YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Hochzinsanleihen weiterhin mit Potenzial

Das laufende Jahr dürfte Anleger im High-Yield-Segment erfreut haben. „Angesichts des robusten Wachstums in den USA und des Ausbleibens einer Rezession in Europa blieben Hoch­zins­anleihen gefragt, sodass Spread­ein­engungen für zusätzliche Erträge sorgten“, schreibt Alexis Renault, globaler Leiter High Yield bei ODDO BHF Asset Management, in einem aktuellen Markt­kommentar und ergänzt: „Die Marktrendite von 5,9% seit Jahresbeginn wurde nicht mit höheren Risiken erkauft. Die 12-Monats-Ausfallrate lag laut Moody’s zuletzt bei 3,5% und dürfte weiter sinken, wenn die Notenbanken erfolgreich die Zinsen senken und eine Rezession vermieden werden kann.“

High-Yield-Markt bereits ausgereizt?

Damit stellt sich einmal mehr die Frage, ob ein Einstieg in diese Assetklasse noch sinnvoll ist. „Im aktuellen Umfeld, in dem die Inflation zwar zurückgeht, aber noch nicht endgültig überwunden ist, können höher rentierliche Anlagen wie Hochzinsanleihen Renditen bieten, die potenzielle Volatilität in anderen Teilen des Portfolios ausgleichen. Die Kombination aus attraktiven Renditen, allgemein günstigen Fundamentaldaten und einer relativ hohen Kreditqualität der Emittenten in Europa dürfte weiterhin Kapital anziehen und den Hochzinsmarkt stützen“, ist der High-Yield-Manager von ODDO BHF AM überzeugt. Hochzinsanleihen profitierten nach wie vor von historisch niedrigen Ausfallraten und verfügten über genügend Puffer, um einen starken Anstieg der Risikoaufschläge zu verkraften. Kurze Laufzeiten bieten dem Experten zufolge das größte Potenzial. Entscheidend für den Erfolg in diesem Marktsegment sei jedoch die fundamentale Kreditanalyse zur Beurteilung der Qualität eines Unternehmens und seiner Fähigkeit, Schulden zu bedienen und zurückzuzahlen. Gerade in konjunkturell schwierigen Phasen, in denen es gelte, risikoreiche Branchen oder Emittenten auszuschließen, trenne sich die Spreu vom Weizen.

Hochzinsanleihen: Aktienrenditen bei geringerer Volatilität

Langfristig haben Hochzinsanleihen in der Vergangenheit ähnliche Renditen wie Aktienmärkte erzielt, allerdings bei geringerer Volatilität. Mittel- bis langfristig ist die Volatilität am High-Yield-Markt geringer als an den Aktienmärkten. „Ein Grund dafür ist, dass Hochzinsanleihen in der Kapitalstruktur eines Unternehmens Vorrang vor Eigenkapital haben. Auf mittlere bis lange Sicht ist der Unterschied signifikant. In den letzten zehn Jahren lag die Volatilität des europäischen Aktienmarktes bei 16,8% (SX5T-Index), während sie im europäischen High-Yield-Segment mit 5,8% (HEAE-Index) nur halb so hoch war“, erläutert Alexis Renault. Die geringere Volatilität und die weniger heftigen Verlustphasen sprächen dafür, dass Anleger ihre Allokationen im High-Yield-Segment erhöhen sollten.

Geringeres Zinsänderungsrisiko und Diversifikation 

Hochzinsanleihen weisen in der Regel auch kürzere Laufzeiten auf und sind daher einem geringeren Zinsänderungsrisiko ausgesetzt als Investment-Grade-Anleihen. „Die Duration des Euro-High Yield-Marktes (HEAE-Index) liegt aktuell bei rund 2,6 Jahren, während die Duration von Euro-Investment-Grade-Anleihen (ER00-Index) bei 4,4 liegt. Daneben verbessert die Beimischung von Hochzinsanleihen die Diversifikation eines Portfolios“, betont Renault. Hochzinsanleihen weisen eine geringe Korrelation zu Aktien auf, die Korrelation zu Staatsanleihen liegt sogar nahe Null. Dies liegt daran, dass die Rendite einer Hochzinsanleihe hauptsächlich durch die Risikoprämie bestimmt wird, die von der Fähigkeit des Unternehmens abhängt, seine Schulden zu bedienen, und nicht sehr empfindlich auf Zinserhöhungen reagiert. Für Renault ist klar, dass Hochzinsanleihen neben Aktien, Staatsanleihen und Investment-Grade-Unternehmensanleihen einen unverzichtbaren Beitrag zur Portfoliodiversifikation leisten

www.fixed-income.org 
Foto: Alexis Renault © ODDO BHF Asset Management





 

Investment

von RJ Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes

Die Renditen von Staats­anleihen aus Industrie­ländern sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Ange­trieben wurde diese Ent­wicklung durch den…
Weiterlesen
Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!