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PIMCO zur EZB-Sitzung: Finaler Zinssatz bei 1,75%? / Wie expansiv muss EZB werden, um Inflationsziel zu halten? / Weitere Zinssenkung im September

von Konstantin Veit, Portfolio Manager, PIMCO

Konstantin Veit © PIMCO

Die Euro­päische Zentral­bank (EZB) hat auf ihrer heutigen Sitzung den Leitzins um 25 Basis­punkte von 2,25 auf zwei Prozent gesenkt. Die meisten Mit­glieder des EZB-Rats bewerten die zwei Prozent als Mittel­wert einer neutralen Spanne.

Ein finaler Zins­satz von rund 1,75 Prozent scheint ange­messen und entspricht einer konjunkturorientierten Steuerung innerhalb einer neutralen Zinsbandbreite.

Die Diskussionen im EZB-Rat werden sich künftig voraussichtlich auf die angemessene geldpolitische Ausrichtung konzentrieren – insbesondere darauf, ob letztlich eine ausgesprochen expansive Haltung erforderlich sein wird, um bei der Inflationsentwicklung mittelfristig eine Unterschreitung des Preisstabilitätsziels zu verhindern. 

Im April hatte die EZB in ihrer geldpolitischen Erklärung sämtliche Hinweise auf einen restriktiven Kurs ausgelassen. Damit wollte sie zum Teil den Eindruck vermeiden, dass das Erreichen des neutralen Zinsniveaus zwangsläufig mit dem Ende des aktuellen Lockerungszyklus einhergeht.

Wir sind der Meinung, dass die Risiken bei den mittelfristigen Inflationsprognosen weiterhin ausgeglichen sind, die EZB ihren konventionellen geldpolitischen Handlungsspielraum bewahren möchte und bestrebt sein wird, das Risiko eines Kurswechsels unmittelbar nach Erreichen des endgültigen Zinssatzes zu minimieren.

Mit Blick auf die bevorstehenden Sitzungen gehen wir davon aus, dass die EZB auf der Juli-Sitzung eine Zinspause einlegen wird. Für September erwarten wir eine finale Zinssenkung. Damit die EZB in diesem Zyklus die Zinsen schneller und stärker senken kann, dürfte eine rezessive Entwicklung notwendig sein.

www.fixed-income.org


 

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