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Nordex: Umsatz und Ertrag im ersten Quartal rückläufig

Starkwindturbine N133/4.8 erweitert Produktportfolio

Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) hat in den ersten drei Monaten 2018 einen Umsatz von 487,9 Mio. Euro (Q1/17: 648,4 Mio. Euro) erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern betrug 20,0 Mio. Euro (Q1/17: 51,2 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 4,1 Prozent entspricht (Q1/17: 7,9 Prozent). Diese Entwicklung ist insbesondere auf den im vergangenen Geschäftsjahr 2017 niedrigen Auftragseingang aus Deutschland zurückzuführen. Insgesamt ist das Unternehmen mit diesen Geschäftszahlen im Rahmen seiner Erwartungen solide gestartet.

Im Bereich Service erhöhte Nordex den Umsatz von 72,8 Mio. Euro um acht Prozent auf 78,8 Mio. Euro und befindet sich damit weiter auf Wachstumskurs. Die Umsatzerlöse im Segment Projekte gingen im Berichtszeitraum um 29 Prozent auf 409,6 Mio. Euro zurück (Q1/2017: 578,5 Mio. Euro).

Im ersten Quartal 2018 installierte Nordex in acht Ländern 171 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 522,9 Megawatt (Q1/2017: 415,6 MW). Etwa die Hälfte des Installationsvolumens entfiel dabei auf Lateinamerika. Da diese Turbinen zum großen Teil durch die Kunden errichtet wurden, wurde der entsprechende Umsatz bereits bei der Lieferung im vergangenen Geschäftsjahr verbucht.

Die Produktionsleistung befand sich im ersten Quartal auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Leistung in der Turbinenmontage lag bei 347 MW nach 704 MW im Vorjahresquartal, im Bereich Rotorblatt stellte das Unternehmen 180 Rotorblätter nach 209 Stück im Vorjahr her. Die Nordex Group steuert ihre Produktion abgestimmt auf verbindliche Lieferverpflichtungen. Im weiteren Jahresverlauf 2018 wird die Produktionsleistung ansteigen.

Die Bilanzstruktur zum 31. März 2018 hat sich gegenüber dem Jahresende 2017 aufgrund des neu verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IFRS 15 deutlich verändert. IFRS 15 wirkt sich auf die Verbuchung der Umsatzerlöse im Projektgeschäft aus. Davon sind insbesondere die Positionen kurzfristige Aktiva und Passiva sowie das Eigenkapital betroffen, wodurch sich die Bilanz verlängert. Infolgedessen beträgt die Eigenkapitalquote nun 24,2 Prozent (31.12. 2017: 32,7 Prozent). Die Netto-Verschuldung lag bei 152,4 Mio. Euro (31.12.2017: 60,1 Mio. Euro). Dagegen verbesserte sich die Working Capital-Quote unterjährig auf 4,8 Prozent.

Im ersten Quartal 2018 erzielte die Nordex Group im Segment Projekte (also ohne Service) einen Auftragseingang von 1.007,5 MW (Q1/17: 367,5 MW). Dabei hat sich die Nachfrage in Europa mit 521,5 MW (Q1/17: 109,2 MW) erholt, ebenso wie das Geschäft in Amerika mit 486,0 MW (Q1/17: 258,3 MW). Als stärkste Einzelmärkte zeigten sich in Europa die Türkei, Frankreich und Schweden; in Amerika waren es Mexiko, Chile und die USA.

Im April 2018 präsentierte Nordex mit der speziell für Starkwindstandorte ausgelegten Turbine N133/4.8 eine Erweiterung der Delta4000-Produktserie. Gegenüber dem Vorgängermodell erzielt diese Turbine einen Mehrertrag von 39 Prozent und berücksichtigt mit ihrer flexiblen Steuerung Kundenwünsche und Standorteigenschaften. Geeignet ist die Windenergieanlage vor allem für den Einsatz in windstarken Regionen wie Nordwesteuropa, der Türkei, Australien oder Mittel- und Südamerika.

"Wir sind wie von uns erwartet in das Jahr 2018 gestartet. Unsere Produktstrategie stimmt: so haben wir unsere neue Starkwindturbine auf den Markt gebracht und arbeiten kontinuierlich an der Senkung der Stromgestehungskosten. Dazu entwickeln wir unsere Lieferkette stetig weiter, und können Projekte in unseren Wachstums- und Volumenmärkten so zunehmend effizienter bearbeiten", sagte José Luis Blanco, CEO der Nordex SE. "Für das Jahr 2018 erwarten wir unterschiedlich starke Quartale. In der zweiten Jahreshälfte werden Installationen und Umsätze höher als in den ersten beiden Quartalen ausfallen".

Nordex bestätigt die Ende März 2018 vorgelegt Prognose für 2018. Danach erwartet das Unternehmen einen Konzernumsatz von 2,4 Mrd. Euro bis 2,6 Mrd. Euro und eine EBITDA-Marge von 4,0 bis 5,0 Prozent. Zudem soll die Working Capital-Quote zum Jahresende unter 5 Prozent sinken und die Investitionen rund 110 Mio. Euro betragen.

http://www.fixed-income.org/ (Foto: © Nordex)

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