YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Preise steigen langsamer - sind inflationsgebundene Anleihen noch von Nutzen?

von Raffaele Prencipe, Portfolio Manager, Degroof Petercam Asset Management (DPAM)

Die Inflationsraten sinken, das Risiko bleibt hoch

•  Die Gesamtinflation dürfte in den kommenden Monaten rückläufig bleiben. Mittelfristig ist jedoch unklar, wie lange es dauern wird, bis die „Nachholausgaben“ nachlassen und der Arbeitsmarkt sich abschwächt. Langfristig erwarten viele eine Rückkehr zu niedriger Inflation, schwächerem Wachstum und Produktivität sowie niedrigen Zinsen.

•  Es gibt jedoch mehrere Risiken: Die De-Globalisierung kann zu steigenden Kosten für die Versorgung mit Gütern, der ökologische Umbau zu höherer Nachfrage führen. Die Zentralbanken könnten ihre Inflationsziele von 2 auf 3% anheben.

•  Milliarden von Wirtschaftsakteuren richten sich nach dem, was sie an zukünftiger Inflation erwarten. Auch das kann die Ungewissheit erhöhen, denn diese Erwartungen können irrational sein.

Inflationsgebundene Anleihen können weiter schützen

•  Weichen die Erwartungen von der tatsächlichen Entwicklung ab, können inflationsgebundene Anleihen schützen. Während der aktuellen Inflationswelle gingen die Marktteilnehmer davon aus, dass die Zentralbanken ihr 2%-Ziel bald erreichen. Nimmt man die Differenz zwischen nominalen und realen Renditen (Break Even) als Maß für die Inflationserwartungen, so lag diese in den USA und der Eurozone mit Blick auf 5 Jahre nie über 3,8%. Angesichts von durchschnittlich über 7% Verbraucherpreisanstieg in den vergangenen anderthalb Jahren war diese eine erhebliche Unterschätzung!

•  Inflationsgebundene Anleihen schneiden besser ab als „nominale“ Anleihen, wenn die tatsächliche Inflation zum Zeitpunkt des Kaufs höher ist als die am Markt erwarteten. Wenn Sie am 1.1.2021 eine inflationsgebundene US-Anleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren gekauft hätten, läge ihre Gesamtrendite bis heute im positiven Bereich – im Vergleich zu einem Verlust von rund -9% für eine 5-jährige Nominalanleihe.

•  Sowohl die realen als auch die nominalen Renditen sind deutlich gestiegen. Obwohl sich die Break-Even-Werte in der Kontraktionsphase eines Konjunkturzyklus in der Regel nach unten bewegen, könnten 2,2 und 2,3% für 10-jährige inflationsgebundene Anleihen immer noch einer Unterschätzung gleichkommen.

•  Daher können inflationsgebundene Anleihen weiterhin eine Rolle für den Schutz eines festverzinslichen Portfolios spielen, auch wenn das Schlimmste hinter uns liegt.

https://www.fixed-income.org/
Foto: Raffaele Prencipe © DPAM


 

Investment

von RJ Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes

Die Renditen von Staats­anleihen aus Industrie­ländern sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Ange­trieben wurde diese Ent­wicklung durch den…
Weiterlesen
Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!