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„In unserem Ausblick für das Gesamtjahr sind keine weiteren Akquisitionen enthalten“, Remco Westermann, Media and Games Invest

Die Media and Games Invest SE (MGI) möchte in diesem Jahr beim Umsatz zwischen 17 bis 25% auf 295 bis 315 Mio. Euro zulegen und das EBITDA zwischen 17 bis 31% auf 83 bis 93 Mio. Euro steigern. Diese Zielgrößen konnte MGI im 1. Quartal 2022 toppen, wie CEO Remco Westermann im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE betont Der Umsatzanstieg lag bei 27% und das adjustierte EBITDA verbesserte sich um 30%, getrieben vom organischen Wachstum. Zudem wurde im April die hochprofitable AxesInMotion akquiriert. In dem genannten Ausblick für das Gesamtjahr sind keine weiteren Akquisitionen enthalten. Zukäufe sind auch schwer zu kalkulieren, da nicht genau gesagt werden kann, ob und wann diese kommen, erläutert Westermann. Man möchte aber auch nach AxesInMotion weiter zukaufen und hat dazu auch die notwendigen Mittel.

BOND MAGAZINE: Ihre Aktie hat nach einem deutlichen Kursanstieg in den letzten Monaten wieder deutlich verloren. Geht es Ihnen da genauso, wie vielen anderen Technologie-Aktien?

Westermann: Unser Aktienkurs hat sich in der Tat seit unserem Kurshöchststand etwa halbiert. Wir konnten zwar weniger Kursverlust als unsere meisten Wettbewerber verzeichnen, aber trotzdem konnten wir uns von den Marktentwicklungen auch nicht abkoppeln. Die Kursentwicklung steht dennoch nicht im Einklang mit der operativen Entwicklung von MGI. 2021 ist der Umsatz um 80% und das adjustierte EBITDA um 144% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch im 1. Quartal 2022 sind wir weitergewachsen und haben den Umsatz um 27% und das adjustierte EBITDA um 30% gesteigert. Damit lagen wir in den ersten Monaten oberhalb unserer Prognose für das Gesamtjahr 2022. Auch für die Zukunft sind wir zuversichtlich; mit unserer Positionierung als Werbesoftware-Plattform mit Zugang zu First-Party-Data über das eigene Spieleportfolio können wir zusehends Synergien und Wachstumspotenziale heben.

BOND MAGAZINE: Sie haben in den vergangenen Monaten und Jahren mehrere Unternehmen akquiriert. In welche Richtung entwickelt sich Ihr Geschäftsmodell?

Westermann: Die Media and Games Invest hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stark wachsenden Advertising-Software-Plattform entwickelt, die ihre Kunden bei der Gewinnung neuer Nutzer und / oder bei der Monetarisierung ihrer Werbeplätze unterstützt. Bei unseren zurzeit über 450 Softwarekunden liegt der Schwerpunkt überwiegend auf der Games- und Entertainmentbranche. Mit unserem umfangreichen Spieleportfolio verfügen wir über eigene Werbeplätze und hochwertige Nutzerdaten, um Neukunden im Rahmen von Werbekampagnen zu akquirieren. Hierdurch sind wir zum einen für Werbetreibende sehr interessant, zum anderen profitieren wir von dem weiter deutlich wachsenden Bereich Gaming und können zudem neue Kunden für unsere Spiele effizient über unsere Advertising-Software-Plattform akquirieren. Diese Positionierung wollen wir weiter ausbauen. Kürzlich haben wir AxesInMotion erworben, eine Firma, die Mobile Racing Spiele entwickelt und vertreibt und mit 700 Mio. Downloads eine große Reichweite hat.

BOND MAGAZINE: Zahlen Sie die Übernahmen in Cash oder mit Aktien?

Westermann: Das hängt vom Einzelfall ab. Wir haben in den vergangenen Jahren über 35 Akquisitionen getätigt, von kleinen Übernahmen einzelner Spiele bis hin zu für uns deutlich größeren Zukäufen wie KingsIsle und Smaato oder jüngst auch AxesInMotion. Aktuell stehen uns über 100 Mio. Euro Cash für weitere Akquisitionen zur Verfügung. Damit verfügen wir über substanzielle Mittel für weitere Zukäufe, vor allem, weil im Zuge der jüngsten Korrektur an den Märkten auch die Preise für potenzielle M&A-Kandidaten deutlich gefallen sind.

BOND MAGAZINE: Ihre Aktie ist nicht nur in Deutschland notiert, sondern auch in Stockholm und handelt darüber hinaus an der OTC QX in den USA. Sie müssen die Regularien in allen Ländern beachten, treibt das nicht Ihre IR Kosten in die Höhe?

Westermann: Die Entscheidung nach Schweden zu gehen war absolut richtig. Schweden verfügt über zahlreiche institutionelle Investoren, die sich vor allem gut im Gaming-, aber auch im Medien-Bereich auskennen und hat zudem eine sehr breite Retailbasis. Während der Zeit, in der wir nur in Deutschland gelistet waren, hat sich die operative Entwicklung des Unternehmens nicht im Aktienkurs widergespiegelt. Das hat sich nach dem Dual Listing geändert. Inzwischen entfallen teilweise rd. 75% unserer Börsenumsätze auf Schweden. Dass wir nun auch an der OTCQX in den USA gehandelt werden, eröffnet uns neue Möglichkeiten auf dem US-Markt, da amerikanische Investoren nun leichter in die MGI-Aktien investieren können. Der Mehrwert, in verschiedenen Ländern gehandelt zu werden, übertrifft dabei deutlich die Mehrkosten, die sich sehr im Rahmen halten.

BOND MAGAZINE: Sie kommunizieren mittlerweile auch nicht mehr auf Deutsch. Mussten Sie im Bereich IR jetzt bei deutschen Investoren sparen?

Westermann: Es geht hier weniger um eine Kostenfrage, sondern mehr um eine Frage der technischen Abwicklung und Effizienz. Mit der baldigen Sitzverlegung nach Schweden und der internationalen Ausrichtung berichten wir bereits in zwei Sprachen. Eine dritte müsste bei sämtlicher Kommunikation parallel berücksichtigt werden, dabei wird Englisch ja von nahezu allen Investoren verstanden. Der deutsche Markt ist weiter sehr wichtig für uns und wir werden transparent berichten und auf Kapitalmarktkonferenzen vertreten sein. Aber eben auf Englisch.

BOND MAGAZINE: Welchen Ausblick können Sie uns für das laufende Jahr geben?

Westermann: Wir erwarten, dass wir auch in 2022 weiter stark wachsen und von Marktveränderungen, wie dem Abschalten von Identifern wie z.B. IDFA von Apple, profitieren werden. Auch gehen wir davon aus, dass wir sogar von einer leichten Rezession profitieren werden, weil Werbekunden effizientere Wege suchen werden und auch Spiele in Krisenzeiten eher gewinnen. Wir wollen beim Umsatz zwischen 17 bis 25% auf 295 bis 315 Mio. Euro zulegen und unserer EBITDA zwischen 17 bis 31% auf 83 bis 93 Mio. Euro steigern. Diese Zielgrößen konnten wir im 1. Quartal 2022 toppen. Der Umsatzanstieg lag bei 27% und das adjustierte EBITDA verbesserte sich um 30%, getrieben vom organischen Wachstum. Zudem haben wir im April die hochprofitable AxesInMotion akquiriert. Wir sind also auch 2022 sehr gut unterwegs und ich freue mich auf die weitere Entwicklung.

BOND MAGAZINE: Sind die Akquisitionen dabei schon berücksichtigt oder kann noch etwas draufkommen?

Westermann: In unserem Ausblick für das Gesamtjahr sind keine weiteren Akquisitionen enthalten. Zukäufe sind ja auch schwer zu kalkulieren, da nicht genau gesagt werden kann, ob und wann diese kommen. Wir wollen aber auch nach AxesInMotion weiter zukaufen und haben dazu auch die notwendigen Mittel. Aber wir haben hier keinen Zeitdruck. Wenn die passende Gelegenheit kommt und wir eine Firma zu einem attraktiven Multiple und mit substantiellen Synergien kaufen können, dann werden wir das tun.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org
Foto: Remco Westermann © Media and Games Invest


 

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