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René Lezard kann Ergebnis leicht steigern, Downgrade beim Rating

Die René Lezard-Gruppe, Anbieter exklusiver Damen- und Herrenbekleidung im Premium-Segment, hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/2013 (01. April bis 31. März) gegenüber Vorjahr deutlich verbessert. Bei einem leichten Umsatzplus auf 52,17 Mio. EUR (Vj. 51,94 Mio. EUR) erzielte der Modekonzern trotz eines angespannten Marktumfelds zudem einen stabilen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und bestätigte damit die positive Entwicklung des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Das EBITDA betrug 3,60 Mio. EUR (Vj. 3,28 Mio. EUR) bei einer verbesserten EBITDA-Marge in Höhe von 6,9% (Vj. 6,3%). Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 2,06 Mio. EUR (Vj. 1,81 Mio. EUR), die EBIT-Marge erreichte 3,9% (Vj. 3,5%).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2012/2013 auf 0,46 Mio. EUR (Vj. 0,23 Mio. EUR) und damit überproportional zur Steigerung des Konzernumsatzes.

Der Konzernjahresüberschuss stieg im Berichtszeitraum auf 0,18 Mio. EUR (Vj. 0,08 Mio. EUR). Ohne das außerordentliche Ergebnis in Höhe von -0,18 Mio. EUR, welches im Wesentlichen einmalige Emissionskosten der Anleihe sowie einen Zinsverzicht im Rahmen des im Oktober erfolgten Management-Buy-Outs beinhaltet, läge der Konzernjahresüberschuss bei rund 0,36 Mio. EUR.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag leicht verbessert bei 0,82 Mio. EUR (Vj. 0,77 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis hat sich trotz Platzierung der Anleihe im November nur minimal auf rund -1,60 Mio. EUR (Vj -1,57 Mio. EUR) erhöht. Das Eigenkapital stieg zum Stichtag 31. März 2013 auf 4,69 Mio. EUR (Vj. 4,52 Mio. EUR). Trotz einer ebenfalls erhöhten Bilanzsumme von 33,30 Mio. EUR (Vj. 30,60 Mio. EUR) sank die Eigenkapitalquote nur leicht auf 14,1% (Vj. 14,8%). Unter Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen inklusive gestundeter Zinsen lag die Eigenkapitalquote bei 29,1% (Vj. 34,7%).

Emissionserlös wie geplant für Investitionen in die Marke und Abbau der Bankverbindlichkeiten verwendet
Der Emissionserlös der im November 2012 im Entry Standard der Börse Frankfurt emittierten Anleihe (ISIN DE000A1PGQR1) in Höhe von 15,0 Mio. EUR wurde nach Emissionskosten in einem ersten Schritt wie geplant zur Reduktion von Bankverbindlichkeiten verwendet. In weiteren Schritten sollen die Mittel wie geplant ab dem laufenden Geschäftsjahr gezielt investiert werden, um die Marke RENÉ LEZARD zu stärken, sowie die Expansion im In- und Ausland zu forcieren. Hierzu zählen die Ausweitung des Wholesale-Umsatzes, die Eröffnung profitabler Stores sowie der Ausbau des Online-Bereichs.

Steigende Marketingaufwendungen für eine nachhaltig positive Umsatzentwicklung
Um diese strategischen Ziele umzusetzen, wird die RENÉ LEZARD-Gruppe im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014 ihre Marketingaufwendungen deutlich erhöhen. Hierbei handelt es sich um gezielte Investitionen in die Zukunft, die für das laufende Geschäftsjahr einen negativen Effekt auf Ergebnis und Cashflow ergeben werden. Die bisherigen Marketingausgaben haben sich auf einem niedrigen Niveau bewegt und es konnten trotzdem verbesserte Resultate erzielt werden. Deswegen ist die Geschäftsführung davon überzeugt, mit einer deutlichen Verstärkung der Marketing­aktivitäten einen nachhaltig positiven Umsatzeffekt im laufenden Geschäftsjahr und den folgenden Jahren zu erreichen.

Positiver Ausblick auf Halbjahres- und Ganzjahresumsatz
RENÉ LEZARD ist gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Das Management rechnet für das erste Halbjahr (30. September 2013) mit einem weiteren Umsatzanstieg gegenüber Vorjahr. Trotz des schwierigen Marktumfeldes wird auch für das volle Geschäftsjahr 2013/2014 von einem Umsatzwachstum ausgegangen. Aus Sicht von CEO Heinz Hackl spricht dies für die Attraktivität der Kollektion, was auch über die steigende Medienpräsenz nun zunehmend weiter unterstützt wird.

Ratingnote vor dem Hintergrund der erwarteten Ergebnisentwicklung  um eine Notch auf BB- gesenkt
Im Zuge des Folgeratings hat die Ratingagentur Creditreform ihre Bewertung vor dem Hintergrund ihrer Einschätzung des Branchenumfeldes und der erhöhten Aufwandsquote leicht von BB auf BB- gesenkt. RENÉ LEZARD hält diese Beurteilung aufgrund der erwarteten negativen Jahresergebnisse infolge der primär in Marketing und Vertrieb erfolgenden Aufwendungen und Investitionen für nachvollziehbar. Das Management sieht das Unternehmen umsatzseitig auf einem klaren Wachstumspfad und weist hierbei auf den bereits im Geschäftsjahr 2011/2012 vollzogenen Turnaround hin. Die Strategie bezüglich der Mittelverwendung aus der Anleihe wird gezielt und unverändert umgesetzt. 

Aktueller Anleihekurs mit Potenzial
Der Kurs der Anleihe, die mit einem Kupon von 7,25% ausgestattet ist bei einer Laufzeit vom 26. November 2012 bis zum 25. November 2017, hatte sich nach deren vollständiger Platzierung zunächst negativ entwickelt. Aktuell liegt der Kurs bei gut 90%, was einer Effektivverzinsung von ca. 10% entspricht. Mit Blick auf das erfolgreich abgeschlossene Geschäftsjahr 2012/2013 gibt es aus Sicht des Managements von RENÉ LEZARD für diese Entwicklung keine fundamentale Begründung. Heinz Hackl geht weiterhin davon aus, dass die konsequent forcierte Umsetzung der Strategie die Investoren vom Kurspotenzial der Anleihe überzeugen wird.

Über RENÉ LEZARD:
Die 1978 gegründete RENÉ LEZARD-Gruppe produziert und vertreibt modische Textilien und Waren, insbesondere Bekleidung und Accessoires, unter der Bezeichnung RENÉ LEZARD. Die Waren sind als Premiumtextilien im hochpreisigeren Segment angesiedelt.

Das eigene Sortiment von RENÉ LEZARD umfasst derzeit Damenoberbekleidung (ca. 60% des Umsatzes), Herrenbekleidung (ca. 37% des Umsatzes) und Accessoires (ca. 3%). Kernzielgruppe sind Männer und Frauen in der Altersklasse von 35 bis 50 Jahren, die einen hohen Anspruch an Qualität und Stil haben.

Der Vertrieb ruht grundsätzlich auf zwei Säulen, dem Wholesale-Geschäft (ca. 39% des Gesamtumsatzes) und dem Eigenvertrieb (ca. 61% des Gesamtumsatzes). Im Wholesale-Geschäft verkauft die RENÉ LEZARD-Gruppe ihre Produkte an eine Reihe von Einzelhändlern, hauptsächlich Damen- und Herrenausstatter im gehobenen Fachhandel. Im Eigenvertrieb wird die Ware in eigenen Stores, v.a. in deutschen Großstädten, sowie darüber hinaus in Factory-Outlet
-Centern oder online über einen Internet-Shop verkauft.

www.fixed-income.org

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