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Was das globale Wachstum kippen könnte: Die drei wichtigsten Risikoszenarien für 2026

Jörg Held © ETHENEA Independent Investors

Das Jahr 2026 bietet aktuell ein konstruk­tives Makro­umfeld, beurteilt Jörg Held, Head of Portfolio Manage­ment bei ETHENEA Indepen­dent Inves­tors S.A. Es herrsche ein „Goldi­locks“-Setup: Wachstum über dem Trend, Inflation auf dem Rückzug und Zentral­banken mehrheit­lich in einer Pause oder mit moderaten Locker­ungs­schritten. Die Markt­breite nehme zu, das Thema Künstliche Intelligenz (KI) verbreite sich global, und fiskalische Impulse in Deutschland sowie den USA wirkten stützend. Dennoch warnt Held vor potenziellen Risiken, die die Lage zum Kippen bringen könnten:

1.  US-Rezessionsrisiko: „Zunehmender Stress am Arbeitsmarkt könnte Rezessionsängste auslösen – insbesondere, wenn KI-getriebene Produktivitätsgewinne die Einstellungsbereitschaft schneller senken als erwartet. Ein solches dystopisches Szenario hatte Citrini Research im Februar formuliert: Demnach könnten die Produktivität und damit die Unternehmensgewinne sowie das Bruttoinlandsprodukt durch die massenhafte Verbreitung von KI zwar steigen, aber gleichzeitig die Nachfrage einbrechen, weil Menschen arbeitslos werden und kein Geld mehr ausgeben. Das hätte zeitverzögert enorme Marktauswirkungen: Risk-off bei Aktien, Flucht in kurze US-Treasuries und damit einhergehend eine Spreadausweitung bei Anleihen. Die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt dieses Risikos liegt aus unserer Sicht im Jahr 2026 bei unter zehn Prozent.“

2.  Geopolitische Eskalation: „Neben dem Ukraine-Krieg belasten die Interventionen im Iran nicht nur die Rohstoffpreise, sondern allgemein die globalen Risikoprämien. Da Dauer und Ausmaß dieser Nahost-Eskalation derzeit überhaupt nicht abgeschätzt werden können, halten wir das damit verbundene Risiko aktuell für unterschätzt. Zusätzlich ist die Konfrontation mit einem weiteren chinesischen Öllieferanten ein neuer Schritt in der Eskalation zwischen den USA und China. Vom bilateralen Treffen zwischen den Präsidenten Xi und Trump Ende März erwarten wir keine großen Fortschritte. Präsident Trump hat das ihm entzogene Verhandlungsmittel ‚Zoll‘ nun durch den Zugang zu Ölressourcen ersetzt. Es bleibt zu hoffen, dass China dieses Großmachtgebaren der USA nicht im Kleinen in Taiwan kopiert – dies würden wir als ultimatives Risk-off-Event betrachten. Geopolitische Schocks erhöhen zwar kurzfristig die Volatilität, bieten aber langfristig oft historische Kaufgelegenheiten.“

3.  KI-Bewertungskorrektur: „Die Märkte haben erhebliche KI-Produktivitätsgewinne bereits in die Unternehmensgewinne eingepreist – bei gleichzeitig steigender Intensität der Investitionsausgaben in langfristiges Anlagevermögen (Capex) der Hyperscaler. Enttäuschungen beim Monetarisierungstempo oder technologische Disruptionen, zum Beispiel günstigere Trainingsalgorithmen, könnten die bereits begonnene Rotation aus KI-Titeln weiter beschleunigen und die Volatilität erneut erhöhen.“

Das ETHENEA Portfolio Management favorisiert vor diesem Hintergrund derzeit eine Übergewichtung von Aktien, eine hohe Duration bei gleichzeitig hoher Qualität im Anleihebereich sowie eine neutrale FX-Positionierung.

www.fixed-income.org 

 

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