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Investments in Kriegstechnik - nein danke!

von Jan Sobotta, Leiter Sales Ausland, Swisscanto Asset Management International S.A.

Leider ist das Thema zurzeit auf der Tagesordnung ganz oben: die Kriegsgefahr zwischen Russland und der Ukraine. Es ist neben Inflation, Coronavirus und den avisierten Zinsanstiegen in den USA bereits das vierte große Störfeuer für die Finanzmärkte. Es ist allerdings das besorgniserregendste, denn die Auswirkungen eines Kriegs wären sicherlich gravierend für die Aktien- und Anleihenmärkte – selbstverständlich ganz abgesehen vom Leid für die betroffenen Menschen. Deshalb schließen wir im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auf Basis soziologischer Kriterien Staaten und Unternehmen aus unseren Investments aus, die eine elementare Bedrohung für Menschen und ein friedliches Zusammenleben darstellen. Hier sei zu allererst die ‚Swisscanto Blacklist‘ genannt. Die Swisscanto Blacklist wenden wir in sämtlichen aktiv und indexiert verwalteten Portfolios an. Ausgeschlossen werden vor allem Hersteller von geächteten Waffen (Antipersonen- und Landminen, Streubomben und Streumunition, biologische und chemische Waffen sowie Kernwaffen). Als in der Schweiz domizilierter Fondsanbieter stützen wir uns bei der Einschätzung primär auf die inländische Gesetzgebung sowie auf von der Schweiz ratifizierte und anerkannte internationale Abkommen. Zudem deckt sich unsere Einschätzung generell mit den Ausschlussempfehlungen von SVVK-ASIR (Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen).

Ergänzend zu den Ausschlüssen, die aus der Blacklist resultieren, investieren wir nicht in Unternehmen, die aufgrund unserer ESG-Überlegungen kein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell oder/und untragbare Reputationsrisiken aufweisen. Dies sind zurzeit Unternehmen, die in Verbindung stehen mit der Herstellung von Kernwaffen (auch Hersteller aus den anerkannten Atommächten USA, China, Frankreich, Großbritannien und Russland), der Herstellung von Klein- und Leichtwaffen sowie der Herstellung von Munition und Sprengstoff für Waffen. Bei der Herstellung von Kriegstechnik unterscheiden wir bei den Responsible- und den Sustainable-Fondslinien. Bei den Sustainable-Produkten, die sehr strenge Nachhaltigkeitskriterien aufweisen, ist Kriegstechnik komplett ausgeschlossen, während bei den Responsible-Fonds ein Unternehmen Kriegstechnik unter fünf Prozent vom Gesamtumsatz aufweisen dürfte. Aber unser nachhaltiger Anspruch ist prinzipiell, möglichst keinen Wert in einem Fonds zu halten, der Kriegstechnik im Unternehmensportfolio hat. Denn Gefährdung von Gesellschaft & Gesundheit gehört zu den drei Kategorien, zusammen mit Klimawandel und Rückgang der Artenvielfalt, die wir als Problemstellungen identifizieren und die wir speziell unter Anlagegesichtspunkten und bei Investmententscheidungen berücksichtigen.

www.green-bonds.com
Foto: Jan Sobotta © Swisscanto Asset Management


 

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