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ING IM prognostiziert eine Rendite von 7-9% für High-Yield-Unternehmensanleihen und einen Rückgang der Ausfallquote

Nach Ansicht von ING Investment Management (ING IM) ist das aktuelle wirtschaftliche Umfeld günstig für den Hochzinsanleihemarkt. Der Vermögensverwalter prognostiziert daher Renditen von 7% bis 9% für 2011 und einen Rückgang der Ausfallquote auf etwa 1%. Damit sollte das Umfeld weiterhin positiv für diese Anlageform sein.

Nach den Worten von ING IM wird es auch 2011 ein reichliches Angebot an Hochzinsanleihen geben und da Anleger weiter nach guten Renditen Ausschau halten, dürfte diese Asset-Klasse umfangreiche Nettozuflüsse verzeichnen.

Dazu Hans Stoter, Leiter High Yield and Investment Grade Credit bei ING IM: „Mit einer Rendite von derzeit rund 7% und einem Spread gegenüber Staatsanleihen mit ähnlicher Duration von knapp 5% bieten Hochzinsanleihen immer noch ein hohes Potenzial für attraktive Renditen.“

„Während die Renditen von Unternehmensanleihen ohne Investment-Grade-Status bereits auf Vorkrisen-Niveau gesunken sind, liegen die Spreads im Vergleich zu den Renditen von Staatsanleihen über ihrem historischen Durchschnitt, trotz deutlichen Rückgangs der Kreditausfälle. Zwar ist der Spielraum für weitere Kursanstiege begrenzt, aber dennoch sehen wir Hochzinsanleihen nicht als überkauft, sondern wegen der attraktiven Zinserträge als eine der interessantesten verzinslichen Anlageformen für 2011.“

„Trotz der Risiken an diesem Markt sind wir überzeugt, dass 2011 ein weiteres gutes Jahr für Anleger am Hochzinsanleihemarkt wird.“

Wachstumsprognosen begünstigen Unternehmensanleihen

Die Wachstumsaussichten in der entwickelten Welt von rund 1,5% für Europa und 3,0% für die USA sind für den Unternehmensanleihemarkt günstig. Ein zu niedriges Wachstum würde – vor allem, wenn es ins Negative dreht – zu höheren Zahlungsausfällen bei Unternehmen und steigender Risikoscheu unter Investoren führen. Ein zu schnelles Wachstum würde dagegen M&A-Tätigkeit, Ausweitung der Produktionskapazitäten bzw. die Ausschüttung an Aktionäre über Dividenden oder Aktienrückkäufe ankurbeln. Doch in Zeiten mit niedrigem, aber positivem Wachstum (was ING IM für 2011 prognostiziert) bleiben Unternehmen gegenüber den Risiken in ihren Geschäftsfeldern wachsam und bauen ihre Schulden lieber ab, als sie auszuweiten. Nach Auffassung des Fondsverwalters profitieren High Yield-Investoren von diesem „De-Risking“.

Fundamentaldaten von Unternehmensanleihen

Laut ING IM deuten zahlreiche Kennwerte, wie Gewinn, Cashflow und Fremdverschuldung, infolge der deutlichen Erholung der Ertragszahlen in 2010 auf gesunde Unternehmen hin. Entsprechend sind auch die Zahlungsausfälle bei Anleihe emittierenden Unternehmen erheblich zurückgegangen. 2010 lag die Ausfallrate bei High Yield bei knapp unter 2%. In diesem Jahr soll die Zahl nach Einschätzung von ING IM auf fast 1% fallen und auch Anfang 2012 auf niedrigem Niveau verharren. Dieser Trend wird vom begrenzten Volumen an in nächster Zeit fällig werdenden HY-Bonds, der den Refinanzierungsbedarf von HY-Unternehmen deckelt, noch begünstigt.

Hans Stoter weiter: „Natürlich ist das Investment in Hochzinsanleihen mit Risiken verbunden. Man darf nicht vergessen, dass es keine zusätzlichen Erträge ohne zusätzliches Risiko gibt. Im laufenden Jahr beruhen die Risiken für HY-Anleihen vor allem in einem allgemeinen Umschwung des Risikoappetits, der seinerseits durch eher systemische Risikofaktoren wie die Schuldenkrise im Euroraum, die Unruhen im Nahen Osten und die Situation in Japan bedingt ist.“

„Aber selbst wenn all diese Probleme gelöst wären, würden diese Ereignisse dennoch zu Perioden mit höherer Volatilität führen, wenn sowohl positive als auch negative Überraschungen ihre Spuren am Markt hinterlassen.“

„Auch steigende Zinsen beinhalten ein Risiko, wenn auch die Risikoprämien auf Hochzinsanleihen hier als Puffer fungieren.“

ING IM zufolge sollten Anleger mit Interesse am Hochzinsanleihemarkt verschiedene potenzielle Alpha-Quellen nutzen, wie Renditestreuung zwischen unterschiedlichen Sektoren, Renditedifferenzen zwischen einzelnen Regionen und Bonitätsklassen, unterschiedliche Phasen des Kreditzyklus sowie das attraktive, langfristig ausgelegte Risiko-Ertrags-Profil im mittleren Bereich des High Yield-Universums. Auf dieser Basis investiert der ING Europe High Yield in der Regel in Anleihen von nur 45 bis 70 Emittenten. Dadurch erzielte die Strategie in den vergangenen fünf Jahren hervorragende Renditen von 7,5% pro Jahr; entsprechend konnte sie sich eine Position im ersten Quartil ihrer Vergleichsgruppe sichern (vor einem Jahr sowie vor drei und fünf Jahren).

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