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Hohe Nachfrage nach hochverzinslichen Anleihen könnte anhalten

von Thomas Kirchmair, Head Global Rates bei Swisscanto

Wir sehen dieses Jahr Potenzial für Anleihen als Anlage­klasse. Die Real­renditen in den USA sind auf ein 20-Jahres­hoch ange­stiegen und die global robusten Wachstums­aus­sichten dürften die relativ tiefen Risiko­auf­schläge bei Unter­nehmens­anleihen weiterhin stützen. Zudem rechnen wir damit, dass sich die Inflation in diesem Jahr nahe der Zentral­banken­ziele einpendeln wird.

Dies spricht daher insgesamt für ein positives Jahr für Anleihen, wenngleich der Start in das Jahr mit einem Rückschlag angefangen hat. Höhere Inflationszahlen aus Deutschland und starke Arbeitsmarktdaten aus den USA haben die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Eine Flut an Neuemissionen lastet zusätzlich auf dem Markt. Die Unsicherheit bezüglich einer inflationären Handels- und Fiskalpolitik der neuen US-Regierung lässt momentan zusätzlich ‘term premia’ am Anleihenmarkt ansteigen.

Die gute Seite dieser Entwicklung ist, dass Anleihen nun bei den derzeitigen Renditeniveaus eine echte Alternative zu den hohen Bewertungen des Aktienmarktes darstellen. Investorinnen und Investoren profitieren zusätzlich von der jüngst wieder negativen Korrelation zwischen Anleihen und Aktien. Zudem gehen die Zentralbanken davon aus, dass die derzeitigen Leitzinsen restriktiv sind und graduell weiter sinken werden. Dies ist ein erfreuliches Zeichen für den Anleihemarkt insgesamt.

In den vergangenen Wochen haben Befürchtungen über eine inflationäre Finanz- und Handelspolitik in den USA die weltweiten Renditen in die Höhe getrieben. Unseres Erachtens könnte dieser ‚Trump-Trade‘ dazu führen, dass es sich mittelfristig lohnt, auf dem aktuellen Niveau in den Markt einzusteigen und Zinsrisiken aufzubauen. Dies gilt umso mehr, als dass die laufende Rendite im Global Aggregate selbst im Vergleich zum Aktienmarkt attraktiv erscheint.

Die Spreads bei Global Corporates befinden sich derzeit weltweit auf rekordtiefen Niveaus, wobei jedoch signifikante Unterschiede in den einzelnen Sub-Segmenten zu beobachten sind. Insbesondere im europäischen Raum sehen wir in den kommenden Monaten Potenzial für Kreditrisikoprämien, da die Spreads hier noch deutlich attraktiver sind als beispielsweise in den USA. Dies gilt sowohl für Investment-Grade-Anleihen als auch für Hochverzinsliche (High Yield Bonds).

Wir rechnen auch dieses Jahr mit einer weiterhin großen Nachfrage nach Anleihen mit hohen laufenden Renditen. Trotz sehr tiefem Spread-Niveau dürften Spezialitäten wie Emerging Market Debt (Schwellenland-Anleihen), CoCos (Pflichtwandelanleihen), Corporate Hybrids (nachrangige Unternehmensanleihen) oder High Yield Bonds auch in 2025 auf großes Interesse stoßen. Denn die laufenden Renditen sind für die meisten der genannten Anlageklassen immer noch überdurchschnittlich hoch.

Zudem könnten Corporate Hybrids, CoCos und High Yield Bonds dank ihrer tieferen Duration von der geringeren Zinssensitivität profitieren. Das kann diese Investments auch für Anlegerinnen und Anleger attraktiv machen, die von einem erneuten Aufflammen der Inflation ausgehen. Im Fall der Corporate Hybrids kommt unterstützend hinzu, dass viele dieser Anleihen typischerweise von sehr soliden Emittenten ausgegeben werden.

www.fixed-income.org
Foto: Thomas Kirchmair, Head Global Rates © Swisscanto


 

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