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René Lezard: Umsatz nahezu unverändert, Fehlbetrag ausgeweitet, Rating unverändert BB-

Der René Lezard-Gruppe, Anbieter exklusiver Damen- und Herrenbekleidung im Premium-Segment, wurde im Zuge des zweiten Folgeratings die Ratingnote aus dem Vorjahr bestätigt. Mit einer unveränderten Note von BB- würdigte die Creditreform Rating Agentur die konsequente Fortführung der Unternehmensstrategie, die im vergangenen Geschäftsjahr wie geplant aufgrund der höheren Marketingaufwendungen zu einem Konzernverlust geführt hat. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb hingegen – auf einem gegenüber dem Vorjahr verringerten Niveau - weiterhin positiv. Für das laufende Geschäftsjahr 2014/ 2015 erwarten die Analysten ein moderat verbessertes Ergebnis sowie eine Stärkung der Innenfinanzierungskraft.

Heinz Hackl, Sprecher der Geschäftsführung, freut sich über die Bestätigung. „Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, um unsere Profitabilität und Liquidität weiter zu optimieren. Die Mittel aus der Anleiheplatzierung haben wir nun teilweise – wie geplant und kommuniziert – in eine Ausweitung unserer Marketingmaßnahmen investiert. Es war die richtige Entscheidung, kurzfristig auf höhere Ergebniskennziffern zu Gunsten zukünftigen Wachstums zu verzichten. Die Rückflüsse aus dieser Investition werden wir nach der Ergebnisbelastung in 2013/2014 in der Folgezeit generieren.“

Testierter Konzernabschlusses mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 hat die RENÉ LEZARD-Gruppe bei Umsätzen von 52,6 Mio. Euro (Vj. 52,2 Mio. Euro) ihre Marketingaufwendungen wie geplant deutlich um 55,7% auf über 2,7 Mio. Euro gesteigert und einen Jahresfehlbetrag von 1,3 Mio. Euro (Vj. Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Jahresabschluss des Konzerns zum 31. März 2014 wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen und wird am 30. September 2014 veröffentlicht.

Noch mehr Stabilität: deutliche Verlängerung der Finanzierungslinien
Die Finanzierungsstruktur von RENÉ LEZARD setzt sich aus Gesellschafterdarlehen, der Anleihe sowie Bankdarlehen und Kontokorrentlinien zusammen. Nachdem die Mittelbereitstellungen durch die Banken in den letzten Jahren jährlich revolvierend erfolgten, hat man sich jetzt auf eine mehrjährige Laufzeit verständigt. Demnach erfolgte jetzt eine Verlängerung bis zum 31. März 2017.

„Unsere Kreditpartner begleiten uns schon seit vielen Jahren konstruktiv auf unserem Weg und dokumentieren mit diesem Signal ihre Bereitschaft, diesen auch weiter mit uns gemeinsam zu gehen. Der nun deutlich längere Zeitraum bedeutet für uns Stabilität und diese ist uns besonders wichtig“, so Alexander Amend, kaufmännischer Leiter bei RENÉ LEZARD.

Verkauf von 100% der Anteile an slowenischer Produktionsstätte an den bisherigen Geschäftsführer
Die RENÉ LEZARD Mode GmbH hat ihre Anteile in Höhe von 100% an der slowenischen Produktionstochter RLS Moda d.o.o an einen der bisherigen Geschäftsführer verkauft, der damit alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der Gesellschaft wird. In der Vergangenheit hatte RLS Moda d.o.o ausschließlich für die RENÉ LEZARD Mode GmbH produziert, sich dieses Geschäftsjahr jedoch auch für andere Firmen geöffnet. „Wir sind überzeugt, dass sich die Gesellschaft unter dem neuen Eigentümer weiterhin positiv entwickeln wird und wünschen ihm und seiner Mannschaft hierfür alles Gute. Wir werden sicherlich auch weiterhin dort produzieren, können aber zukünftig jedoch flexibler auf Anforderungen reagieren und unsere Produktion bedarfsgerecht koordinieren“, äußert sich Geschäftsführer Thomas Schaefer erfreut über die Einigung. Der wirtschaftliche Übergang erfolgt zum 01.10.2014,  über die Modalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Ergebnisverbesserung in 2014/2015 und nachhaltig wachsende Ertragsstärke
Im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 rechnet RENÉ LEZARD mit einem Umsatzrückgang, der auf die Storeschließungen in Dortmund, Karlsruhe, München und auf Sylt sowie eine allgemeine Flächenanpassung in einigen Stores und FOCs zurückzuführen ist. „Durch die halbjährige Schließung in München und die Verkleinerung einiger Flächen verlieren wir zunächst Umsatz“, räumt Heinz Hackl ein. „Letztlich erhöhen wir aber durch diese Maßnahmen die Leistungskraft und Profitabilität unserer Flächen und das ist entscheidend.“

Im Oktober dieses Jahres werden darüber hinaus der Store in München in neuer Lage (Fünf Höfe) sowie ein FOC in Wolfsburg eröffnet.

Für das laufende Geschäftsjahr geht die Geschäftsführung von einer  Ergebnisverbesserung aus. Ab dem Folgejahr 2015/2016 ist ergebnisseitig ein nachhaltiger Turnaround geplant, d.h. die Geschäftsführung erwartet wachsend positive Ergebnisse. Erstmals sollen sich dann die umgesetzten Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität auf den eigenen Flächen sowie die Marketingaktionen sowohl im Mediabereich als auch am Point-of-Sale ganzjährig positiv auswirken. Darüber hinaus entwickelt sich der im Dezember 2013 neu aufgestellte Onlineauftritt erfreulich und soll zukünftig zunehmend zum Unternehmenswachstum beitragen.

Den Verpflichtungen aus der Anleihe wird selbstverständlich weiter entsprochen, die nächste Zinszahlung erfolgt pünktlich im November
„Gerade die Entwicklungen im Anleihebereich in der Mode in der jüngsten Vergangenheit sind auch am Kurs unserer Anleihe nicht spurlos vorbei gegangen. Wir halten aber weiterhin daran fest, dass wir unsere Kommunikationsverpflichtung gegenüber unseren Anleihegläubigern sehr ernst nehmen. Wir berichten rechtzeitig und offen, wenn es bedeutsame Entwicklungen gibt und erinnern gerne an die quasi-ad-hoc Verpflichtung, der wir uns unterworfen haben“, bekräftigt Alexander Amend.

Am 26. November 2014 erfolgt die zweite Zinszahlung auf die Anleihe.


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