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Kommentar zum Ergebnis der italienischen Wahl und ersten Hochrechnungen

von Andrew Mulliner, Head of Global Aggregate Strategies, bei Janus Henderson Investors

Es ist noch etwas früh, und die endgültigen Ergebnisse können von den Umfragen zum Wahlausgang etwas abweichen, aber im Großen und Ganzen stimmen sie mit den letzten Umfragen von vor ein paar Wochen überein. Die Koalition der Rechtsparteien wird voraussichtlich eine Mehrheit in beiden Kammern erlangen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie eine Super-Mehrheit (2/3-Mehrheit) erlangen, die es ihnen ermöglicht hätte, einseitig Verfassungsänderungen vorzunehmen.

Für die Anleger ist vielleicht auch das relative Abschneiden der Parteien bei dieser Wahl von Bedeutung. In der Rechtskoalition wird erwartet, dass die „Brüder Italiens“ den größten Stimmenanteil aller Parteien erhalten werden, während die Lega (unter der Führung von Matteo Salvini) hinter den Erwartungen zurückbleibt und am Ende weniger als 10 % der Stimmen erhalten könnte. Dies ist eine große Kehrtwende im Vergleich zu vor einigen Jahren, als die Lega laut Umfragen die beliebteste Partei in Italien war. Es verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Salvini und seine Politik den politischen Ton so stark bestimmen werden, wie man es vielleicht erwartet hätte. Für die Märkte ist dies angesichts Salvinis in der Vergangenheit oft hetzerischer Rhetorik und vor allem seiner jüngsten Forderungen nach massiven steuerlichen Anreizen eher positiv.

Wenn die Wahlergebnisse korrekt sind, dann ist es das vom Markt erwartete Ergebnis und die Nuancen des Ergebnisses könnten ein bescheidenes Plus darstellen. Der Markt geht jedoch davon aus, dass selbst eine rechtsgerichtete Regierung es sich nicht leisten kann, das aktuelle Konjunkturprogramm, das Italiens Zugang zu dem sehr umfangreichen „Next Generation EU-Fonds“ ermöglicht, über Bord zu werfen.

www.fixed-income.org
Foto: Andrew Mulliner © Janus Henderson Investors


 

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