YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige

Silber steht zu Unrecht im Schatten von Gold, von Ned Naylor-Leyland - Fondsmanager des Jupiter Gold & Silver Fund

Die Silbervorräte werden schneller aufgebraucht, als sie durch Bergbau und Recycling wieder aufgefüllt werden können

Der Silberbedarf der Industrie steigt; Quelle: Jupiter, Stand: 30.09.2025

Silber steht häufig im Schatten von Gold, dem bei Anlegern sehr viel bekannteren und beliebteren Edelmetall.

Dabei hat Silber genauso viel zu bieten. Wie Gold wird auch Silber schon seit der Antike als Zahlungs­mittel verwendet. Tatsächlich war Silber von etwa 3000 v. Chr. bis zum späten 19. Jahr­hundert als welt­weiter Währungs­standard weitaus verbreiteter als Gold.

Seine Bedeutung fasste der bekannte amerika­nische Ökonom Milton Friedman (1912–2006) treffend zusammen: „Das wichtigste monetäre Metall in der Geschichte ist Silber, nicht Gold”.

Silber wird häufig als „Arme-Leute-Gold“ belächelt, nicht zuletzt weil eine Unze des weißen Metalls für einen Bruchteil dessen zu haben ist, was eine Unze Gold kostet. Doch Silber ist weit mehr als nur die günstige Variante zu Gold. Aus unserer Sicht machen zahlreiche weitere Faktoren Silber – genauso wie Gold – zu einem attraktiven Währungsmetall für Anleger.

Silber folgt Gold

Der Silberpreis orientiert sich meist an der Kursentwicklung von Gold: Bewegt sich der Goldpreis, zieht der Silberpreis häufig zeitversetzt nach. Dabei schlägt Silber stärker aus – sowohl nach oben als auch nach unten. Die höhere Volatilität hängt unter anderem damit zusammen, dass der Silbermarkt deutlich kleiner ist als der Goldmarkt.

Der Goldpreis hat in diesem Jahr wiederholt neue Allzeithochs erklommen. Für Rückenwind sorgten die Aussicht auf Zinssenkungen, der schwächere Dollar, die Besorgnis der Finanzmärkte über die Finanzlage der USA und der Status von Gold als sicherem Hafen in Zeiten geopolitischer Ungewissheit und Marktunsicherheit. Als sichere Anlage gilt Gold, weil es seinen Wert traditionell selbst in wirtschaftlich oder geopolitisch unruhigen Zeiten bewahren kann. Das ist auch ein Grund dafür, dass die globalen Zentralbanken in den vergangenen Jahren mehr Gold angekauft haben.

Die gleichen Kräfte, die den Goldpreis zuletzt angetrieben haben, haben in diesem Jahr auch den Silberkurs auf neue Höchststände befördert. Auch Silber gilt als „sicherer Hafen“ für Anleger. Der Silberpreis erreichte am 17. Oktober einen historischen Höchststand von 54,48 US-Dollar je Feinunze und übertraf damit sein am 18. Januar 1980 markiertes 45-Jahres-Hoch von 49,45 US-Dollar.

Silberknappheit

Ein aus Anlegersicht interessantes Merkmal, das Silber von Gold unterscheidet, ist die strukturelle Knappheit des Edelmetalls. Die Silbervorräte werden schneller aufgebraucht, als sie durch Bergbau und Recycling wieder aufgefüllt werden können.

Das hängt damit zusammen, dass Silber auch ein wichtiger Industrierohstoff ist. Neben seiner Rolle als Wertaufbewahrungsmittel spielt es in zahlreichen technischen Anwendungen eine zentrale Rolle – unter anderem, weil es von allen Elementen die höchste elektrische Leitfähigkeit besitzt und ein äußerst effizienter Katalysator für chemische Prozesse ist. Über 60% der weltweiten Silberproduktion gehen in industrielle Anwendungen. Aus der Elektronik ist Silber nicht wegzudenken. Es steckt in Solarzellen genauso wie in Wasseraufbereitern, Touchscreens und Smartphones, E-Autos und Halbleitern. Selbst in Radarsystemen findet sich das Edelmetall, das nur wenige Anleger auf dem Radar haben – weil es elektromagnetische Wellen reflektieren kann.

Die Silbernachfrage aus der Industrie stieg 2024 um 4% auf 680,5 Millionen Feinunzen und erreichte damit das vierte Jahr in Folge einen neuen Rekordwert. Nach Angaben des Silver Institute überstieg die Silbernachfrage im vergangenen Jahr zudem zum vierten Mal in Folge das Angebot. Wir halten dieses Marktdefizit nicht für dauerhaft tragbar. Anders als bei Gold gibt es keine Silberreserven.

Silberminen

Eine weitere Möglichkeit, in Silber (und Gold) zu investieren, ist über die Aktien der Minenunternehmen, die diese Metalle abbauen. Ihre Profitabilität steigt mit den Metallpreisen. Wir halten diese Aktien derzeit für attraktiv bewertet. Im Verhältnis zum Cashflow und Nettoinventarwert – zwei Kennzahlen, die wir verfolgen – notieren sie unter ihrem langfristigen Durchschnitt.

Anders als in der Vergangenheit ist die diesjährige Silber- und Goldrally an breiten Anlegerkreisen weitgehend vorbeigegangen. Die Bestände von physisch besicherten Gold- und Silber-ETFs liegen unter den Höchstständen von 2020 (Gold) bzw. 2021 (Silber). In diesem Jahr wurde der Handel vor allem von Investmentprofis wie Hedgefonds und spekulativen Terminmarkt-Händlern bestimmt. Das dürfte sich schon bald ändern.

Viele Anleger sind in monetären Metallen – vor allem im weniger bekannten Silber – kaum oder gar nicht investiert. Wir halten dies für ein Versäumnis. Unserer Ansicht nach gehören Währungsmetalle in jedes gut diversifizierte Anlageportfolio.

Über den “Jupiter Gold & Silver Fund”
Jupiter Gold & Silver Fund setzt auf eine Kombination von physischen Gold- und Silberanlagen und ausgewählten Gold- und Silberminenaktien. Diese flexible und dynamische Strategie kann einen wichtigen Beitrag zur Portfoliodiversifikation leisten - Anleger sollten jedoch bedenken, dass ihr Kapital Risiken ausgesetzt ist. In dem Bemühen, sein Anlageziel zu erreichen, strebt der Fonds eine Rendite an, die nach Abzug der Gebühren über derjenigen der zusammengesetzten Benchmark aus dem Goldpreis (XAU) zu 50 % und dem FTSE Gold Mines Index zu 50% liegt, wobei die Nettodividenden über rollierende Dreijahreszeiträume wieder angelegt werden.

www.fixed-income.org 

 

Investment

Rückzahlungen kommen nicht bei Verbraucher an

Vor einer Woche hat der Supreme Court die von Trump auf Basis des Not­stand­ge­setzes von 1977 erlassenen Zölle für ungültig erklärt, Trump hat…
Weiterlesen
Investment

Starke Abwertung des US-Dollars drückt durchschnittliche Rendite auf 1,99%

Liquid Alter­natives haben 2025 ihr Come­back bestätigt: Nach erst­mals wieder positiven Zuflüssen Ende 2024 verzeich­nete das Segment im…
Weiterlesen
Investment

von Arthur Homo, Head of Buy Side Fixed Income Research von DPAM

In den kommenden 24 Monaten dürften die Funda­mental­daten zählen: Angebot und Nachfrage, Preis­setzungs­macht, Kosten­disziplin und Bilanz­stärke.…
Weiterlesen
Investment

von Martin Moryson, Global Head of Economics, DWS

Wesentlicher Treiber des guten Wachs­tums war der private Konsum, der mit über­raschend starken 0,5 Prozent im vierten Quartal zulegte. Offenbar…
Weiterlesen
Investment

von Abdallah Guezour, Head of Emerging Market Debt and Commodities bei Schroders

Die Zuflüsse in Schwellen­länder­anleihe­fonds bleiben robust, gestützt durch nach wie vor attraktive Renditen, einen schwächeren US-Dollar und die…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Langfristige japa­nische Staats­anleihen wurden in den letzten drei Jahren von Anlegern vernach­lässigt. Tatsächlich sind die Renditen für 10-jährige…
Weiterlesen
Investment

Marktsentiment geprägt von starker Fundraising-Dynamik, steigenden Kapitalzusagen und ausgewogenen Risiko-Rendite-Verhältnissen

Mit der ersten Ausgabe des BF.Private Debt Market Compass legt die BF.capital GmbH eine neue, daten­basierte Markt­analyse für den inter­nationalen…
Weiterlesen
Investment

von Giorgio Gaballo, Senior Portfolio Manager - Fixed Income bei Eurizon

Japans Staats­anleihe­markt erlebt einen graduellen, struktu­rellen Regime­wechsel: Der jüngste Rendite­anstieg signa­lisiert mehr als eine…
Weiterlesen
Investment

von Guillaume Tresca, Senior Emerging Market Strategist bei Generali Investments

Nach einem für Lokal- und Hart­währungs­anleihen über­durch­schnitt­lich gutem vergan­genen Jahr starteten Emerging-Markets (EM)-Assets auch 2026…
Weiterlesen
Investment

von Stephen Dover, Head of Franklin Templeton Institute

Am Freitag entschied der Oberste Gerichts­hof, dass die Trump-Regierung mit der Anwendung des Intern­ational Emer­gency Economic Powers Act (IEEPA)…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!