YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Fisch Asset Management: Emerging Markets gehören differenziert betrachtet

Überdurchschnittliche Risikoprämien der Investment Grade Corporates aus Schwellenländern

Die Emerging Markets haben sich als Anlageregion etabliert. Sie unterliegen dabei von Zeit zu Zeit wie jede andere Region und Anlageklasse Schwankungen sowie unterschiedlichen Entwicklungsprognosen. Aktuell beeinflussen die Negativ-Meldungen der vergangenen Wochen die Märkte stark. Allen voran ist China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und quasi das "führende" Schwellenland, mit der Abwertung des Yuan und der Wachstumsabschwächung in aller Munde. Auch Brasilien und Malaysia mit Korruptionsskandalen oder Russlands Rezession aufgrund des tiefen Ölpreises und den anhaltenden Sanktionen gehören zu den Faktoren, die das Marktsegment der Schwellenländer zurzeit erheblich stressen und damit die Risikoprämien global ansteigen lassen.

"Da zahlreiche Schwellenländer zu den größten Rohstofflieferanten zählen, wirken sich die Preisrückgänge vieler Rohstoffe, darunter insbesondere Eisenerz und Erdöl, belastend für deren Volkswirtschaften aus. Doch unter den Emerging Markets gibt es auch Staaten, die beispielsweise als Ölimporteure vom niedrigen Ölpreis profitieren. Viele asiatische Staaten und die Türkei oder Indien gehören dazu. Die relativ günstiger gewordenen Rohstoffpreise sind auch für osteuropäische Länder wie Polen und Tschechien vorteilhaft, deren Wirtschaft sich äußerst robust präsentiert. Schwellenländer sind ein heterogenes Gebilde und müssen deshalb unbedingt differenziert betrachtet werden. Es ist wie in der Euro-Zone: es gibt positive und negative Entwicklungen, aber in der Regel wird über schlechte mehr berichtet als über gute", sagt Hannes Boller, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management.

Vorteil großer Währungsreserven
Es gibt also auch positive Nachrichten aus Emerging Markets. Beispielsweise profitieren viele Länder von ihrer schwachen Heimwährung und können damit ihre Produkte im Ausland günstiger absetzen. Zudem haben verschiedene Schwellenländer über die letzten Jahrzehnte große Währungsreserven aufgebaut und beispielsweise China (USD 3.000 Mia.), Saudi-Arabien (USD 600 Mia.), Indien, Südkorea, Brasilien, Singapur und Hongkong (je über USD 300 Mia.) hohe Volumen angespart. Das gibt den Ländern die Möglichkeit, am Devisenmarkt zu intervenieren und diese Reserven zur Finanzierung von Defiziten einzusetzen. Tiefe US-Kapitalmarktzinsen dürften zudem auch wieder Kapital in die Schwellenländer zurück fließen lassen. Die Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Schwellenländern und den USA oder Europa sind stark angestiegen.

Die Risikoprämien von Investment Grade Unternehmensanleihen aus Schwellenländern entschädigen aktuell mit 2,7 Prozent. Das liegt über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre und deutlich entfernt vom Tiefststand von 1,9 Prozent in 2011. Diese Prämie ist historisch attraktiv und deutlich höher als bei vergleichbaren Anleihen europäischer und US-amerikanischer Schuldner. Die Zinsduration der Anleihen beträgt gut fünf bei einer durchschnittlichen Kreditqualität von BBB+.

"Das Anleihensegment bleibt interessant für ein regional breit diversifiziertes Portfolio. In einer substanziellen Ausweitung der Risikoprämien sehen wir immer auch Chancen für attraktive Investitionsmöglichkeiten. Sicherlich ist es in diesem volatilen Umfeld besonders wichtig, Risiken und Chancen abzuwägen, um den teilweisen Verwerfungen in der Region zu begegnen. Mit unserem defensiven Ansatz sehen wir uns dafür gerüstet. Insbesondere auch bei einem negativen Szenario. So liegt der erwartete Total Return bei unserem Emerging Markets-Anleihenfonds bei einer Ausweitung der Risikoprämien auf 3,2 Prozent (+0,5 Prozent) und einer Reduktion der siebenjährigen US-Zinsen auf 1,65 Prozent (-0,2 Prozent) immer noch bei über zwei Prozent auf Sicht von zwölf Monaten", so Boller.


http://www.fixed-income.org
--------------------------------------------------
BONDBOOK Restrukturierung von Anleihen
Auf 104 Seiten werden detailliert alle wichtigen Hintergründe rund um die Restrukturierung von Anleihen für Unternehmen und Anleihegläubiger erläutert.
Die Ausgabe kann zum Preis von 29,00 Euro (inkl. USt. und Versand) beim Verlag oder im Buchhandel (ISBN 978-3-9813331-2-1) bestellt werden.
http://www.restrukturierung-von-anleihen.com
--------------------------------------------------

Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Investment

von Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Auch wenn derzeit ein brüchiger Waffen­still­stand herrscht, gibt es keine ein­deutigen oder unmittel­baren Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!