – von höheren, längerfristigen Zinssätzen bis hin zu zunehmenden Spannungen im Nahen Osten – und es besteht das Risiko, dass die EZB durch die Ankündigung von Änderungen an ihrer Bilanz unbeabsichtigt noch strengere finanzielle Bedingungen an den Märkten verursacht mit möglicherweise unerwünschten Nebenwirkungen.

In Anbetracht der vielen Unsicherheiten, denen die Märkte derzeit ausgesetzt sind, würde es uns nicht überraschen, wenn die Anlagepreise auf kürzere Sicht schwächer und die Spreads größer würden. Als langfristige Investoren sind wir der Meinung, dass das Umfeld für festverzinsliche Wertpapiere trotz der Volatilität an den Märkten sehr gut ist. Die Anleiherenditen sind deutlich höher und der zyklische Gegenwind spricht mittelfristig für einen Wertzuwachs. Anleihen sind auch im Vergleich zu Aktien attraktiver, da die Renditen von Anleihen jetzt näher an denen von Aktien liegen (Ertragsrenditen) und die Renditen weniger volatil sind.

www.fixed-income.org
Foto: Guillermo Felices © PGIM Fixed Income
 

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