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Haniel tritt nach Celesio-Verkauf in den Investitionsmodus ein

Holding de facto schuldenfrei, Anleihen zurückgekauft

Nachdem die Haniel-Holding mit einem Veräußerungsgewinn von 698 Mio. Euro erfolgreich den Geschäftsbereich Celesio verkauft hat, widmet sich das Unternehmen nun verstärkt der Suche nach neuen Geschäftsbereichen. Die Umsatz- und Ertragslage in der Haniel-Gruppe profitierte im ersten Halbjahr 2014 von der gesamtwirtschaftlichen Erholung: das Operative Ergebnis der Haniel-Gruppe konnte unter anderem durch positive Umsatzentwicklungen um nahezu 30 Prozent gesteigert werden.

Nettofinanzschulden deutlich gesenkt und neue Geschäftsmodelle im Blick
Durch die Einnahmen aus der Celesio-Transaktion von rund 2 Mrd. Euro konnten die Nettofinanzschulden auf Holding-Ebene seit dem 31.12.2013 weiter um rund 500 Mio. auf 1,1 Mrd. Euro zurückgeführt werden. Dabei wurden auch Haniel-Anleihen mit einem Nominalwert von 382 Mio. Euro zurückgekauft. Zudem wurden für rund 1,2 Mrd. Euro übergangsweise risikoarme Finanzanlagen erworben, die Haniel für künftige investive Zwecke zur Verfügung stehen. Aktuell werden die Suche nach geeigneten neuen Geschäftsbereichen verstärkt und verschiedene Optionen sorgfältig geprüft. "Die Haniel-Holding ist nun de facto schuldenfrei", so Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow. "Wir sind jetzt auf der Suche nach zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die die Diversifikation und das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens unterstützen sollen."

Haniel-Gruppe generiert Umsatzplus
Der Umsatz der Haniel-Gruppe ist im ersten Halbjahr 2014 um 7 Prozent auf 2,02 Mrd. Euro gestiegen. Insbesondere der Geschäftsbereich ELG hat mit einer 15 Prozent höheren Edelstahlschrott-Ausgangstonnage zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Auch TAKKT profitierte von einer höheren Nachfrage, vor allem in den USA. CWS-boco erreichte durch Wachstum im Servicegeschäft einen leicht höheren Umsatz.

Operatives Ergebnis steigt um nahezu 30 Prozent
Die Haniel-Gruppe hat ihr Operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2014 auf 116 Mio. Euro gesteigert. Das sind nahezu 30 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Hierfür ist vor allem die gute Geschäftsentwicklung bei ELG und TAKKT verantwortlich; CWS-boco konnte erneut operative Kostenersparungen durch die Modernisierungen des Wäschereinetzwerks und der Lieferkette realisieren. Auch in der Holding konnten Ergebnisverbesserungen realisiert werden.

Ergebnis vor Steuern gesunken, aber hohes Nachsteuerergebnis durch Celesio-Verkauf
Insgesamt ist das Ergebnis nach Steuern der Haniel-Gruppe im ersten Halbjahr 2014 von 84 auf 564 Mio. Euro gestiegen, was durch den Celesio-Verkauf erreicht wurde. Die getätigten Anleiherückkäufe werden das Zinsergebnis der Haniel-Holding in den kommenden Jahren deutlich entlasten, haben jedoch im laufenden Jahr das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit negativ beeinflusst. Es ist von -101 auf -139 Mio. Euro gefallen. Auch das Beteiligungsergebnis war im ersten Halbjahr 2014 rückläufig und betrug lediglich -97 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahr noch 18 Mio. Euro betragen hatte. Maßgeblich dafür war der Rückgang des Ergebnisses aus der Metro-Beteiligung von -6 Mio. auf -97 Mio. Euro. Ursachen hierfür waren Portfolio-, Währungs- und Sondereffekte bei der METRO GROUP. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der wesentliche Ergebnisbeitrag der METRO GROUP regelmäßig erst mit dem Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal des Haniel-Geschäftsjahres anfällt.

Ausblick
Haniel erwartet trotz der sich eintrübenden Konjunktur eine vergleichsweise positive Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2014 und hebt aufgrund der positiven Entwicklung in den Geschäftsbereichen - insbesondere bei ELG - die Prognose 2014 für Umsatz und operatives Ergebnis an: "Unsere Geschäftsbereiche werden unterschiedlich stark von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Wir sind aber zuversichtlich, das Geschäftsjahr 2014 mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich und deutlich gesteigertem Operativen Ergebnis sowie Nachsteuerergebnis abschließen zu können", so Gemkow.

Haniel
Die Franz Haniel & Cie. GmbH ist ein deutsches Family-Equity-Unternehmen, das seinen Sitz seit der Gründung im Jahr 1756 in Duisburg-Ruhrort hat. Von dort aus gestaltet die zu 100 Prozent in Familienbesitz befindliche Holding ein diversifiziertes Portfolio und verfolgt dabei als Wertentwickler eine langfristige Investmentstrategie. Derzeit gehören vier Geschäftsbereiche zum Haniel-Portfolio, die das operative Geschäft eigenständig verantworten und in ihren Bereichen marktführende Positionen halten: CWS-boco und ELG (100-Prozent-Beteiligungen), TAKKT (Mehrheitsbeteiligung) und METRO GROUP (Minderheitsbeteiligung).


www.fixed-income.org


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