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La Française: US-Präsidentschaftswahl und die Märkte

Was erwartet uns an den Finanzmärkten? Kommentar von François Rimeu

Kurzfristig entspricht die Marktreaktion unseren Erwartungen eines Erfolgs der Republikaner sowohl bei den Präsident­schafts­wahlen als auch im Kongress. Die derzeitige Dynamik dürfte sich in den kommenden Wochen fortsetzen, wobei US-Aktien europäische Aktien outperformen werden. Bei US-Aktien dürften die niedrigen Bewertungen kleiner und mittlerer Unternehmen eine Fortsetzung der Rallye ermöglichen, ebenso bei Banken.

An den Anleihemärkten ist die Situation mit einem starken Anstieg der US-Renditen etwas anders, während sich die europäischen Renditen kaum bewegen. Auch hier dürfte sich der Trend kurzfristig fortsetzen (obwohl der Zinssatz bereits nahe 4 % liegt). Der US-Anleihemarkt ist derzeit wohl der wichtigste Markt. Solange die Zinserhöhung in geordneten Bahnen verläuft, dürften sich die derzeitigen Trends fortsetzen - vorausgesetzt, die Explosion des US-Defizits führt nicht zu einer Reaktion wie nach dem Haushalt von Lizz Truss in Großbritannien 2022 mit einem Kontrollverlust am langen Ende der Kurven.

Wir sehen keine wesentlichen Auswirkungen der US-Wahlen auf Credit Spreads.

Bei den Rohstoffen dürften die fossilen Brennstoffe stabil bleiben, und die Aussicht auf sehr große Haushaltsdefizite dürfte sich unserer Meinung nach günstig auf den Goldpreis auswirken.

Aktien - Kommentar von Caroline Lamy

Die Marktreaktion auf die US-Wahl fiel zugunsten der USA und zulasten Europas aus, wobei eine deutliche sektorale Verzerrung zu beobachten war. Der inflationäre Aspekt der während des Wahlkampfs erwähnten Maßnahmen – die Besteuerung von Importen, der Fokus auf das Eindämmen der Einwanderung und der zu erwartende Einfluss auf die Zinssätze – führte zu einer Underperformance fremdfinanzierter Aktien, die dem Inflation Reduction Act besonders ausgesetzt sind.

Europa weist eine unterdurchschnittliche Performance auf, insbesondere Versorger, Banken und der Automobilsektor.

Diese hohe Volatilität trat in einem Zeitraum auf, in dem die Gewinne veröffentlicht wurden und die – notwendige – Konsensusauswertung stattfand, die eine bessere Positionierung zum Jahresende und zum Jahresbeginn 2025 bei Titeln ermöglichen wird, die unter ihrer Sektorzugehörigkeit gelitten haben.

Trumps Einfluss auf das geopolitische Umfeld wird wahrscheinlich zu einer Arbitrage in Sektoren wie der Rüstungsindustrie führen. Sein Handelskrieg mit China könnte weiterhin Druck auf die Importe ausüben, aber China dürfte darauf reagieren. Der Markt wird auf diese Ankündigungen warten. 

Wir bevorzugen auch defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen, bis wir mehr Details darüber haben, was 2025 passieren wird. 

Wir sind zwar nicht alarmiert, aber wir nehmen eine vorsichtige Haltung ein und werden von übermäßigen Kursverlusten profitieren.

Fixed Income - Kommentar von Paul Gurzal und Julien Maio

Nach dem Druck auf langfristige Renditen, der Versteilerung der Zinsstrukturkurven und den seit mehreren Wochen allmählich steigenden Inflationserwartungen - als die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Donald Trump für die Märkte immer größer wurde - haben wir begonnen, die Duration unseres Anleiheexposures schrittweise zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass wir die Duration weiter erhöhen werden, wenn der Zinsausverkauf anhält. Wir sind jedoch der Meinung, dass der größte Teil dieser Belastung bereits stattgefunden hat.

Wir bleiben vorsichtig bei Schwellenländeranleihen, deren Risikoprämien sinken könnten, sollten der US-Dollar stärker werden, die langfristigen Zinssätze steigen und sich die Kurven weiter versteilern. Andererseits könnten die Dollarstärke und das beste Momentum bei Anleihen ein Gegengewicht zum schwachen Wachstum bilden.

www.fixed-income.org
Foto: François Rimeu © La Française AM


 

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