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NN IP Umfrage: Institutionelle Anleger wollen stärker in Private Debt investieren

37% aller Befragten wollen mehr in Private Debt / Alternative Credit investieren, wenn die Zinsen weiter steigen.

Institutionelle Investoren wollen in diesem Jahr ihr Engagement im Bereich Private Debt / Alternative Credit ausweiten, da die voraussichtliche Anhebung der Zinsen für herkömmliche festverzinsliche Anlageformen sehr herausfordernd ist. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von NN IP, die im Dezember 2017 unter 100 institutionellen Investoren weltweit durchgeführt wurde.

94 Prozent der befragten Investoren gehen davon aus, dass die Leitzinsen in den USA in den nächsten zwölf Monaten weiter steigen werden, 61 Prozent erwarten einen Anstieg von mindestens 0,5 Prozent. Zudem glauben 69 Prozent der Befragten, dass die quantitative Lockerung in Europa bis 2019 enden und es kontrollierte Zinsanhebungen geben wird. 37 Prozent der Investoren geben an, ihr Engagement in Private Debt auszubauen, sollte dieses erwartete Zinsszenario eintreten. Bezüglich ihres Engagements in allen anderen festverzinslichen Anlageklassen äußerten sich die Befragten zurückhaltender.

14 Prozent der befragten Investoren gehen davon aus, dass sie in den kommenden zwölf Monaten erstmals in Private Debt Instrumente investieren werden. Zudem wollen 45 Prozent derjenigen, die bereits in diese Anlageklasse investieren, ihr Engagement ausweiten – unter allen befragten Investoren liegt die Quote bei 37 Prozent.

Gabriella Kindert, Leiterin der Alternative Credit Boutique bei NN Investment Partners: „Private Debt / Alternative Credit hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch in eine breit gefächerte Anlageklasse entwickelt, die jetzt eine große Vielzahl von Anlagemöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse bietet. Unter Anlegern wächst das Interesse, den Anteil dieser Anlageklasse in ihren Portfolios auszubauen, da sich damit höhere risikoadjustierte Erträge erzielen lassen. Zudem erreicht man durch die Beimischung von Alternative Credit ein höheres Maß an Diversifizierung und erhält Zugang zu Krediten, die die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG) berücksichtigen. 2017 stiegen die Zuflüsse in unsere Alternative-Credit-Strategien gegenüber 2016, um 33 Prozent an. Sofern die Zinsen wie prognostiziert steigen, dürfte diese Anlageklasse, im Vergleich zu herkömmlichen festverzinslichen Strategien, immer attraktiver werden.“

Hürden für Investitionen in Private Debt
Trotz der wachsenden Nachfrage nach Private Debt als Anlageform gab nur jeder dritte Investor (33 Prozent) auf die Frage, inwieweit ihnen die Anlageklasse und die sich damit bietenden Chancen bekannt sind, an, sich dessen „in hohem Maße / völlig“ bewusst zu sein.

Jeder fünfte Investor (20 Prozent) nannte mangelnde Kenntnis des Risiko-Ertrags-Verhältnisses, als die größte Hürde für ein Investment in Private Debt. Die Anlageklasse wird als zu komplex wahrgenommen, um qualifiziert zwischen den verschiedenen Angeboten zu entscheiden. Des Weiteren nannten 14 Prozent bzw. 11 Prozent der Umfrageteilnehmer mangelnde Kenntnis der Anlageklasse, aufseiten ihrer Risikoabteilung bzw. ihrer Geschäftsführung, als Hürde.

Als weitere wesentliche Hürden nannten die befragten Anleger den Mangel an Daten und Informationen zur Anlageklasse, die Unsicherheit darüber, wie Private Debt aus aufsichtsrechtlicher bzw. bilanzieller Sicht einzuordnen ist und wie die Anlageklasse in die Asset-Allokation-Strategien passt. Diese drei Punkte wurden jeweils von 9 Prozent der Befragten genannt.


http://www.fixed-income.org/
(Foto
: Gabriella Kindert © NNIP)


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