YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Swisscanto favorisiert Unternehmensanleihen und Aktien

Die Schuldenkrise im Euroland ist erneut Thema Nummer 1. Irland hat bereits Hilfe beantragt; bei Portugal dürfte es nur eine Frage der Zeit sein. Der Euroraum könnte sich somit mittelfristig weiter zu einer "Transferunion" hin bewegen, in der die finanzstarken Staaten für die Schulden der Defizitsünder aufkommen. In der heutigen Situation glaubt man entweder an die Verwirklichung dieser Transferunion oder dann an Schuldenrestrukturierungen und Konkurse.

Während ein kleiner Schuldner der Bank "gehört", kann ein riesiger Schuldner die Bank "erpressen". Die kombinierte "Erpressungskraft" der Problemländer von Europa ist vorläufig noch groß genug, um zumindest vorübergehend in den Genuss von nicht angemessen verzinsten Krediten zu kommen. Am 16. und 17. Dezember werden die Staats- und Regierungschefs über einen Mechanismus zur Krisenbewältigung beraten, welcher die im Mai 2010 beschlossenen Maßnahmen Mitte 2013 ablösen soll. Die "European Financial Stability Facility" dürfte weiter bestehen bleiben. Es ist aber geplant, die privaten Gläubiger von Staatsanleihen, die nach 2013 herausgegeben werden, bei einer Rettungsaktion ebenfalls an den Kosten zu beteiligen. Das Hauptproblem besteht darin, dass die Märkte nicht an die vollständige Schuldenübernahme (Bail-out) glauben, weder im Fall von Griechenland noch von Irland. Die Politik hat in letzter Zeit zu viel Vertrauen verspielt.

Das aus unserer Sicht wahrscheinlichste Szenario ist, dass bis 2013 die Variante Transferunion jener der Schuldenrestrukturierung vorgezogen wird, für die Zeit nach 2013 aber ein Mittelweg gewählt wird. Dieser würde es den Politkern der Geberländer einfacher machen, die Kosten eines dauerhaften Stabilitätsfonds für Defizitsünder innenpolitisch durchzusetzen, ohne vom Wähler zu stark abgestraft zu werden. Die Wähler der Geberländer werden nämlich nicht auf Dauer für die Defizitsünder zahlen wollen, und die Wähler der Empfängerländer werden gegen eine harte Reformpolitik und steigende Arbeitslosigkeit sein. Die hohen Kreditaufschläge auf den langfristigen Staatsanleihen der Problemländer deuten an, dass die Investoren die sich abzeichnende Transferunion nicht als langfristig haltbar betrachten. Die hohen Kreditaufschläge bei den Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit haben viel mit dem Anlageverhalten der Entscheidungsträger bei großen Vermögen zu tun. Realisieren sich Risiken, die bereits in den Schlagzeilen standen, dürfte die Kritik schärfer ausfallen als wenn sich Risiken verwirklichen, die zum Zeitpunkt der Investition noch weitgehend unbekannt waren. Zudem könnte im Fall von Irland eine weitere Herabstufungen des Ratings zu durch Anlagebeschränkungen forcierten (Not-)Verkäufen führen. Wir nehmen deshalb gegenüber den Staatsanleihen der peripheren europäischen Länder weiterhin eine äußerst vorsichtige Haltung ein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Markt den Stabilitätspakt auch in Bezug auf Spanien testen wird.

Harrt das Schuldenproblem noch der Lösung, so ist die Gefahr eines unmittelbaren Rückfalls in die Rezession zumindest gebannt: Die Makrodaten aus den USA und aus Europa konnten gesamthaft leicht positiv überraschen. Insbesondere die Daten zum US-Arbeitsmarkt lassen hoffen. Aktien sind anhaltend günstig bewertet. Viele schlechte Nachrichten sind in den Kursen bereits eingerechnet.

Auf der Ebene der taktischen Asset Allocation nehmen wir keine Änderungen vor. Wir halten Aktien weiterhin übergewichtet, rechnen aber mit anhaltend volatilen Märkten und keinen starken Kursavancen auf breiter Front. Erst wenn eine glaubwürdige Lösung der Eurokreditkrise etabliert ist, sehen wir den Weg nach oben frei. Wir erachten den europäischen Aktienmarkt als besonders interessant. Wir bevorzugen immer noch die zyklischen Bereiche zu Lasten der defensiveren Unternehmen und favorisieren Small Caps gegenüber den Large Caps in allen Märkten. Die hohen Bestände an liquiden Mitteln und die attraktive Bewertung vieler dieser Aktien lassen weiterhin Übernahmen hauptsächlich seitens von Grossunternehmen erwarten. Die heutige Bilanzqualität und die Gewinnerwartungen sprechen zudem für Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen bei vielen Unternehmen und machen deren Anleihen attraktiv. Wir halten deshalb ein Übergewicht in Firmen- relativ zu Staatsanleihen.

Auf der Währungsseite halten wir CHF, EUR und JPY zu Gunsten der Rohstoffwährungen CAD und AUD sowie der SEK und neu dem USD untergewichtet. Wir sehen insbesondere eine Gefahr der Abschwächung des JPY gegenüber dem USD.

Quelle: Swisscanto Investment Update Dezember 2010




Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Zölle könnten in den kom­menden Monaten erneut zu einem zentralen Markt­thema werden. Obwohl sie nach den starken Markt­tur­bulenzen, die Donald…
Weiterlesen
Investment

von John Kerschner, Global Head of Securitised Products, Janus Henderson Investors

Die jüngste Out­per­for­mance der CLO-Sektoren ist kein Aus­reißer: BBB-CLOs waren nicht nur seit Jahres­beginn (YTD) 2026 der Fixed-Income-Sektor mit…
Weiterlesen
Investment

Konsortium aus DWS, DekaBank und STOXX mit der Auflegung eines indexbasierten Fonds beauftragt

Die Bundes­länder Hessen und Baden-Württem­berg sowie der Bund beauf­tragen ein Konsor­tium unter der Führung der DWS mit der Auflegung und Verwaltung…
Weiterlesen
Investment

von Lotfi Karoui, Multi-Asset Credit Strategist bei PIMCO

Gestie­gene Gewinn­prog­nosen im Markt für Unter­nehmens­an­leihen haben die Mess­latte für die Berichts­saison zum zweiten Quartal deutlich…
Weiterlesen
Investment
Wie sich Risiko, Bewertung und Liquidität im Kreditmarkt verändern: High-Yield-Anleihen können wieder attrak­tiven laufenden Ertrag bieten, doch das…
Weiterlesen
Investment
Anleihe­emittenten haben häufig die Möglichkeit, ihre Anleihen vor dem Laufzeit­ende zu kündigen. Details sind in den Anleihe­bedin­gungen festgelegt.…
Weiterlesen
Investment

von Anton Dombrovskiy, Portfoliospecialist bei T. Rowe Price

Enge Unter­nehmens­kredit­spreads mögen weiterhin die Diskus­sion an den globalen Hoch­zins­märkten domi­nieren, doch sie geben nicht das…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Der Ölpreis sank im Juni um 20,78%, nach­dem er bereits im Mai um 19,26% ge­fallen war. Dieser massive Rück­gang um 36% seit Ende April (der stärkste…
Weiterlesen
Investment
MFS Invest­ment Manage­ment hat den MFS Meridian Funds – Euro Credit Short Term Bond Fund auf­gelegt. Der aktiv gemanagte Fonds für Euro-Kurz­läufer…
Weiterlesen
Investment

von David Hooker, Senior Portfoliomanager bei Insight Investment

Die Gesamt­inflation hat sich gegen­über den Höchst­ständen nach der Pandemie deutlich verlang­samt. Ein Großteil dieses Rück­gangs ist auf…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!